Ja, früher gabs ja beim Elvanse nur die 30er, vor gut einem halben Jahr kam die 90er N3 Packung.
Da bei BtM Medikamenten strenge Regeln gelten, dürfen die Apotheken nicht einfach eine andere Stückzahl rausgeben, selbst wenn man am ende aufs gleiche Ergebnis kommt.
Das heißt, die 100er Ratiopharm sind schon mal raus, weil wären ja sogar 10 Stück mehr.
Aber einfach 3x 30 rausgeben geht dann auch nicht, also auch kein Ratiopharm, AL, STADA und wie sie alle heißen.
Man kriegt auch nicht 3x 30 Elvanse, dann wird die 90er Packung bestellt für den Patient.
Die müssen dafür ärztliche Rücksprache halten, müssen das auch alles in der Apotheke dokumentieren, der Arzt muss das bei sich dann auch wieder dokumentieren.
Das funktioniert halt solange kein anderer Generika Hersteller eine 90er Packung auf den Markt schmeißt.
Aut Idem wäre natürlich der effektivste Weg, auch dann zu argumentieren mit eventuellen Nebenwirkungen/ Unverträglichkeiten aufgrund von Farb- und/ oder Hilfsstoffen kann da helfen.
Aber Aut Idem ist für manche Ärzte ein heißes Eisen, weil die nicht wissen, wie sie es am besten vor der Krankenkasse und den Prüfstellen rechtfertigen. Machbar wäre das aber alles.
Also ich frage immer explizit nach Elvanse 90 Stück 70 mg, wenn ich ein neues Rezept beim Psychiater hole, und das hab ich bisher immer auch bekommen.
Vor kurzem auch das Lisdex Aristo Flüssig Fläschen zusätzlich zum Elvanse Takeda verschrieben bekommen, um höhere Dosen zu testen als 70 mg.
@Love2
Also ich krieg nur N3 Rezepte, schont meinen Geldbeutel mit den Zuzahlungen und den der Krankenkasse.
Ich glaube dein Psychiater ist einfach auf einem alten Stand und hat sich nicht mehr nach dem neuesten Stand der Dinge informiert.
(Ist ja auch keine Seltenheit, gab und gibt immer noch Haufenweise Ärzte, die erst mit MPH und dann mit AMP therapieren, obwohl Lisdexamfetamin schon eine ganze Weile das Mittel der 1. Wahl geworden ist, und man sich eben nicht mehr durchprobieren muss und erst bei einem nicht-ansprechen auf MPH die Möglichkeit von AMP bekommt )
Vor ein paar Jahren war das auch noch so, dass man da jeden Monat antanzen konnte um sich ein N1 Rezept abzuholen.
Das lag daran, weil es bis April 2023 noch Höchstmengen bei BtM Rezepten gab, das bedeutet der verschreibende Arzt durfte nur maximal 600 mg Amfetamin/ Dexamfetamin innerhalb von 30 Tagen verschreiben.
(Cannabis war zu dem Zeitpunkt z.B. auf 100 g pro Monat gedeckelt)
Mehr ging zwar trotzdem auch vor April 2023, bloß nur mit Sonderzeichen A auf dem BtM Rezept.
Das ging aber nur in medizinisch begründeten Einzelfällen, und das der Arzt dabei mitspielte war noch unwahrscheinlicher als bei der Aut-Idem geschichte z.B.
30x 70 mg Elvanse wären rechnerisch 624 mg (Dex)Amfetamin.
Seit April 2023 ist das eben weggefallen, jetzt ist quasi open end und der Arzt kann verschreiben, was er für richtig hält.
Also auch N3 90 oder 100 Kapseln, was im Falle der 100er 70 mg Verschreibung dann 2080 mg reines (Dex)Amfetamin wären.