Ritalin adult plus Atomoxetin, wie dosieren?

Hey zusammen,

nachdem bei mir neben ADHS nun auch Autismus diagnostiziert worden ist, haben wir wieder an meiner Medikation gedreht, da sie nie richtig angeschlagen hat.

Von zuletzt Medikinet adult 20-10-0 bin ich nun auf Ritalin adult 10-(10)-0 und Atomoxetin 18 mg gewechselt.

Die Kombi nehme ich nun seit 5 Tagen.

Das Ritalin ist ja deutlich niedriger dosiert, als es vorher mit Medikinet der Fall war. Ich habe die Option noch die 20 mg aus der Apotheke zu holen, das Rezept läuft aber morgen ab :confused:

Ich habe es einen Tag mit 20 mg probiert und mich nicht wohl gefühlt (schwummerig), nun weiß ich nicht, ob ich dennoch das Rezept einlösen soll.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich nur Nebenwirkungen und keine Wirkung habe und verzweifle gerade wieder.

Habe Kopfschmerzen, öfter mal schwummerig und unruhig.

Das Atomoxetin braucht ja eine Weile bis zur Wirkung.

Nun wäre meine Frage, was ihr machen würdet.

Hat eventuell schon jemand auf diese Kombi eingestellt und kann mir sagen, wann die Kopfschmerzen besser wurden oder welche Theorie ihr dazu habt?

Macht es das Atomoxetin oder bin ich unterdosiert. Ich weiß es nicht :confused:

Danke euch!!!

Hast Du das Atomoxetin gar nicht erstmal langsam eingeschlichen?

Es gibt doch 10 mg Kapseln..,

Und wenn man Atomoxetin dazu nimmt, wird das MPH natürlich auch reduziert. Man sollte erstmal so etwa die Hälfte nehmen.

Und das Atomoxetin wird auch nur quasi halb so viel genommen wie normalerweise.

Da muss man sich dann jeweils langsam herantasten.

Nimmst Du Medikinet oder Ritalin?

Medikinet hat den Vorteil, dass es 5 mg Kapseln gibt. Ritalin hat das nicht.

Insofern könntest Du probeweise 10 mg - 05 mg Medikinet Retard nehmen.

Wenn dann alles nicht sofort ganz toll ist, sollte man sich gut überlegen, was man ändert und wo man besser erstmal abwartet.

Man muss wissen, dass man das Atomoxetin schön langsam aufbauen sollte, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Und auch, um zu vermeiden, dass man mit der Dosis nicht über das Ziel hinaus schießt.

Mein Sohn war 4-6 Wochen nach Erreichen der Zieldosis auf einmal überdosiert. Der Arzt ist da gar nicht drauf gekommen. Ich auch nicht. Aber ich bin ja nun auch kein Arzt…

Also man muss wohl gerade in dem Bereich, der die Zieldosis sein könnte, vorsichtig und geduldig sein und darf nicht zu hoch gehen. Denn wenn der Pegel zu hoch ist, geht er auch nicht durch komplettes Weglassen sofort runter. Und man soll solche Medikamente ja auch nicht plötzlich weglassen, sondern allmählich wieder runterdosieren.

Wöchentlich in 10 mg Schritten rauf und genauso wieder runter, sagte der unseres Sohnes damals…

Also wie gesagt, ich bin kein Arzt - besprich es mit eurem Arzt… vielleicht kann er sich ja mal umhören…

Kombinationstherapie ist nicht so einfach, da muss man viel auf Sicht fahren und am besten öftere Termine machen, ggf Telefontermine oder Email-Rücksprache vereinbaren.

Alle 6 oder 8 Wochen ist zu lange.

Ich wusste nicht, dass es Atomoxetin in 10 mg gibt. Der Arzt meinte, wir fangen niedrig an und hat die 18 mg verschrieben. In 3 Wochen soll ich dann entscheiden, ob ich auf 25 mg gehe oder direkt 36 mg.

Im gleichen Atemzug haben wir von Medikinet adult auf Ritalin adult umgestellt, da für mich das mit dem Essen bei Medikinet immer sehr stressig war.

Dementsprechend sind es aktuell dann 10 mg Ritalin morgens, fakultativ 10 mg Ritalin nachmittags (oder ich darf auch mein unretardiertes Medikinet 5 mg nehmen) und dazu Atomoxetin 18 mg.

Damit halt derzeit leider nur Nebenwirkungen :frowning:

Hier unser steiniger Weg damals:

Wir haben später dann den Arzt gewechselt, weil der erste Arzt grundsätzlich keine echte Kombinationstherapie begleiten wollte.

Ich bedauere sehr, dass das damals so gelaufen ist.

Aber mein Sohn ist wirklich mit seinem AuDHS ein ganz klarer Fall, der von der Kombination von Stimulanzien plus Atomoxetin/Stattera bzw Intuniv/Guanfacin sehr profitiert.

Dankeschön :slight_smile:

Ja, wegen meines AuDHS ist die Situation offensichtlich auch noch verzwickter. Guanfacin würde meine Kasse auch sogar übernehmen, das wäre mein nächster Versuch. Der Arzt sagte noch was von Memantin.

Gibt es zwischen dem Originalpräparat und den Generika auch Berichte von Wirkdifferenzen, das muss ich mal recherchieren. Ich habe eineGenerikum von Strattera.

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Hier ist noch ein Thread dazu

Danke dir!

Ich wundere mich jetzt echt, dass ich nicht noch niedriger eindosiert werde. Meinem Arzt ist ja bekannt, dass ich in einem sehr schmalen Fenster auf die Medikamente reagiere und die Schwellen von „es wirkt etwas“ zu „ich bin überdosiert“ sehr nah aneinander liegen.

Ach meno :confused:

Ich hoffe dann mal einfach, dass das nun irgendwie hinhaut. :frowning: Bei einem Termin in 2 Monaten bleibt mir nichts anderes.

Du solltest in der Praxis melden, dass das so nicht gut ist.

Ich wundere mich immer, dass die Ärzte das nie explizit sagen, dass man sich melden soll, wenn etwas unangenehm ist.

Meiner Meinung nach sollte man das aber tun und ich habe damit immer gute Erfahrungen gemacht.

Wenn Du mailst, dann kann der Arzt Dir ggf auch kurz eine Mail zurück schreiben mit der neuen Dosierung und macht ein Rezept fertig, falls es nötig ist. Dann musst Du nur noch das Rezept abholen und alles ist gut. Hoffentlich.

Es kann auch sein, dass der Arzt Dich rückruft, wenn er es nochmal genauer wissen will oder etwas erklären will.

Für den Fall solltest Du Deine Handy Nummer abgeben und evtl Zeiten, wann Du gut oder gar nicht erreichbar bist.

Natürlich immer schön freundlich… :wink: und bissl entschuldigen und vorab danken und so…