Unfähigkeit eigenständig hilfe zu "sehen"?

Vielleicht kann das dann eine echte Stärke von Selbsthilfe-Foren sein, bei all ihren Schwächen und Risiken. Das würde dann ja auch dem nachvollziehbaren Wunsch Rechnung tragen, dass wir den Blick auch auf das Potential lenken und nicht nur Defizite beklagen.

Ich finde zB extrem interessant, was dazu beiträgt, dass man in dieser Weise unverzichtbar wird oder wurde - und was davon wiederum zum Zerlegen mitursächlich war. Huhn und Ei auf demselben Teller.

Hätte man das überhaupt chirurgisch trennen können - und wenn ja wann und wie? Das sagt uns Cal Newport noch nicht, glaube ich. Vielleicht könnte es seine Mutter sagen, im empty Newport-Nest in der Menopause.

Nächte am Schreibtisch, selbst motiviert und hyperfokussiert, machen „so good they can’t ignore you“, bis man selbst nicht mehr ignorieren kann, dass es „so nicht mehr geht“ oder nicht mehr so weiter.

Wie auch immer. Ich nehme besser wieder meine eigene Konfusion (Super Nickname, übrigens) und sorge für Ruhe in meinem Kopf. Danke übrigens für diesen Thread! Ich habe erst nach dem Tod meiner Mutter und meiner Patentante Briefe gefunden, in denen beschrieben wurde, welche Äste im Garten ich alle ignoriert habe, während ich studiert habe… Ich fühle mich gerade weniger allein damit. Danke Euch allen deshalb.

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Das halte ich in meinem Fall für fast ausgeschlossen. Ich arbeite mich sehr schnell und sehr gerne in neue Themenbereiche ein, auch oft sehr tief und gründlich - und ich kann den Mund nicht halten, wenn ich ein Problem oder eine Optimierungsmöglichkeit sehe.

Das hat dazu geführt, dass ich Verantwortungsbereiche und Fachwissen gesammelt habe, wie andere Leute Pokemonkarten - aber zu dem Wissen und der Verantwortung sind immer mehr Koordinierungsaufgaben hinzu gekommen (in denen ich absolut furchtbar bin), immer mehr mäßig sinnvolle, aber notwendige Bürokratie und immer mehr Leute, die, wenn sie ihren Job nicht gemacht hatten oder nicht machen wollten, das auf mich schieben wollten (hat nie geklappt, ich weiß normalerweise was ich gemacht habe, warum ich es gemacht habe und habe alles dokumentiert, d.h. „diese Information habe ich nicht erhalten, ich kann die Arbeit nicht machen“ zieht nicht, weil ich dann mit der Email mit allen Infos von vor drei Monaten ankomme - das Verteidigen hat aber unglaublich viel Energie gefressen).

Dazu kam dann noch die Arbeit in einem Großraumbüro - ich kann Sinnenseindrücke (von allen Sinnen) nicht ausblenden, war also die ganze Zeit am Kämpfen bzgl. Konzentration.

Und naja, dann ging es mir immer schlechter, bis mein Mann mich irgendwann zum Arzt statt zur Arbeit gefahren hat.

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„Such das Signal Deiner Karotte. Meide Noise des Großraumbüros.“ Das wäre mein zweiter Vorschlag für unseren Merch-Shop! Ginge auch als Wand-Tattoo in einer Neurodiversen-WG.

(NRW hat übrigens eine besondere Situation dieses Jahr, weil von G8 auf G9 umgestellt wird. Vielleicht hat das auch Auswirkungen auf den WG- und Wohnungsmarkt. Nur ein Gedanke. Aber vielleicht haben Mutter und Sohn auch noch was voneinander zu lernen gerade. Das wissen sie wohl selbst am besten. Spätestens im Rückblick. Irgendwas hat sie mit Dir ja sehr richtig gemacht, @RuheImKopf. Vielleicht sollte ihr das auch mal jemand sagen. Vielleicht führt zB eigene Rejection Sensitivity auch dazu, dass man eine Diagnose des Sohns im Erwachsenenalter als Vorwurf an sich selbst auffasst und sie deshalb abwehren muss. Aber das ist ein anderer Heuhaufen.)

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Bist du im psychologischen Bereich tätig?:melting_face: Das macht sie auch bzw denkt ich würde ihr Vorwürfe machen obwohl ich das garnicht tue und auch nicht die Absicht dazu habe. Wenn ich zb einfach über die Diagnose sprechen möchte und Kindheitssymptome aufzeige um Verständnis zu erzeugen wertet sie das als Anschuldigung. Naja was solls , ich gebe weiterhin mein Bestes :grinning_face_with_smiling_eyes: .

Ein Glück das ich alle Ästeverbrecher hier versammeln konnte :joy:

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Die müssen alle verteidigt werden! Also Hyperfokus auf Jura und mein Kompliment, unbekannterweise, an Deine Mutter. (Reverse Engineering vom Sohn-Ergebnis aus. So good we can’t ignore her deep work.)

Volle Kraft voraus.

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Danke für die lieben Worte :smiling_face_with_three_hearts: , mein hyperfokus liegt aber grade auf Buridans Esel und der Karotte, danke dafür :sweat_smile:

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Hilfe! Das ist „Buridan 20.26“. Kenne ich. Der Esel ging nur kurz online, um in einem Forum nachzulesen, welchen von den beiden Haufen er fressen soll. Man hat ihn danach nicht mehr im Karottenbeet gesehen! Wurde er von einem Ast erschlagen? Wurden gar mittäterschaftlich Beweismittel vom Tatort weggetragen? Oder war es nur Beihilfe, weil eine Person erst angestiftet werden musste? Fragen über Fragen. Leben - die ganz große Übung, bei der man nie scheinfrei wird.

Zum Glück hat mein sehr cooler Anwalt dank seiner Lebenserfahrung eigenständig gesehen, dass er besser mal einen guten Haftungsausschluss aufsetzen sollte.

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Meine Lieben hier alle, wo euch hier im Thema von @RuheImKopf so wunderbar an der Diskussion beteiligt, ich möchte euch allen danken, denn ihr seid wirklich alle sehr liebenswerte und sehr wertvolle Menschen, dass wollte ich nur kurz sagen.

Und mein Lieber @Jajoov, vielen herzlichen Dank für Deine Rückmeldung, und sehr gerne werde ich Dir antworten.

Nur bitte ich vorerst ein bisschen um Geduld, da ich gerade eben noch dabei bin, um in meiner Bude „auszumisten“, da ich bald umziehen werde. :white_heart:

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Okay, jetzt gerade „glaube“ ich, oder „hoffe“ ich jedenfalls, dass ich Dir @Jajoov antworten kann.

Auch wenn ich zugeben muss das meine Gehirnleistung in der letzten Zeit wirklich sehr unter der letzten Hitzewelle gelitten hatte.
:hot_face: :exploding_head: :face_with_spiral_eyes: :wink: :sweat_smile: :rofl:

Aber nicht destrotz möchte ich es jetzt probieren, ob ich einigermassen etwas zustande bekomme, was von euch allen hier vielleicht verstanden werden könnte, und das hoffentlich auch obwohl ich mich für gewöhnlich meistens sehr kompliziert ausdrücke. :zany_face:
Heisst meistens in einer sehr förmlichen Ausdrucksweise, sowie geschachtelten Sätzen, oder Sätzen in denen ich mich verliere, und ich mich dann nicht mehr darauf konzentrieren kann was ich eigentlich „ursprünglich“ sagen wollte, weil meine Gedanken halt für gewöhnlich immer schneller als mein „Tippfinger“ sind, und das halt weil ich „old School“ bin, heisst von meinem Alter her nur knapp am „Boomer“ vorbei geschlittert bin. :rofl:
Und jedenfalls möchte ich jetzt zum Anfang noch sagen, dass hier von meinen Vorschreibern schon so viele gute Antworten gegeben worden sind, dass es meiner Meinung nach unnötig ist das ich jetzt dazu noch extra irgend etwas ergänzen müsste.

Und deshalb habe ich beschlossen, dass es vielleicht besser ist, so Quasi zur Veranschaulichung wie es ist, wenn ICH mit meinem ADHS leben muss, und in diesem Fall jetzt mal nur über meine eigenen Baustellen sprich, da eben auch ADHS’ler nicht „alle gleich sind“, heisst jeder von uns an seinen ganz eigenen und deshalb sehr persönlichen Herausforderungen „zu knappern hat“.

Aber Sorry, ich drifte schon wieder mal gedanklich total ab, und das z.B. deshalb auch zu einer meiner ganz grossen Baustellen gehört. :sweat_smile:

Und dann DAS, mein persönlicher Büro Kram.

Und auch wenn das hier jetzt im Moment manch einem hier vielleicht fast schon als lächerlich erscheint, dann täuscht dieses Bild, denn erstens habe ich das wahre Ausmass durch die Abdeckung mit einer Rückwand von einem Schreibblock Quasi ein bisschen vertuscht, und zweitens habe ich einen anderen Teil meines persönlichen Bürokram Chaos absichtlich nicht mit auf dieses Bild genommen, und zwar aus Scham. :face_with_peeking_eye:

Jedenfalls, ich komme dann später noch mal in die Diskussion zurück, da ich jetzt zwar einen Haufen geschrieben habe, aber leider nicht das was ich eigentlich schreiben wollte, deshalb bis später. :white_heart:

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Aaalllsssooo ich probiere es noch mal von vorne, heisst das in Worten auszudrücken wie es mir persönlich sehr oft in meinem Leben, mit meinem ADHS geht.

Jedenfalls ist z.B. eines meiner persönlichen Hauptprobleme in meinem Leben die ständige Reizüberflutung der ich ständig ausgesetzt bin.

Und was in meinem persönlichen Alltag bedeutet, dass ich ständig zuviel sehe, höre, rieche, usw., und es mir persönlich z.B. nicht gelingt, diese ständigen Reize die täglich von aussen auf mich „einprasseln“, Quasi einfach so „abstellen“ zu können.

Und deshalb passiert es mir persönlich immer wieder, dass ich Quasi zu meinem eigenen Schutz, habe lernen müssen, dass ich dieses zuviel in meinem Kopf, nur damit zur Ruhe bringen kann, indem ich vieles was ich „eigentlich tun müsste“, dann anfange zu ignorieren, und ich deshalb dann in so einen Teufelskreis hinein gerate.

Heisst ich fange damit an gewisse Dinge „aufzuschieben“, und zwar weil ich irgendwann vor lauter Bäumen den einzelnen Baum nicht mehr sehen kann.

Jedenfalls Sorry, falls das vielleicht irgendwie crazy klingt, aber genauso geht es mir halt.

Und deshalb passiert es mir dann, dass ich seit ca. 3 Jahren täglich an meinem Büro Stapel vorbei laufen kann, ohne das ich dazu fähig bin „eeendlich“ mal „einfach“ Ordnung in dieses Chaos rein bringen zu können.

Und das nicht weil ich das so will, sondern weil ich es einfach nicht kann.

Und auch nicht weil ich nicht wüsste was dazu nötig wäre um mein Chaos beseitigen zu können, sondern auch hier nur wieder aus dem selben Grund, heisst weil mich meine eigene Reizüberflutung, welche mich ständig „belästigt“, mich einfach nicht zur Ruhe kommen lässt.

Heisst wie in solchen Beispielen die ADHS’ler immer wieder über sich selbst erzählen.

Heisst wie z.B.: "Heute morgen bin ich frohen mutes aufgestanden um die Müllsäcke auf die Strasse zu stellen bevor die Müllabfuhr kommt, doch auf dem Weg dahin, heisst um alles nötige dafür vorzubereiten, fiel mir dann plötzlich auf das ich noch nasse Wäsche in der Waschmaschine hatte, und ich diese unbedingt vorher noch aufhängen müsste, doch kaum hatte ich das erledigt, fiel mir im vorbei gehen auf, dass ich ja auch noch den Geschirrspüler ausräumen sollte bevor ich das Mittagessen für die Kinder kochen kann, da im Geschirrspüler genau das Geschirr ist, welches ich dann nachher zum Kochen brauche, und Ojemine was ist eigentlich mit meinen Pflanzen los?, die habe ich ja auch schon seit letzter Woche nicht mehr gegossen, kein Wunder sind die vertrocknet, also sollte ich das auch unbedingt noch schnell machen, und so weiter und so fort, und jedenfalls kaum das man sich versieht, sind inzwischen locker zwei Stunden vergangen, und den Müll hat man in dieser Zeit natürlich total vergessen, und wahrscheinlich sogar nicht mal mehr mitbekommen, dass der Müllwagen während dieser Zeit, natürlich bereits alle Müllsäcke mit genommen hat, ausser den eigenen. :face_exhaling:

Jedenfalls, und bevor ich wiiieeeeder zu sehr abschweife, liegt es nicht am mangelnden Willen, und auch nicht daran das man Aufgaben bewusst „verweigert“, sondern sehr oft schlicht und ergreifend nur daran, dass man sich nicht nur auf eine einzige Sache fokussieren kann.

Ausser bei Sachen die einen „abdriften“ lassen, wie z.B. Malen, Basteln, Nähen, Musik machen, Gamen, Schreiben, Garten, Tiere, oder was weiss ich was einen jeweils „fesselt“, aber den Müll rechtzeig raus zu bringen, oder privaten Bürokram zu erledigen, zählt meistens ehr nicht zu den Sachen die einen ADHS’ler „fesseln“, heisst um sich auf sowas total fokussieren zu können.

Und was mir auch gerade noch einfällt ist z.B. der Umstand „wie“ mich jemand um meine Hilfe im Haushalt, oder wobei auch immer bittet.

Heisst „der Ton macht die Musik“, was in meinem Fall z.B. bedeutet: „Schnauzt“ mich jemand an, dann mache ich persönlich für gewöhnlich sofort dicht, heisst ich gehe sofort auf Abstand, ist aber jemand freundlich und positiv in seiner Wortwahl, dann bin ich sofort bereit, und helfe gerne". :white_heart:

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@Rodica1919 Ja, wie bereits geschrieben, wahrscheinlich zu viel hinein interpretiert :+1:

So ähnlich meinte ich das und Exekutive Funktionsstörungen, zu denen selbstverständlich Schwierigkeiten bei der Handlungsplanung gehören, sind im Gegensatz zu irgendwelchen schlechten Persönlichkeitsdimensionen ein wichtiger Marker für ADHS.
Reizoffenheit ist eine Ursache davon, sie kann bedeuten, dass man vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht und deshalb nicht weiß, wo man anfangen soll oder dass man vor lauter Blättern den Baum nicht mehr sieht und am falschen Ende anfängt. Ich würde sagen, dass echte Reizoffenheit ein Priorisierungsproblem schafft.
Bei mir ist es so, dass ich viele kleine Besteckteile sehe und winzige Kratzer aber nicht mehr das Spülbecken (sinnbildlich für die Aufgabe). Obwohl ich weiß, dass es anstrengend wird, nehme ich die Aufgabe wahr, aber sie kostet auch viel Energie, wahrscheinlich mehr Energie, als sie neurotypische Menschen kostet, weil diese intuitiv und ohne überflüssige Reize an eine Aufgabe herantreten können. Mit mangelndem Pflichtbewusstsein oder Motivation hat das nicht viel zu tun, lediglich soviel, als dass man mit etwas mehr Motivation Aufgaben besser angehen kann, die für uns erschöpften Subjekte viel mehr Anstrengung mit sich bringen.
Das Thema geht ja auch Nahtlos zu dir @anon78052902 über.
Es ist aber nicht in Ordnung, wenn ich Leute in meiner Umgebung ständig daran erinnern muss ihre Aufgaben zu erfüllen und ich sie zu guter Letzt selbst erledige, damit mir wenigstens noch eine kleine Chance bleibt, den Überblick nicht zu verlieren.
Jetzt ist es wahrscheinlich schon zu Off-Topic geworden :exploding_head:

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@Jajoov , Nein nicht zu O.T, ich wüsste nicht warum?, aber ich finde so einfach ist es nicht wie Du sagst, also von wegen das es nicht in Ordnung ist wenn man andere immer erinnern muss, oder halt dann alles selbst erledigen müsste.

Denn erstens: Was bitte ist denn eigentlich mit alles gemeint?.

Und zweitens: Wer legt eigentlich dieses alles fest, und das dann „alle anderen“ auch sehen müssen?.

Weil Sorry, aber so funktionieren Menschen nun mal nicht, denn schliesslich sind nicht alle Menschen gleich geschaltet, und Gott sei dank ist das nicht so, sondern ist jeder Mensch individuell, und darf das normalerweise auch sein.

Das Regeln nötig sind ist unumstritten, und wenn man z.B. einen Ämterplan im gemeinsamen Haushalt aufstellen will, dann kann das ja vielleicht für manche Haushalte eine Lösung sein.

Aber wenn man an andere Menschen die Erwartung stellt, dass die doch bitte gefälligst das gleiche sehen müssen, wie in Deinem Fall Du, dann kann Deine Erwartungshaltung ja nur dazu führen, dass dann Wolken im Paradies aufziehen.

Weil wie gesagt, Du kannst nicht erwarten das ein anderer Mensch die Welt durch Deine Augen sieht, heisst das ihn z.B. das selbe im selben Moment auffällt, oder stört, oder das er genau wie Du denkt, oder fühlt.

Sondern im Gegenteil, vielleicht denkst Du gerade: „Der Rasen muss wieder gemäht werden“ und ärgerst Dich dann sofort warum das niemand ausser Dir sieht.

Doch ein anderer aus dem selben Haushalt denkt vielleicht: „Hey der Rasen ist gerade so schön, der sieht fast wie eine Bauernwiese aus, da warte ich jetzt mal noch ein paar Tage mit dem Mähen ab, und ausserdem stört es ja eigentlich niemand“.

Und so wie man hier bei meinem Beispiel finde ich sehr schön sieht, wird eben sehr schnell klar, dass auch innerhalb von Familien nicht alle gleich sind, und das auch vollkommen unabhängig von ADHS.

Kurzum gesagt, in Wahrheit haben solche Streitereien im Haushalt oft sehr viel mit Macht zu tun, heisst jemand möchte der Chef sein, und der andere soll gefälligst machen was ihm gesagt wird.

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Das hier ist tatsächlich ein ausgezeichnetes Beispiel um unterschiedliche Prioritäten und Präferenzen zu illustrieren. Es denkt ja, selbst wenn alle den Rasenwuchs „registrieren“, nicht immer jeder das gleiche:

Person A - oh nein, das Gras ist schon wieder so hoch, so wird das nichts mit dem englischen Rasen, da muss dringend gemäht werden

Person B - hmm. Man könnte mal wieder mähen, aber es muss auch noch X,Y,Z gemacht werden, wenn der höher wird ist auch nicht schlimm, das reicht auch noch nächste oder übernächste Woche oder in einem Monat

Person - Uii. Da kommen langsam Blumen durch! Es wird ein bisschen mehr zur Wiese! Wie schön, das lassen wir jetzt noch wachsen.

Und es kommt durchaus auch mal vor, dass Personen A, B und C im gleichen Haushalt leben. Wenn A sich dann „formell“ mit der eigenen Vorstellung eines schönen Rasens durchgesetzt hat, die anderen das aber eigentlich nicht für wichtig oder gut halten, dann ist Frust vorprogrammiert, weil B und C werden garantiert nicht von alleine so mähen wie A das sich wünscht.

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Haha :rofl: hier hab ich echt lachen müssen.

Vielleicht weil ich es selber hasse wenn ich Krümel/Dreck/ Sand am Fuß hab. (Aber ich komme dann auch selber auf die Idee, zu saugen).

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Ich hasse es auch, aber ich hasse Staubsaugen noch mehr (so laut! riecht furchtbar! was, wenn ich etwas einsauge!), also versuche ich es auszublenden und schiebe es immer weiter raus.

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Hab dafür leider ne Lösung gefunden. Trage jetzt Hausschuhe

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Wie wäre es denn mit einem Saugroboter​:thinking::thinking::thinking::thinking:

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Oh Mann, echt jetzt?, dann schmollt man also lieber, und läuft dann mit Hauschuhen, und vermutlich einem mürrischen Gesicht zuhause rum, statt das man versucht eine gemeinsame Lösung, oder wenigstens einen Kompromiss auszuhandeln?, Sorry aber sowas verstehe ich nicht. :person_shrugging:

Die gemeinsame Lösung liegt doch auf der Hand bzw. sitzt gut an den Füßen: Wir tragen jetzt alle diese geräuschlosen Mop-Hausschuhe.

Das ist das geheime Erkennungszeichen unseres Clubs. Der Merch Shop nimmt ab jetzt Gruppenbestellungen entgegen. Wenn man Besucher bittet, die über die Straßenschuhe zu ziehen, hat man auch bald wieder seine Ruhe. Nicht nur im Kopf.

Wer ohne größere existentielle Probleme ist, werfe jetzt den ersten Langzeitbewohner von seiner To-do-Liste.

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Dafür steht der Boden bei uns aktuell zu voll. Theoretisch hätte ich sehr gerne einen. Ich höre jetzt aber besser auf, darüber nachzudenken, sonst fange ich an, Modelle zu recherchieren, die in einer hypothetischen Wohnung mit freiem Boden super wären.

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