Hallo, hier mal ein positiver Bericht über meine ersten 3 Monaten mit der Slinda.Ich war sehr zögerlich ob ich es wagen soll oder nicht. Hatte in einem anderen Thread von @Esiree https://adhs-forum.adxs.org/t/pille-und-methylphenidat/26628/44?u=loglady geschrieben, das ich es lieber lasse aber mich dann - typisch ADHS - doch spontan anders entschieden. ![]()
Die Gründe für die Einnahme sind mein sehr kurzer Zyklus (~21 Tage) mit heftigen Blutungen und prämenstruell PMDS + verstärkte ADHS Symptomen. Also ca. 1 Woche Blutungen, 1 Woche ok, 1 Woche völlig Banane. Mönchspfeffer hat ein klein wenig geholfen. Höhere Dosierung Methylphenidat kurz vor der Mens war eher kontraproduktiv.
Nun nehme ich seit 3 Monaten die Slinda durch, lasse also die 4 Zuckerpillen weg um den Zyklus ganz zu unterdrücken. In den ersten 1,5 Monaten hatte ich regelmäßig Zwischenblutungen die tageweise recht stark waren. Die sind jetzt aber weg.
Nach der Einnahme am Morgen hatte ich nach ein paar Stunden immer einen leicht depressiven Schub der sich zum Nachmittag hin gelegt hat. Seit ich die Pille abends nehme ist das aber völlig ok.
Ich fühle mich eher wie in der ersten Zyklushälfte und relativ stabil mit weniger emotionalen Schwankungen. Kinecteen wirkt auch wie gewohnt. Bin also (bisher) froh es gewagt zu haben.
Es hätte auch anders laufen können und soll daher auch absolut nicht als Empfehlung für Slinda o.ä. verstanden werden! Laut einem Artikel in ADDitude (den ich leider grade nicht finde) macht die Pille bei ADHS bei einigen das Leben deutlich angenehmer während andere damit in einem PMDS-Dauerzustand festhängen. Woran das liegt ist noch nicht klar.
Ich bin allerdings auch schon sehr viele Jahre gut mit der Mirena (Hormonspirale mit Levonorgestrel) klargekommen. Nach der Geburt meines Kindes wollte ich dann irgendwie keine hormonelle Verhütung mehr. Aber dieses ständige Geblute und PMDS-Elend - das ist ja auch kein Zustand! Hoffe also sehr, dass Slinda & ich weiterhin Bestis bleiben ![]()