Lisdexamphetamin Unsicherheit beim Eindosieren

Hallo,
Ich bin momentan total unsicher.
Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

Habe 2 tage lisdexamphetamin ratiopharm 20mg genommen und habe mich irgendwie benommen und antrieblos gefühlt, war müde und konnte mich kaum aufraffen was zu tun.irgendwie war ich auch unruhig und stand neben mir und wenn ich was gemacht hab, deutlich zerstreuter als sonst.das schöne war, mein kopf war ruhig :blush: und ich hatte keinen rebound .
Hatte aber das Gefühl es war zuviel und hab dann am 3. Tag nur 15 mg genommen.

Die Wirkung fand ich ganz gut, hab mich wohler gefühlt und hatte mehr antrieb als sonst.
Aber leider nach nichtmal 3h einen rebound und der Rest des Tages war ich extrem matschig.

Mein arzt ist im urlaub, er meinte aber bei der Verschreibung von lisdexamphetamin, ich soll austesten und kann bis 40mg hoch.
Was würdet ihr tun?
Soll ich lieber mit 20mg weitermachen, sind das anfängliche nebenwirkungen oder doch ein Zeichen für zuviel?

Die Eindosierung verläuft nicht immer einfach.

Hallo lena1,

Welche Dosierung hast du weiter probiert?
Viele raten zum runter dosieren, doch Elvanse sollte schon länger als 3std wirken.
Hast du denn schon mal 30mg probiert?
Wenn ich unterdosiert bin werde ich unruhig und zerstreut.

Letztendlich muss sich der Körper erstmal an das Medikament gewöhnen. Deshalb wird hier geraten ein Einsdosierungstagebuch zu schreiben und erst ab 5-7 Tage aufzudosieren.

Hallo,

Ich hab jetzt erstmal nichtsmehr genommen, weil ich die tage einen halbwegs stabilen kopf brauche :sweat_smile:.

Möchte es aber bald nochmal versuchen.
Hm, sollte ich vielleicht 5 bis 7 tage mal 20 mg nehmen und dieses fahrige, neben mir stehen in kauf nehmen und dann evtl. Mal 30 mg testen?
Bin immer etwas ängstlich.

Wir halten fest:

  • 20mg taten dir nicht gut

  • 15mg waren schon besser

    • nach nur 3 Stunden war es vermeintlich aber schon wieder vorbei
    • der Rest des Tages war extrem matschig, also nicht gut

Hier würde ich, statt nach oben, nach unten dosieren.

Warum?

Weil es ab der Einnahme normalerweise 3-4 Stunden dauert bis die maximale Wirkstoffkonzentration (auch Peak, oder Cmax genannt) des aktiven Metaboliten Dexamfetamin im Blutplasma erreicht wird.

  • Wenn es mit 15mg besser als mit 20mg,
  • aber nur 3h gut läuft, es dann plötzlich kippt und der Rest des Tages (wie bei 20mg schon) im Eimer ist,
  • dann deutet es für mich nicht auf einen Rebound, sondern auf eine Überstimulation durch zu hohe Dosis hin.

Auflösen tust du die 20mg Kapsel ja bereits, um auf 15mg zu kommen.
Wie wäre es, mal eine ganze Woche lang 5mg und anschließend 10mg auszuprobieren?

Wenn 5mg oder 10mg besser laufen, dann entsprechend beibehalten.
Wenn die nicht besser laufen, kannst du immer noch in 5er oder 10er Schritten hochdosieren.

Die jeweilige Woche dann in einem Eindosierungstagebuch festhalten und anschließend wird rückblickend der Wochenverlauf bewertet. Deine Dokumentation hilft am Ende nicht nur dir, sondern auch dem Arzt beim nächsten Termin, um weitere Therapieschritte abwägen zu können.

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Oh vielen dank für deine Antwort :blush:.
Das hört sich nach einem richtig guten Plan an, damit fühle ich mich auch wohler.finde hochdosieren sehr schwierig wenn die dosierung sich schon schlecht angefühlt hat.
Ich vermute auch, das ich ziemlich sensibel drauf reagiere.

Das ist interessant mit dem wirkstoff peak nach 3 bis 4 stunden, hatte nämlich mit 20 mg auch das gefühl nach 3h das irgendwas kippt und ich mich noch unwohler fühle, bisschen wie Unterzuckerung, trotz Snacks.

Ich werfe ehrlich gesagt das gegenteil in den Raum. Als ängstlicher Mensch wirst du auf jede dosierung negativ reagieren. Die Frage ist was passiert nachdem du dich daran gewohnt hast. Und wie viele positive Effekte liegen unter den negstiven. Was du beschreibst ist bei vielen die Reaktion auf eine unterdosierung. Du hängst zwischen zwei zustaenden. Bist nicht „ganz drauf“. Probier einen Tag 30mg und schau ob die positiven Effekte stärker da sind. Wenn ja, bleib dabei und lass deinen Körper sich dran gewoehnen. Das rumgurken unter der therapeutischen wirkstaerke wird dich nur verrückt machen. Wenn 30mg noch schlechter sind, weißt du zumindest dass du es ganz langsam angehen musst. Dass du bei 15mg (was wirklich wenig ist) nach 3 Stunden schon fahrig wird kann genauso gut bedeuten, dass du bei 15mg-20mg genau an der Grenze bist zu „gut“. Und davor ists halt arsch. Und zieh dir proteine rein. Und egal was du machst, zieh es ne Woche durch. Gerade weil du ängstlich bist ist es mmn wichtig früh auch positive Effekte zu haben, die dir zeigen dass es wert ist durch die Phase zu gehen. Aber naja da scheiden sich die geister hier immer. Aber aus meiner Erfahrung der genau in dem „zu wenig zu viel“ zwiespalt war: Einstellung ist alles. Erwarte nichts und gib deinem Körper Zeit. Analysiere nicht alles, lass los, lass es wirken und folge dem protokoll das bei den meisten Menschen funktioniert. 20mg 1 Woche 30mg 1 Woche

Ich nehme mal Bezug auf Elvanse, was ja im Grunde wie das Medikament von Ratiopharm ist.
Hier wird erklärt, dass das Medikament länger im Körper bleibt und sich bei jeder neuen Einnahme auch noch Reste im Körper befinden. Das heißt, dass man nicht einfach so mehr oder weniger nehmen kann und dann direkt weiß, was das für einen selbst bedeutet. Man muss es mindestens 3 Tage, besser 5 bei der gewählten Dosierung belassen.

Die Genannten Nebenwirkungen können teils von einer Unterdosierung kommen, aber ich vermute aufgrund der Beschreibung des zeitlichen Ablaufs auch eher Überdosierung.

Ich würde jetzt mit einer geringen Dosis, wie es SneedleDeeDoo vorgeschlagen hat, nochmal starten. Dazu führst du ein Medikamententagebuch und notierst deine Beobachtungen. Jede Dosierung mindestens 3, besser 5 Tage. Außer, die Nebenwirkungen sind unverhältnismäßig schlimm. Da eine Unterdosierung ja auch depressive Stimmungen verursachen kann sollte man hier natürlich aufmerksam sein. Beachte aber, dass sich der Wirkstoff im Körper über die 3 Tage aufbaut. Eine zu geringe Dosierung an Tag 1 kann an Tag 3 also genau richtig sein, weil sich jetzt der Steady State aufgebaut hat.

Was die Wirkdauer betrifft, würde ich diese erstmal notieren, aber noch nicht den Fokus darauf legen. Erstmal schauen, welche Dosierung überhaupt wie wirkt. Die Dauer kann man später feinjustierten. Meine Tochter nimmt seit einem halben Jahr Elvanse bzw. Ratiopharm als Alternative und sie hat jetzt erstmal ihre Dosis gefunden, aber die Wirkung ist am Nachmittag weg. Sie startet jetzt damit, nochmal eine geringere Dosis nachzuschieben. Ist ein Versuch und muss jetzt genauso beobachtet und bewertet werden, wie die anfängliche Eindosierung.
Jeder Körper ist individuell und man muss da leider etwas Geduld mitbringen.
Es kann sich auch herausstellen, dass dieses Medikament von diesem Hersteller für dich nicht funktioniert. Dann gibt es Alternativen. Entweder andere Hersteller (weil die z.B. andere Füllstoffe haben) oder eben anderer Wirkstoff. Aber das steht ja noch nicht zur Debatte. Ein Tagebuch musste du so oder so führen.
Also: mit geringer Dosis anfangen, Tagebuch führen, Steady State abwarten.

Und: Die langfristige Wirkung ist nicht zu vernachlässigen. Manchmal denkt man, dass man gar keine positive Wirkung spürt. Schaut man dann aber mal über eine Zeit von 4 Wochen, dann sieht man plötzlich doch eine positive Veränderung. Achte also durchaus auf die Nebenwirkungen und stelle die Dosis so ein, dass du diese nicht hast, habe aber im Blick, dass die positiven Wirkungen mitunter subtil sind und sich erst über eine längere Einnahme beobachten lassen.

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Für mich sprechen eben mehrere Sachen dagegen

  1. Die benötigte Menge des aktiven Wirkstoffs, um eine therapeutische Wirkung zu erzielen, ist individuell. Wer sehr sensibel auf kleine Dosen reagiert, kann daher durchaus deutlich weniger als die allgemeine Initialdosis von 30mg oder 20mg benötigen.

  2. Die Konzentration des aktiven Wirkstoffs steigt ab ~1h nach der Einnahme an (Umwandlungsprozess läuft an → Wirkeintritt) und erreicht (je nachdem, ob vorher eine Mahlzeit / fettreiche Mahlzeit eingenommen wurde oder nicht) die maximale Konzentration nach 3-3,5h ab Einnahme (nach reichlich fettreicher Mahlzeit sogar bis zu ~4,8h).

  3. Wenn der Peak erreicht ist, fällt die Wirkstoffkonzentration nicht plötzlich ab, wie bei nicht-retardiertem MPH, sondern sinkt über viele Stunden hinweg langsam und gleichmäßig.
    Wäre man im Peak gerade so im unteren therapeutischen Bereich angekommen, sollte die bis dahin positiv empfundene Wirkung (in diesem Fall Stunde 1+ bis 3) nicht gleich kippen, sondern zumindest ein bisschen erhalten bleiben.

    Sinkt die Wirkkurve dann deutlich unterhalb der therapeutischen Grenze, kann es zum Rebound kommen. Beim Rebound spricht man von 1-3h nach Unterschreitung der therapeutischen Wirkung. In der Zeit kann die ADHS Symptomatik verstärkt wieder durchkommen bis sich das Hirn eingependelt hat. Es muss die starken Schwankungen in der Neurochemie eben wieder möglichst in Balance bringen (Homöostase).

    Man wäre bei einem Rebound allerdings nicht den restlichen Tag extrem matschig im Kopf, zu nichts mehr zu gebrauchen, oder völlig K.O.. Das deutet für mich dann eher auf Überstimulation hin bis die Wirkkurve Stunden später ein gewisses Maß unterschritten hat → möglicherweise gleich gefolgt von einem Rebound.


Dazu kommt natürlich auch die Ängstlichkeit, das Versteifen auf „was passiert da gerade?“ und allgemein, dass noch keine volle Woche bei einer Dosis geblieben wurde.

Natürlich kann es in beide Richtungen (runter- / hochdosieren) auch eine Überraschung / paradoxe Effekte geben. Es ist eben auch zu komplex, um alle Möglichkeiten zu berücksichtigen und für uns als Außenstehende Laien sowieso.

Für eine akkurate Einschätzung bräuchte es wohl mehrere SPECT-Scans. Einmal ohne Medikation - und nach Einnahme der jeweiligen Dosis , um die neuronale Aktivität sichtbar zu machen. Das wäre allerdings kostenintensiv und hier bei uns kaum praktikabel.

Ja, ein proteinreiches Frühstück kann Nebenwirkungen reduzieren und das Wirkempfinden glätten. Proteine liefern dem Körper nunmal u.a. genau die essenziellen Bausteine, die er für die Neurotransmitter-Synthese & Co. benötigt.

Eine dauerhafte ausreichende Versorgung mit Proteinen, um den täglichen Bedarf abzudecken, sollte m.M.n. Pflicht sein.
Keine Ahnung, warum dem zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird, wenn eine bestimmte tägliche Zufuhr von Proteinen doch so lebenswichtig ist.

Müssten Mediziner ihre Patienten dann nicht eigentlich in Dauerschleife darauf hinweisen?

Müsste es nicht jährlich ein umfangreiches Blutbild (inkl. Vitamine + Mineralstoffe etc.) als Check-Up als allgemeine Leistung auf Kosten der GKV geben (zumindest bei Anzeichen auf Mängel, oder bei besonderen Patientengruppen)?

Fragen über Fragen :adxs_crazy:

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Tjo - wenn ich unter 40mg nehme bin ich den ganzen Tag matschig.
20mg geht, aber dann habe ich nur marginale Wirkung.
Und je naeher ich der maximalen Konzentration komme, desto unangenehmer wird es in dem subtherapeutischen Bereich. Its not that easy.

Ja, leider ist es verdammt komplex, was im Hirn usw. abläuft. Da hilft nur systematisches Vorgehen und ein Eindosierungstagebuch zu führen.

Ein bissl mehr Aufklärung der Patienten durch die Fachperson wäre vor Beginn der medikamentösen Therapie auch wünschenswert.

In den USA ist es teilweise bereits gängige Praxis, dass Patienten in den ersten 1-2 Wochen zumindest wöchentlich telefonisch begleitet werden, um das Therapieansprechen zu verfolgen.

Hier bei uns könnte man es wenigstens mal zur Regel machen, den Patienten ein Infoblatt oder eine PDF mitzugeben.

Gerne auch bisschen mehr erklären, wie vorgegangen wird und dass man ein Tagebuch führen und die Dokumentation dann zum nächsten Termin bitte mitbringen sollte, um das weitere Vorgehen besser einschätzen zu können.

Naja, Wünsche darf man ja haben.

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Hallo :hugs:,

Kann ich das in wasser gelöste LDX eigentlich 4 tage im Kühlschrank aufbewahren?

Oder wie gehe ich am besten vor, wenn ich 5mg teste?

schmeckt nach 3 tagen jeden falls furchtbar, scheint aber noch wirkung vorhanden zu sein. glaube ich, kann das nicht immer so einschätzen bei niedrigen dosen.

Rein chemisch gesehen ist es stabil.

3-4 Tage habe ich es früher schon mal in einem verschlossenen Behältnis im Kühlschrank gelagert und hatte keine Unterschiede feststellen können.

Viel wichtiger dürfte sein, dass das Behältnis sauber ist.
Das verwendete Wasser könnte man ja notfalls vor dem Auflösen auch abkochen, wenn man Bedenken wegen Keimbildung hätte.

Heute Ist der 4. Tag mit 5mg, die letzten tage wars ganz ok, hab mich wohler gefühlt als mit höheren dosen.ich war etwas müde, nachmittags/ abends mehr aber alles soweit noch gut machbar.gestern wurde es auch besser mit der Müdigkeit.

Heute fühle ich mich leider nicht so gut, bin irgendwie leicht reizbar und meine Stimmung ist gedrückt bis traurig.

Sollte ich vielleicht morgen auf 10mg ?

Oder ist elvanse einfach nicht mein medikament?

Geduld ist nicht meine Stärke :smiling_face_with_tear:

Und vielleicht ist heute auch einfach ein blöder tag :smiling_face_with_tear:

Abwarten. Es gibt viele Faktoren, die hier zusammenspielen. Ein Tag allein ist nicht unbedingt aussagekräftig. Hormonelle Schwankungen wirken zum Beispiel auch auf das System. Menschen mit Menstruation müssen das also berücksichtigen und teilweise die Dosis dem Zyklusverlauf anpassen. Die Zeit der Einnahme sollte immer gleich sein. Außerdem haben auch Nahrungsmittel Einfluss, vor allem welche mit Koffein oder Teein oder Schokolade. Die erstmal weglassen.

Theoretisch solltest du jetzt des steady State erreicht haben. Ich würde morgen nochmal die gleiche Dosis nehmen und übermorgen dann mal steigern.

Normalerweise macht man es so, dass man Schritt für Schritt steigert, bis man sich eigentlich wohl fühlt und dann steigert man nochmal, um zu merken, wie sich eine zu hohe Dosierung anfühlt. Alles schön aufschreiben. Das macht besonders Sinn, sollte der Zyklus einen Einfluss haben. Dann weiß man nämlich, wie man in dieser Zeit die Dosis anpassen muss.

Bis es so weit ist, dass du sagen kannst, dass Elvanse nicht dein Medikament ist, musst du noch weiter testen. Es kann ja auch sein, dass sich dein heutiges Unwohlsein nicht bessert und du statt mehr, sogar weniger benötigst. Also weniger als das, was du jetzt nimmst. Diese Option wurde ja noch gar nicht getestet. Aber eins nach dem anderen. Jetzt erstmal kontrolliert in die eine Richtung.

Und wie gesagt, Einnahmezeit gleich lassen, Ernährung gleich lassen, Kaffee, Tee und Schokolade weglassen, Zyklus mit beobachten.

Edit: bei Koffeinentzug treten Kopfschmerzen auf. Hier also nicht eine Nebenwirkung von Elvanse vermuten, sondern eben den Kaffee als Übeltäter sehen.

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Vielen dank für eure Nachrichten :blush:, der Austausch hilft mir sehr!!!

Der gestrigen tag verlief dann noch ganz ok :blush:.ich habe momentan noch leichte Nebenwirkungen wie Müdigkeit und manchmal leichte Kopfschmerzen (Kaffee, Schokolade etc. lass ich schon weg und trinke viel wasser).wie lange halten denn anfängliche Nebenwirkungen generell, also mal unabhängig davon ob die dosierung passt?

Könnte ja auch sein es sind generell noch Nebenwirkungen und die 5mg passen evtl. :thinking:.

Wenn ich den Verlauf hier lese, fällt auf das deine beste Erfahrung bisher mit 15mg war. Du hast dich 3h gut gefühlt, dass zählt erstmal, und spricht gegen eine Überdosierung. Wahrscheinlich nimmst du den Peak der Wirkkurve und den leichten Abfall im Anschluss sensibel war. Dieser tritt auf nach 3-3,5h.

Meine Empfehlung wäre 15mg für 1 Woche zu testen. Versuch dich nicht zu sehr reinzusteigern in den Zustand nach 3 Stunden, oft pendelt es sich auch wieder ein. Es kann auch sein das du jemand bist, die 2 Dosen am Tag benötigt. Aber erstmal so hoch dosieren wie es geht und eine Woche warten. :slight_smile: Wenn es 1 Woche klappt mit den 15mg aber nach 3 Stunden unangenehm wird versuch 20mg. Geh solange hoch bist du in den ersten 3 Stunden schon merkst du das du drüber bist. Dann war wahrscheinlich die Stufe vorher dein sweet spot​:grin:, und wenn nicht, dann nimm mal noch ne kleine 2. Dosis, da sollte dein Arzt dann aber informiert sein.

Und wann nimmst du es eigentlich immer? Ich habe die besten Erfahrungen mit einem kleinen Frühstück (kann nicht viel essen in der früh) und dann ca. 15min warten. Wenn du viel frühstückst mindestens 30min warten.

Und welches ADHS Typ hast du?

viel erfolg weiterhin!

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Hast du vorher jemals Stimulanzien genommen?

Elvanse ist platt gesagt medizinisches Pepp und hadt du noch nie Stimulanzien genommen kann es eher nicht zu viel sein sondern eher die berauschende Wirkung die du gespürt hast, die wahrscheinlich sich in den Forrdergrung gestellt hat.

Der Steady-state ist 5 Tage und wenig nehmen hätte ich frühestens nach einer awoche in Erwägung gezogen wenn es dir nicht mega, mega schlecht gegangen ist.

Das Pharmaunternehmen hat ja die kleinste Dosis an käuflichem Wirkstoff auf 20 mg gesetzt. Es muß dazu ja aus Studien einen Grund mit therapeutischen Erfahrungen geben.

Geht’s einem sehr schlecht macht es Sinn sonst eher den Beipackzettel mit sehr häufig (quasi trktt immer auf) und häufig ( tritt bei fast jedem auf) die Nebenwirkungen gelesen. Ist was du empfindest dort in vielen Punkten zu finden ist nichts drüber sondern es sind dann työische anfängliche Nebenwirkungen die auftreten und später gehen

Der Beipackzettel ist schon ein sehr guter Indikator und wahrscheinlich der beste Grundleitfaden der dem Gefühl die groben Leitplanken weisen sollte

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Du hast recht. Ich hatte 3 Tage im Kopf.

Zunächst einmal ist das individuell. Man sollte erstmal den Stead State abwarten (jetzt weiß ich auch, dass das nach 5 Tagen der Fall ist, Entschuldige die Falschaussage weiter oben) und dann sprechen viele Patienten von einer Dauer von einigen Tagen bis 2 Wochen. Meine Tochter ist typischerweise nach Ende der Wirkdauer recht müde. Das liegt aber auch daran, dass sie während der Wirkdauer aufmerksamer ist und mehr schafft und dann einfach eine normale Erschöpfung spürt. Ohne Medi ist sie einfach nur dauerhaft müde/überreizt/überfodert. So tritt das halt einfach nach Wirkende auf, sie verfällt also wieder in den “Normalzustand”.
Mir geht das mit Medikinet ähnlich, auch wenn das jetzt etwas paradox klingt. Ich verbrauche während der Wirkdauer weniger Energie, weil ich nicht so viele Reize ausblenden muss und weniger Sprunghaft im Denken bin. Ich habe einen guten Antrieb und schaffe das, wozu ich die Kapazität habe. Bei Wirkende fühle ich mich dann müde und erschöpft. Ich weiß aber, dass ich eigentlich noch Kapazität hätte. Die Müdigkeit ist eher der nun wieder fehlende Antrieb. Das Schwungrad gerät ins Stocken und kommt nicht mehr in Gang. Nehme ich dann nochmal eine Dosis Medikinet, kann ich auch wieder was tun. Bin ich wirklich müde im Sinne von Akku leer, merke ich das und dann kann ich trotz Medikinet nichts machen und brauche einen Powernap. Mehr Medi hilft da auch nicht und echte Müdigkeit geht damit auch nicht weg. Ich muss also unterscheiden in normale Erschöpfung nach einem produktiven Tag, wieder spürbare Antriebsstörung nach Wirkende und tatsächlich Müdigkeit. Ich hoffe, dass das irgendwie verständlich ausgedrückt war.

Das Blöde ist, dass wir als ADHSler generell ungeduldig sind und die Dosisfindung bei den Medikamenten etwas länger dauert. Es lohnt sich aber nach hinten raus. Lieber jetzt ein paar Wochen langsam an die ideale Dosis rangetastet als ständig hin und her zu pendeln und nicht zu wissen, was denn nun passt.

Was die Müdigkeit betrifft, so meine ich, dass es sich so verhält: tritt sie direkt nach der Einnahme auf, spricht das für eine Unterdosierung. Tritt sie nach Ende der Wirkung auf, ist das ein ganz normales Phänomen. Bleibt sie dauerhaft bestehen, passt die Dosis oder Einnahmezeit nicht so richtig.

Was Kathy zur “berauschenden Wirkung” gesagt hat ist auch gar nicht so falsch. Wenn man zum ersten Mal Stimulanzien nimmt, kann sich das echt seltsam anfühlen. Ich hatte in meiner Honeymoon-Phase auch das Gefühl, wahnsinnig viel zu schaffen. Allerdings hatte ich bei einer zu hohen Dosis auch das Gefühl, dass mir alles zu schnell geht. Ich musste mich in meinen Handlungen extrem bremsen, weil mein Denken nicht hinterher kam. Ich nehme aber Medikinet, was ein anderer Wirkstoff ist. Meine Kernsymptom können auch ganz andere sein als deine und die Wirkung daher unterschiedlich sein.

Ach so, bei Medikinet ist die übliche Einstiegsdosis höher als das, was ich nehme. Meine Tagesdosis ist so hoch wie für mache die Einzeldosis. Das kann man also nicht pauschalisieren. Vielleicht ist deine ideale Dosis 15 mg, so wie hypo vermutet. Kann sein. Das findest du aber auch raus, wenn du jetzt langsam steigerst. Allerdings mit dem positiven Effekt, dass du jede Dosis in ihrer Wirkung kennst und hinterher keine Fragen offen bleiben.

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