Hättest du da eventuell konkrete Städte bzw. Wohnheime die du mir oder uns nennen könntest? Wäre für mich interessant zu wissen. Vielleicht liegt ja was in der Nähe. Ein Uniwechsel wäre nämlich kein Problem
Also Kiel (bietet auch Jura an) ist allgemein ne Studistadt. Da gibt es einige Wohnheime, die vom Studentenwerk (edit: hab selber EOH gelebt, wie gesagt, n paar Mängel, aber war ganz lustig . Und zum Thema küche: wenn so viele Leute die nutzen wird es natürlich dreckig. Da haben wir uns einfach einmal im Semester zum grundreinigen getroffen und auch da ist Kommunikation der hit) selber sind gut, gib n paar private, zbvv hat wie gesagt welche und man kann den Wohnberechtigungsschein als studi beantragen.
Cottbus-Senftenberg bietet glaube auch irgendwas mit Recht an, ist allgemein günstiger, in Senftenberg gibt es auf jeden Fall Wohnheime und Studi-Mirtverträge
Hamburg geht auch, ist halt allgemein teurer, aber die Wohnheime die ich kenne, sind zumindest ordentlich.
Rostock kann ich die Wohnheime nicht beurteilen, aber da kann man zumindest bezahlen Wohnraum finden.
Mehr fällt mir jetzt gerade tatsächlich nicht ein, aber wenn die Uni und ihr Ruf nicht so wichtig ist, dann einfach mal die kleineren Uni-Städte abklappern, da ist es ja tendenziell etwas günstiger.
Oje @RuheImKopf , auch so etwas habe ich bereits vermutet seit ich hier in Deinem Thema mitgelesen habe, und ganz ehrlich, dass tut mir extrem leid für Dich, denn das heisst, dass Du definitiv nicht in einem glücklichen Elternhaus lebst. ![]()
Und doch erscheinst Du mir persönlich wirklich sehr reflektiert, und das wahrscheinlich auch vor allem damit zu tun hat, dass Du in Wahrheit sehr oft mit Deinen Gedanken und Gefühlen allein gewesen bist.
Jedenfalls, falls möglich, denke ich trotz alldem, dass es das beste für Dich und Deine Mutter wäre, wenn ihr gemeinsam einen Weg finden könntet, damit ihr weniger Stress in eurer Beziehung habt.
Nur wie könnte das aussehen?, hast Du eine Idee?.
Ich weiss nicht ob man von seinem erwachsenen Kind dieselbe Gesamtverantwortung fordern kann wie beispielweise von seinem Partner?
Ich würde sagen eher nicht.
Auch wenn der Sohn schon 20 ist, ist er eben dennoch das Kind und nicht gleichberechtigter WG-Partner. Oder überhaupt Partner.
Ich finde es gut, dass du @RuheImKopf mithilfst und auch nach Aufgaben fragst.
Mir würde das genügen. Im Prinzip.
ABER:
Ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern und ich merke manchmal, dass ich von meinem grossen Sohn auch Dinge erwarte, die eigentlich an die Adresse des Vaters gehörten. Bei uns ist das noch schlimmer, da mein Sohn erst elf ist… Ich arbeite natürlich daran. Das ist aber gerade in Überforderungssituationen nicht so leicht… Mist ist das.
Vielleicht ist das bei euch ähnlich?
Wie hilft denn dein Vater mit?
Denkt er so mit wie deine Mutter es bräuchte?
Trägt er die Verantwortung für anfallende Tätigkeit ebenso wie deine Mutter?
Falls nein, sollte deine Mutter das doch besser mit deinem Vater klären und nicht mit dir.
Die Beziehung ist quasi nicht existent, die beiden verachten sich gegenseitig. Es gibt ja nichtmal so viel zu tun im Haushalt, wir haben sogar jemanddn engagiert der einmal wöchentlich das Haus sauber hält. Je mehr ich darüber nachdenke desto blöder kommt mir das eigentlich alles vor. Wie @anon78052902 schon gesagt hat verlangt meine Mutter anscheinend das ich ihre Gedanken lesen kann und ihr von alleine Hilfe anbiete bei Sachen, von denen ich faktisch nicht wissen kann das sie existieren oder Hilfe benötigen. Mein Vater kümmert sich primär ums kochen und arbeitet halt sehr viel. Im Haushalt macht er aber quasi nichts
Auszug und Trennung meiner Eltern
Wird aber nie passieren
Auszug schon! ![]()
Dann benutzt dich deine Mutter. Als Partnerersatz in Bezug auf die Verantwortung für die Aufgaben und um dich anzumotzen.
Ich würde sagen: Versuch es nicht mehr so nah an dich ran zu lassen. Du wirst es ihr nicht recht machen können.
Verteilt entweder klare Aufgabenbereiche, oder mach ihr klar, dass sie dir sagen muss wenn du was tun sollst.
Das was du tatsächlich selbst siehst kannst du ja wie bisher erledigen.
Ich finde das reicht.
Und dann schau, dass du ausziehst sobald es irgendwie möglich ist.
Ach Herrje, Du armer @RuheImKopf . ![]()
Weisst Du was?, also ich persönlich bin wirklich extrem stolz darauf wie stark Du bist. ![]()
Und ausserdem darauf, dass Du Deine Eltern trotz allem liebst, was nicht selbstverständlich ist. ![]()
Und ich bin sehr stolz auf Dich, weil Du nach einer Lösung suchst, um die sich „eigentlich“ Deine Eltern kümmern müssten, denn schliesslich sind die beiden Deine Eltern, und Du das Kind. ![]()
Aber Du wirst Deinen eigenen Weg finden, und ich glaube auch das Du Deinen eigenen Weg finden wirst, und das Du noch sehr viel positives in Deinem Leben erfahren wirst, denn Du hast ein gutes Herz.
![]()
Danke für die lieben Worte, ich weiß das zu schätzen ![]()
Lieber @RuheImKopf , von Herzen gerne. ![]()
Ich frage jetzt bewusst mal bisschen doof: Ist es denn dann dein richtiger Studiengang?
Was ich meine: Ich habe jetzt auch keinen kreativen Beruf, wollte ich auch nicht. Aber einen, in dem man sehr selbständig arbeiten kann/muss (Sowohl als Angestellter, als auch als Selbständiger). Ich bin sehr frei und flexibel was meine Arbeitszeiten betrifft. Genau das war mir auch wichtig, weil ich niemals so einen 9-5 Bürojob wollte, und jetzt arbeite ich auch viel draußen, für mich persönlich perfekt.
Ich habe also für mich einen Job gefunden, der flexibel ist, bei dem ich auch mal rum komme, ich sehr eigenständig arbeiten kann, und der sehr praktisch ist. Genau das, was ich wollte.
Wieso hast du Jura angefangen, also was war die Motivation? Was hält dich dort?
- Mein ADHS ist ein Motor, der mich niemals aufgeben lässt. Ich bleibe dran, wenn ich was angefangen habe (von ADHS Hobbys mal abgesehen
), aber ich lasse mich nicht leicht vom Weg abbringen oder entmutigen. Aufgeben gibt´s nicht. - Ich mag und schätze sehr das „Anders denken“. Thinking-out-of-the-Box. Es gibt so ein Meme, da laufen die Protagonisten von Peaky Blinders (Serie) ganz entspannt weg, während hinter ihnen ein Haus explodiert, und die Überschrift ist sinngemäß „Wenn alles andere Versagt hat und es Zeit für die ADHSler ist“. Soll heißen, neurotypisches Denken ist oft in starren Normen, neurodivergente eröffnen nochmal ganz neue Wege, Ideen und Lösungsansätze. Das ist mir persönlich schon sehr oft aufgefallen (ich habe ein sehr neurodivergentes Umfeld, lustigerweise auch im Studium super viele mit ADHS), wir finden irgendwie immer eine Lösung, oft eben auf unkonventionellen Wegen aber es funktioniert.
- Das ist jetzt meine persönliche „Superkraft“ und ich weiß nicht ob es direkt mit ADHS zusammenhängt, aber ich habe anscheinend eine so gute Beobachtungsgabe, dass ich super schnelle Reflexe habe. Ich hab meine Hand schon da, bevor das Glas überhaupt richtig fällt. Ich schiebe jemanden zur Seite, weil ich schon „sehe“ bevor es wirklich passiert, dass gleich keine Ahnung irgendwas auf die Person zurollt oder so. Solche Sachen. Dafür ernte ich immer wieder erstaune Blicke.
- Ich liebe meine Fantasie. Ich bin der gemischte ADHS-Typ, also impulsiv-hyperaktiv und unaufmerksam. Ich habe schon als Kind sehr komplexe Fantasiewelten in meinem Kopf gebaut und kann bewusst Tagträumen. Das ist für mich Entspannung. Wenn ich mal Pause vom lernen machen will, lehne ich mich zurück und drifte bewusst ab. Ich kann mich aber genauso bewusst wieder zurück holen. Viele ADHSler vom Typ unaufmerksam haben eine sehr ausgeprägte Fantasie und Träumen viel Tags.
- Ich habe von vielen ADHSlern gehört, dass sie einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben und sehr Hilfsbereit sind. Sehe ich auch bei mir. Ich möchte immer helfen und bin als erstes zur Stelle, wenns brennt. Ich versuche, eine Lösung für Probleme zu finden. Ungerechte Behandlungen kann ich kaum ertragen und bin dann sehr mitfühlend (zB gerade was Tiere betrifft, deswegen esse ich keine).
- Wenn die Motivation mal da ist, bin ich sehr schnell im Denken und sehr Leistungsfähig. Gerade wenn man mal wieder einen Hyperfokus hat, kann ich stundenlang darin versinken. Ja, das ist auch anstrengend. Aber oft kann ich es auch zu meinem Vorteil nutzen beim lernen bspw. Wenn ich dann mal angefangen habe, bleibe ich dran, ja sogar bei Themen die mich nicht interessieren. Das einzige Problem sind oft die Start Schwierigkeiten

@RuheImKopf
Zunächst einmal möchte klarstellen, dass ich eure Situation gar nicht beurteilen will und mir ist bewusst, dass man mit 20 Jahren noch ganz am Anfang seiner eigenen Entwicklung steht. Ebenso ist es grundsätzlich immer so, dass man dazu neigt seine eigenen schlechten Erfahrungen z.B. durch Familienmitglieder oder Arbeitskollegen mit spärlichen Informationen z.B. aus dem Selbsthilfeforum zu vermischen und völlig überzubewerten.
Das mit den Aufbewahrungssystemen/Möbeln war auch nur ein Beispiel.
Es geht einfach darum, Aufgaben zu erkennen, auch wenn sie sich einem nicht direkt aufdrängen.
Ich glaube auch, dass das, was Pippilotta einbrachte, ein sehr wichtiger Aspekt ist. Deine Mutter muss wahrscheinlich viel Verantwortung tragen und wünscht sich Entlastung. So ähnlich geht es mir im Moment auch. Wer hilft deiner Mutter, die dir die ADHS vielleicht sogar vererbt hat?
Damit könntest du recht haben, jedenfalls haben wir unterschiedliche Auffassungen darüber, was genau Prokrastination eigentlich sein soll.
Vor kurzen haben ich mir ein paar Beiträge einer sehr umstrittenen Psychologin aus den USA angehört, mit deren Ansichten ich nicht einverstanden bin, aber ich glaube sie erkennt sehr gut worin die Probleme aktueller Narrative bestehen.
Es geht um die Frage, was ist der Unterschied zwischen Problemen der exekutiven Funktionen, Aufgaben zu vermasseln, nicht anzugehen, Dinge zu übersehen oder etwas Aufzuschieben, weil es zu viel Energie kosten würde und fehlender Gewissenhaftigkeit -einem Persönlichkeitsmerkmal.
Ich glaube, der große Unterschied liegt darin, dass jemand, der ein Prokrastinationsproblem im Gegensatz zu jemanden, dem es an Gewissenhaftigkeit fehlt, bereit ist Verantwortung zu übernehmen, aber sie aufgrund kognitiver Herausforderungen nicht immer ganz gut hinbekommt.
Jemand dem es an Gewissenhaftigkeit fehlt, wird sagen: Dafür bin ich nicht zuständig usw.
Wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, fällt mir auf, dass besonders viele Leute mit Wesenszügen einer ADHS in Kranken- und Pflegeberufen arbeiten oder selbstständig sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in diesen Berufen bestehen könnten, wenn sie nicht bereit wären Verantwortung zu übernehmen und gewissenhaft zu sein oder „Baustellen“ nicht sehen würden.
Ist es nicht sinnvoll zu differenzieren, allein schon deshalb um zu wissen, wo jemand noch Potential hat sich weiter zu entwickeln und wo tatsächlich die Grenzen der Möglichkeiten erreicht worden sind?
Was denkst du darüber?
Gute Frage die ich mir selber des Öfteren gestellt habe. Angefangen habe ich weil mich die Materie eigentlich wirklich interessiert. Man kann mit beiden Staatsexamen quasi jeden Beruf ausüben und muss ja nicht als Anwalt, Staatsanwalt oder Richter tätig werden. Grundsätzlich habe ich da auch Spaß dran, bearbeiten von Fällen, Sachverhalten etc. nur spielt sich das eben ohne eigene kreative Ideen oder eigenständiges Denken ab sondern nach den Meinungen von der Literatur und Rechtsprechung.
Gleichzeitig habe ich aber ne massive Interessensverschiebung. Ich finde jede Woche ein neues ultra spannendes Thema für mich und vertiefe mich dann darin, fast ausschließlich auch weit abseits der Rechtswissenschaft. Das hat zur Folge das ich regelmäßig Jurist, Neurowissenschaftler, Unfallchirurg, Psychologe, Informatiker, Soziologe, Schachgroßmeister, ultraläufer, Mathematiker, Selbstständiger Unternehmer etc etc etc werden „will“. Mal „jage“ ich die große Karriere und will bei den großen Deals dabei sein als Partner in einer Großkanzlei, am anderen Tag denke ich mir, „hmmm“ der Lehrerberuf könnte auch gut zu mir passen!
Ist irgendwie schwierig und ich weiß garnicht wie ich das bewältigt kriegen soll. Ich habe auch schon überlegt einfach in ein 2 Fächer Bachelor zu wechseln um mehrere Interessen gleichzeitig abzudecken
Danke, Jajoov. Das sind viele wichtige weitere Impulse. Eine andere Perspektive gleicht sicher oft die Schwächen eines Selbsthilfeforums etwas aus und die Risiken, dass es in bestimmten Phasen überwertig wird.
Gleichzeitig sind es vielleicht schon etwas (zu) viele Impulse? Denn in der Lebensphase ist es eben gerade „dran“, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern und Weichen zu stellen, eine Richtung zu suchen usw. Das ist m.E. genug Programm.
Wenn man dann noch eine Weitwinkelperspektive haben will auf den gesamten Haushalt, die Mutter, die Ehe der Eltern usw. Und dass auch die Mutter ggf. mit ADHS, Menopause und Sorge vor Empty Nest-Syndrom kämpft, dann landet man schnell bei Parentifizierung und Rollenumkehr. So jedenfalls meine Erfahrung. Das schließt nicht aus, dass man das ab und an „auch“ sehen soll, insb. wo es Konflikte entspannt.
Soweit ich den zweiten Teil Deines Beitrags verstehe, dockt das da vielleicht sogar an: Ich empfinde die Reizoffenheit eher so, dass man „zu viel“ sieht - zu viel an möglicher Verantwortlichkeit, Aufgaben und Handlungsoptionen. Und gerade deshalb dann im Ergebnis - vermeintlich oder real - weniger angehen und anfassen kann. Als würde der Blick eine volle Spüle wahrnehmen, aber nicht mehr einzelne, anfassbare Teller.
Insofern hilft jede Stimme im Chor, aber die Situation eines Paares ist dann ggf. doch im Detail anders als die von Eltern und Kindern. Nur mein Eindruck.
Ich helfe ja meiner Mutter täglich und bei jeglichen Situationen. Auch wie gesagt von selbst und alleine. Ich übernehme bereits Verantwortung , sehe es aber nicht ein, Verantwortungen zu übernehmen für Situationen in denen das einfach nicht möglich ist. Klar übersehe ich gelegentlich manche Dinge , aber das ist menschlich und vor allem mit ADHS kann es häufiger vorkommen. Ich sehe es jedoch nicht ein, mich degradieren zu lassen für Sachen die einfach utopisch sind. Du kannst mir nicht erzählen , dass du mit dem Gedankengang „Es gibt eine 4% Wahrscheinlichkeit, dass der Apfelbaumast abgeknickt ist. Ich gehe gleich in den Garten und gucke explizit nach“ durch den Tag gehst. Und allein solche Situationen sind es , die häufig vorkommen und mich stören , weil das einfach unfair ist. In keinem Paralleluniversum hat irgendein Mensch solch einen Gedankengang.
Dabei ist es meiner Meinung nach egal, ob es jetzt die Mutter/Vater oder Partner/Partnerin oder irgendein anderer Mensch ist.
Ich möchte lösen: Die Gemeinsamkeit ist Dopamin.
Das sind - nicht nur „für Dein Alter“ - beeindruckende (Selbst-) Beobachtungsskills. Vielleicht war dafür Dein (bisheriges) Umfeld auch notgedrungen ein gutes Trainingsfeld.
Ab und zu kann evtl. Cal Newport etwas zum Ausgleich helfen, nach meiner Erfahrung. Auch wenn „uns“ das vom Konzept total gegen den Strich geht: Der wirbt ja für deep work und für „Be so good they can’t ignore you“. Also dafür, in einem Bereich oder ggf. an einer Schnittstelle so gut zu werden, dass man a) nicht ignoriert werden kann und b) im Lebenslängsschnitt vielleicht auch die eine oder andere ADHS-Marotte mehr vergeben wird. Weil man unverzichtbar ist. Das wird spannend und versatile genug in KI-Zeiten. Der offene Blick der Neurodiversen kann da vielleicht die Rettung sein, sagt zB auch der umstrittene Palantir-Boss.
Ich räume ein, dass „Stärken stärken statt Schwächen bekämpfen“ auch Charme hat. Fokussierung und Qualität zu trainieren sind aber immer noch eine verdammt gute Absicherung. Das geht nicht in 11 Feldern parallel. Vor allem dann nicht, wenn man dann noch im Pendelblick den heimischen Garten nach Ästen absuchen will oder soll. Und auch Unternehmer, die Ultra-Schachboxing-Challenges veranstalten, brauchen (aktuell noch) Juristen. Will sagen: Stick to your guns.
Cal Newport kenne ich und respektiere ich sehr
Das Problem ist nicht, dass ich ( vor allem mit Elvanse gar kein Problem mehr) keinen Fokus habe sondern einfach, dass ich meinen Hyperfokus nicht kontrollieren kann ( oder ist es das selbe?
) Ich verspüre wirklich starkes Interesse für die verschiedensten Themenfelder. Es fühlt sich so an , ohne abgehoben klingen zu wollen, als könnte ich in fast jedem Studiengang großen Erfolg haben und das ist schon verwirrend. Im Endeffekt muss Ich aber natürlich auch was zu ende durchziehen und kann nicht 20 Sachen gleichzeitig studieren
Es kann jedenfalls zu denselben Ergebnissen führen. Buridans hochbegabter Esel wäre evtl. nicht verhungert, wenn er eine Karotte gefunden hätte, die ihn mehr begeistert hätte als die Vielzahl der Heuhaufen, in denen er vermutlich eine Stecknadel suchte.
Du wirst das schon alles gut machen. Bin sicher.
Ich glaube, das ist der einzige Grund, warum ich aktuell noch einen Job habe und warum mein Arbeitgeber so flexibel war, als es mich zerlegt hat. Mein Eindruck war, dass die sich dort gedacht haben „besser, sie kommt einmal die Woche und beantwortet Fragen und andere arbeiten das dann ab/werden von ihr trainiert, als garnichtmehr und wir müssen erstmal im Trüben stochern, bis wir jemanden finden, der sie ersetzt/bis sich jemand von uns in all das eingearbeitet hat“.
(Das ist mir aber auch erst vor kurzem klar geworden, ich wundere mich seit einem halben Jahr, warum mir noch niemand gekündigt hat. Hier sind schon öfter Leute wegen mangelnder Leistung rausgeflogen und ich bin grade echt nicht leistungsfähig. Ich habe nur einen Kopf voll Wissen und Ideen, das lässt sich ja nicht abstellen.)