Planlos.. bitte um Leute die mich vielleicht verstehen oder helfen

Gut die Nachricht kommt bissel spät aber honey tief durchatmen. Alles was du fühlst ist mehr oder weniger normal. Es ist sehr überwältigend wenn du plötzlich das alles kriegst und dir dann nichts und niemand erklärt was das alles hier ist.
Einkaufen verstehe ich vollkommen es ist schrecklich. Also ich liebe Mode aber oh man hasse ich shoppen. Zu viele Menschen, zu viel Lichter und Reize und dieser Stress hier zu gucken da zu gucken, um dann zu unsicher/ zu überfordert zu sein ,um das Teil um das man seit 10min kreist zu kaufen. Der Kaufland ist mein Endgegner.
In unserem Forum gibt es tolle Informationen zu den einzelnen Sachen. Natürlich kannst du dich jetzt erstmal nicht durch alles wühlen und du weißt nicht mal wo du anfangen sollst. Das ist ok. Du wirst jetzt mit der Zeit dich und deine Diagnose besser verstehen. Das Buch ,Die Welt von Frauen und Mädchen mit ADHS und ADS, kann ich dir empfehlen, weil ich finde es gibt eine gute Einführung in das Thema und die Gefühle die du empfindest.
Zum Thema Medikamente: Du nimmst keine richtigen Drogen. ADHS /ADS hat neurologisch betrachtet ein Problem mit den zwei Neurotransmittern Dopamin und Noradrenalin. Das Verhältnis stimmt nicht und es liegt meines Wissens ein Mangel an Dopamin vor. Du kannst dir das am besten von deinem behandelnden Arzt erklären lassen, ich tue es nur vereinfacht und bitte auch die erfahrenen Leute hier mich auch zu korrigieren. Für mich hat die Diagnose mein Leben verändert. Ich verstehe jetzt besser warum ich immer etwas anders war als die andern ,warum das in vielen Bereichen besser ist, warum ich mich leider deutlich mehr anstrengen musste und wie ich es verbessere. Wir sind hier um dir zu helfen, weil wir alle erstmal glaube ich diese Gedanken hatten.

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…Alter Mutti hat den Schuss nicht gehört. Zu Mal du vielleicht nicht die Einzige sein könntest mit der Diagnose… Ich rede aus Erfahrung, weil ich meine Diagnose nur dank meiner jüngeren Schwester bekommen habe. Wir haben ca. 7Jahre Altersunterschied und als meine Schwester diese Diagnose bekam, entdeckten meine Eltern Parallelen und schickten mich zur Diagnose. Here I’m
Auch andere AdHSler die ich kennengelernt habe, haben entweder noch Geschwister oder gar Eltern die betroffenen sind. Es ist aber bis jetzt nur eine persönliche Beobachtung. Dazu muss man sagen, dass ADHS bei Frauen seltener diagnostiziert wird. Das liegt glaube ich an der Sozialisierung, weshalb wir nicht immer die ,typischen/klassischen" Symptome zeigen und die Diagnose noch später erfolgen kann. Deine Reise beginnt jetzt erstmal und es wird besser

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Es ist keine Entschuldigung und ich ergreife keine Partei für deine Mutter oder die Ämter. Was ich sagen will ist, das leider sehr wenige Menschen ,dass auf dem Schirm haben (meine Eltern wussten bis dahin nicht was das ist). Leider ist diese Diagnose leider gesellschaftlich sehr negativ behaftet und wird als Modediagnose betrachtet, weshalb die Ämter sich noch mehr scheuen es überhaupt zu denken. Dazu kommt leider auch der Punkt das du weiblich bist. Frauen können sich sehr gut anpassen und ihr ADHS kaschieren, was uns sehr viel Kraft kostet. Ich bin auch leider so jemand ,obwohl ich bei mir es trotzdem sehr schlecht kaschieren konnte , dass selbst die diagnostizierten ADHS Kinder meinten das ich im Vergleich zu denen ADHHHHHHHs haben müsste. Die Leute waren auch alle männlich. Das hier soll jetzt keine sexistische Einteilung von männlichem und weiblichen ADHS sein und das männliche ist so und so und das weibliche so und so. Das sind die aktuellen Erkenntnisse, dass Frauen mit ADHS andere Symptome äußern und das auch die Hormone einen starken Einfluss auf die ADHS-Symtomatik haben kann. Sprich dir kann es bei niedrigem Östrogen-Spiegel aka auf dem roten Weg etwas schlechter gehen.

Oh man.
Kaufland, Marktkauf… Hass alle Gefühle auf einmal…
Ich bin überfordert mit allen… reizen, Menschen, Töne und Gänge… alles schlimm… ich gehe nur noch rein wenn ich muss. Auch netto oder ähnliches… lass die kassen voll sein…
Unglaublich…
Ja klar ich werde mit ihr reden und versuchen das sie mich versteht… auch wenn es für sie wahrscheinlich zu schnell geht…
Danke für die Antwort

Ich glaube wir sollten mal quatschen!! Du bist und hast wahrscheinlich das gleiche wie ich durch!!

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Hast du vielleicht eine Panikattacke gehabt?

Thema einkaufen: ich habe inzwischen immer Kopfhörer drin mit Lofi Musik.
Ich musste letztens in ein mir unbekanntes Kaufland, das zudem gerade umgebaut wurde. Dank der Kopfhörer hab ich nicht mal gemerkt, dass hinter den Regalen gebohrt wurde :+1:
Ich konnte recht entspannt da durch gehen.

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Ich habe vor kurzem diesen Beitrag zu „minipaniken“ bei adhs gelesen und mich darin sehr wiedergefunden, vielleicht hilft dir das weiter:

Seit ich Medikamente nehme (also ab da wo es dann mit der Dosierung gepasst hat) passiert mir das nicht mehr so oft, aber wenn, dann im Rebound :melting_face:
Da kommen dann wirklich viele Sachen zusammen die ich aber nicht so richtig gemerkt habe vor lauter Stress, werde aber immer angespannter und dann kommt die eine winzige Kleinigkeit die mich zusammenbrechen lässt.

Einerseits sorgen die Medikamente dafür dass ich besser mit Aufgaben/Anforderungen/Umgebungsreizen klarkomme, aber wenn ich nicht auf Ausgleich achte (Bewegung, Zeit für mich, ausreichend und rechtzeitig essen/trinken, das Gehirn auch mal von der Leine lasse) dann springt mich die Überforderung gefühlt so plötzlich von der Seite an :eyes:

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Gute Idee aber ich denke es würde mich verrückter machen…
Ich bekomme immer Panik, Schweißausbrüche, Zitterattacken, Fang an zu stottern und will nur noch raus… das ist generell immer so… überall… schnell rein und raus…
Es sind zu viele Eindrücke gleichzeitig…
Auch irgendwo wo ich warten muss… ich will weg… das es die ganzen Einflüsse und geräuche sind würde mir erst klar bei der Diagnose… ich dachte immer ich komme nicht klar aber als ich darauf achtete… wusste ich es liegt an allem…
Klar bei unserem Kaufland ist es etwas ruhiger in mir… aber bei neuen oder umgebauten will ich gar nicht rein…
Ich war am Wochenende im Kino :flushed:der Horror…die Lautstärke hat mich wahnsinnig gemacht!!
Ich musste raus… mein Bauch hat gekribbelt… es ging nicht… raus könnt ich nicht wegen meinen Mädels… also war ich wieder von allen Einflüssen so erschöpft, das ich eingeschlafen bin…

Noise canceling headphones sind mein persönlicher emotional-support-Gegenstand.
Beim Einkaufen und vor allem im ÖPNV.
Und da ich so große over-ear-Dinger habe quatscht mich auch selten jemand an, was je nach Stimmung/Kapazität für unerwartetes ein angenehmer Nebeneffekt ist.
Nur bei warmem Wetter bin ich aufgeschmissen, da helfen wenigstens die loops gegen zuviel Umgebungslärm.

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Dachte ich auch schon… ich muss genug trinken und essen…
Aber das ist leicht gesagt…

Ja bei zu warmen Wetter bin ich auch auf geschmissen… schön (nicht schön) das ich nicht die einzigste bin…

Ich habe in sämtlichen Taschen und Jacken Notfallsnacks verteilt, Müsliriegel (wichtig im Sommer: ohne Schokolade), Traubenzucker, Bonbons, Trockenobst…hauptsache haltbar und geeignet wenigstens kurzzeitig das Loch im Magen zu stopfen, wenigstens bis es was „richtiges“ gibt.
Zuhause meistens Bananen oder Äpfel, irgendwas was nicht zubereitet werden muss.
Und ansonsten hilft mir oft, einen Wecker zu stellen.
Das habe ich mir angewöhnt weil bei Medikinet ja dazu gegessen werden muss und ich so Essen und zweite Dosis nehmen mit dem Wecker verknüpft hatte, um nicht mittags im Rebound zu landen.
Jetzt nehme ich Ritalin Adult (bzw. ein Generikum) und müsste nicht dazu essen, aber ich merke die appetitmindernde Wirkung viel stärker als bei Medikinet und stelle mir darum trotzdem den Wecker um wenigstens eine Kleinigkeit zu snacken.

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Essen ist auch schwierig bei mir…
Wie ein Kloß im Hals… nur ne Woche bevor ich meine Regel bekomme, dann hab ich nur Hunger…
Es ist sehr schwer immer vorher zu essen…
Vor allem frag ich mich wie viel muss ich essen??

Ich meinte es auch eher mit Fokus auf Noice Canceling, wie Shaka das vorgeschlagen hat.
So große Kopfhörer habe ich aber leider nicht, nur In-Ear und die lassen mir noch zu viel durch, auch wenn es an sich schon sehr gute Produkte sind. Mit Musik sperren sie die Außenwelt halt besser aus.
Mir hilft Lofi generell beim Fokussieren und daher packe ich mir das zusätzlich auf die Ohren.
Aber wenn dir das nicht hilft ist es natürlich nichts für dich! Da ist ja jeder individuell.

So wie es scheint hast du doch schon einen guten Überblick darüber, was dich stresst und Panik/Angst (anxiety passt gut) auslöst. Es ist ok, wenn du das auch so kommunizierst und dir Hilfsmittel nimmst. Es ist doch total ok, auch im Kino Gehörschutz zu tragen. Wenn die Sonne draußen zu hell ist trägt man doch auch eine Sonnenbrille :woman_shrugging:t2:
Du darfst da ruhig etwas selbstbewusster sein und “aus der Reihe tanzen”. Große Kopfhörer sehen zudem auch ziemlich niedlich und/oder cool aus, finde ich :slightly_smiling_face: Und die Loops sind auch ziemlich stylisch.

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Ich werde es auf jeden Fall versuchen… nur ich habe Angst wichtige „Einflüsse“ zu überhören :sweat_smile: aber was du schreibst macht Sinn…
Gut das meine neuen Kopfhörer heute mit der Post gekommen sind :grin: ja klar kann ich es gut einschätzen… ich hab früh lernen müssen was in bestimmten Situationen mir am besten in dem Moment hilft…
nur das ich erst seit 3 Wochen weiß an was es liegt… daher kann ich wirklich anfangen neues auszuprobieren da es ja die Einflüsse sind und nicht ich, die mich fertig gemacht haben (oder machen)

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Hey meine Liebe,
ich kann zwar zum Thema Medikamente nichts sagen, weil ich meinen Medikamentenplan leider nie erhalten habe von meinem Psychiater (andere Geschichte), aber ich wollte dich trotzdem wissen lassen, dass es mir genau so geht.

Ich bin auch erst jetzt mit 32 diagnostiziert worden, sowohl ADHS als auch Autismus. Und es war offensichtlich. In beiden Diagnosen habe ich quasi einen „HighScore“.
Und mich plagen ähnliche Gedanken wie: Na toll, wieso hat das nie einer gesehen? Wieso hab ich so viel Lebenszeit verlieren müssen? Was hätte aus mir werden können, wenn man eher darum gewusst hätte? Wäre ich dann auch so sehr verloren, wie ich es heute bin?
Manchmal fühlt es sich rückblickend so an, als hätte man mir „meine besten Jahre“ (weil jung) gestohlen. Und jetzt kann ich versuchen mit 30 alles aufzuholen und „hinke“ hinterher.

Habe auch Diagnosen von generalisierter Angststörung, Panikattacken über Sozialphobie. Nichts davon hat je wirklich gepasst. Ich glaube heute auch, dass ich keine Panikattacken habe sondern Meltdowns. Das würde erklären weshalb Konfrontationstherapien alles schlimmer statt besser gemacht haben. Heute meide ich diese Auslöser und es geht mir besser. Hab 13 Therapien hinter mir, nichts hat was gebracht. Werde als Therapieresistent abgestempelt.

Auch beim Thema Medikamente fühlt es sich für mich genau so an: Na toll. Ich krieg mein Leben also ohne Drogen nicht auf die Reihe. Prima. Ganz große Klasse.

Natürlich ist das quatsch. Trotzdem fühle ich dieses Gefühl!

Du bist also damit nicht alleine.

Ich denke fürs erste ist es wichtig sich in Aktzeptanz zu üben. Über das was war, die verlorene Zeit und Chancen und dann das hinnehmen, dass es nun eben so ist.
Danach kann man lösungsorientiert nach vorne blicken.

Dennoch: Ich fühle mit dir. Du bist nicht allein.
Ich wünsch dir viel Kraft :two_hearts:

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Hi, ich hab die Diagnostik im letzten halben Jahr gemacht, rausgekommen ist bei mir auch ADHS+Autismus. Habe auch heute zum ersten Mal die Medikamente genommen - kann noch nicht sagen, ob es wirklich DIE Lösung ist, aber gefühlt suche ich weniger nach Worten und bin ein bisschen weniger zerstreut und ablenkbar.

Nur Tablette nehmen und alles gut wird nicht funktionieren. Mir hilft z.B. sich über generelle Tipps für den Alltag zu informieren, Achtsamkeitstraining und im September/Oktober werde ich eine Verhaltenstherapie starten. Aber auch die Beratung durch eine zugewandte und kompetente Psychiaterin hat geholfen. Und positiver Nebeneffekt - durch die Untersuchungen im Vorfeld der ADHS-Medikamentation weiß ich, das körperlich im Großen und Ganzen alles OK ist, wo ich Arzt-Muffel doch sonst nie zum Arzt gehe.

Wenn es irgendwie geht, würde ich das Umfeld einbeziehen und erklären, was du da so erlebst.

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Medikamente können als Drogen mißbraucht werden, du bekommst Medikamente ärztlich verschrieben und nimmst sie ordnungsgemäß ein. Medikenet beruhigt dich, gratuliere, dass ist nicht bei allen Adhslern so. Man kann schon durchaus sagen wenn ein Stimulatium dich beruhigt, dann wurde deine Diagnose pharmakologisch gesichert.
Stell dir vor du hast Adhs und verträgst die Medikamente nicht.

Ich kriege das kotzen wenn Radio läuft und schon wieder ein depri Song kommt wie so ne Scheiß wie ,If you really Love … you let Go":nauseated_face:. Will keinen Musikgeschmack beleidigen nur kriegt man mich mit sowas ganz schnell weg. Ich habe das Gefühl ,dass diese Emotionen von solchen Songs auf mich übertragen werden und ich die irgendwie dann mitfühle und gar keinen Bock darauf habe. Und ich schwöre ich könnte schon den ganzen Kaufland niederbrennen, wenn das beschießene Radio selbst meine noise canceling Kopfhörer schaft zu übertönen.
Oder wenn bei mir auf der Arbeit Mal wieder irgendeine Kuh liebeskummer hat und der ganze Saal mit Deprimusik mitkriegt. So bei aller Empathie ich muss aber auch arbeiten

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Also falls es dich tröstet. Ich bin der Grinch für Sommer. Ich mag zwar Sonne aber alles über 25°C ist schon meine persönliche Hölle. Seit das alles hier so warm ist in Deutschland hasse ich Sommer und bin für jeden Regentag dankbar.

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