Genau dies!!
Ich kann bestätigen, was hier andere schon geschrieben haben.
Ein „Haushalts-Vollweib“ wird man erst mit einem eigenen Haushalt.
Aber: ich lese hier womöglich auch raus, daß deine Mama vielleicht auch nicht mitbekommt, WAS du denn alles gemacht hast. Quasi auch „Blindheit“ auf der Gegenseite.
Protokollier doch mal mit, was du alles gemacht hast. Dann kannst du ihr es zeigen.
Und: Wenn du 20 bist, ist deine Mama womöglich jetz im Wechsel-Alter. Das heißt, womöglich mental und emotional überfordert.
Vllt bräuchte sie einfach eine Hilfe für 1x wö 3h?
Oder ab und zu ein liebes Wort. Anerkennung. Eine Umarmung.
Liebe Abrißbirne,
auch ich verstehe nicht ganz, wieso Du Uns stark rechte Tendenzen unterstellst. Meinst Du nicht daß da Dein „Beziehungsohr“ etwas sehr empfindlich eingestellt ist?
Wenn ich von meinen drei Semestern als Verbindungsstudent in einer nicht schlagenden Studentenverbindung vor über 30 Jahren berichte, dann macht mich das beileibe noch nicht rechtsextrem. Meine damaligen Beweggründe dort einzutreten hatten auch absolut nichts mit meiner politischen Gesinnung zu tun - die ich ohnehin eher als antifaschistisch, links-grün bezeichnen würde. Damals war ich (insbesondere durch mein Klinefeltersyndrom und das noch unbekannte ADHS) noch getrieben von der Sehnsucht nach Anerkennung und Teilhabe. Heute habe ich das längst nicht mehr nötig, da ich meinen Frieden mit mir gemacht habe.
Wenn ich also hier on topic eine Möglichkeit der bezahlbaren Unterkunft in den Raum stelle, dann hat das absolut keine politische Tendenz und ist schon gleich gar nicht gegen Irgendjemanden gerichtet. Auch nicht gegen Dich.
Ich kenne einen, der war als Student in einer Verbindung, der hat mir letztens erzählt, dass ihre Neumitglieder inzwischen größtenteils ausländische Studenten sind, die beitreten, damit sie günstigen Wohnraum bekommen und ein paar Leute kennen lernen und darauf hoffen, dass ihnen vll jemand Deutschland ein bisschen erklärt.
Ja, die rechten Verbindungen gibt es sicherlich auch, aber ich denke so eine Konstellation wie im Absatz darüber gibt es eben auch. Die kenne ich jetzt nicht im Detail, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, die hätten weniger Mitglieder mit ausländischen Wurzeln, wenn die total rechts wären.
Guter Punkt.
Außerdem möchte ich noch zu bedenken geben, daß ADHS nicht gerade selten vererbt wird. Womöglich ist die Mama auch deshalb genervt, weil sie von der eigenen Neurodivergenz nichts weiß und sich schon zeitlebens mit mühsam antrainierten Routinen maskierend durchs die NT-Welt quält.
Da würde dann die Diagnose von RuheImKopf eventuell unterbewußt neidisch wahrgenommen? Weil es Ihr vielleicht in seinem Alter genauso ging - sie sich aber nicht in eine Diagnose „flüchten“ konnte?
Was mich auf noch einen Gedanken bringt. Vielleicht wäre es mal hilfreich zusammen mit der Mutter/Familie einen Familientherapeuten (am besten Mit ADHS-Erfahrung) aufzusuchen.
Also um das gegenseitige Verständnis zu verbessern und mal ein paar Abmachungen und Regeln einzuüben.
Vor allem: Wenn sie selbst neurodivergent ist, möglicherweise auf eine ähnliche Art wie ihr Sohn, dann kann es ja durchaus sein, dass sie sich denkt „er sagt, XYZ liegt an ADHS, was soll der Quatsch?? XYZ gibt es doch bei mir genauso, das hat doch jeder, da jetzt eine Diagnose draus zu machen ist doch eine Ausrede.“ - obwohl es eben nicht bei jedem so ist.
(Darüber stolpere ich gerade immer wieder in den letzten Tagen. „Wiebitte, das ist nicht normal? Ich dachte das wäre bei allen so und die anderen kommen damit nur besser klar“ - oder mit den Worten einer guten Freundin, die in die Familie eingeheiratet hat, „deine Familie ist manchmal echt komisch und alle von euch halten es für normal, ihr seid total lieb, aber echt komisch“. Um Missverständnisse zu vermeiden: Sie hat das nicht böse gemeint, mich hat die Aussage nicht verletzt und ja, sie sieht sich als Teil der Familie und wir sehen sie als Teil der Familie. Also die Formulierung bitte nicht überbewerten - das ist auch nicht der genaue Wortlaut, weil diese Unterhaltung schon so lange her ist.)
Ich bin mir zu 95% sicher , dass sie eine ADHS hat und ich das auch von ihr vererbt bekommen habe.
Bei meiner Schwester kann ich es mir auch vorstellen , obwohl ihr großer akademischer Erfolg ohne Problematik eher dagegen spricht.
Ich habe meiner Mutter auch schon öfters nach meiner Diagnose nahegelegt, sich um eine Testung zu kümmern. Sie lehnt das aber alles immer ab und ich weiß nicht warum. Sie spricht immer davon das sie stark unruhig und stressempfindlich ist, mit Druck nicht umgehen kann. Und auch an ihren alltäglichen „Aktionen“ bemerke ich das halt , vor allem aus meinem eigenen Standpunkt. Ich versuche ja sie bestmöglich zu unterstützen aber nur bis zu dem Punkt, wo es auch fair mir gegenüber ist. Ich werde mich nicht degradieren oder runtermachen lassen , geschweige denn als ihr Blitzableiter fungieren.
Berechtigterweise! Du solltest dich definitiv nicht kaputt machen für sie! Für das, was sie tut, sagt und sonstwie kommuniziert ist definitiv sie verantwortlich, egal ob ADHS, irgendwas anderes oder garnichts auf sie zutreffen. Unsere Diagnose entbindet uns nicht von der Verantwortung für unser Tun (oder Nichtun), sie ist doch eher eine Art Stichwort um nach Lösungen (die auch medikamentös sein können) und Workarounds (nicht alles lässt sich lösen, da muss man dann halt „drumrum“ arbeiten) zu suchen.
Ich habe das hauptsächlich geschrieben, weil das vielleicht hilft, Strategien zu finden um besser mit ihr klar zu kommen. Wenn man ein akkurateres Modell eines Menschen im Kopf hat, dann ist der Umgang einfacher (zumindest für mich), das war schlicht alles worum es mir ging.
Weiß ich doch, vielen Dank ![]()
Keine Ahnung. Aber bei deiner ersten Antwort ging es nicht um die Verfügbarkeit von Studentenwohnheimen, sondern ob irgendwer von uns dort ernsthaft wohnen wollen würde.
In der Stadt, wo ich studiert habe, gibt es laut Angaben des dortigen Studierendenwerkes noch immer ca. 4.000 Zimmer in Wohnheimen.
Meiner Frau habe ich eine Abklärung auch nahegelegt, aber sie reagiert meistens, wenn ich das thematisiere sehr aggressiv. Manche Menschen haben einfach Angst sich der Realität zu stellen und ich glaube es gefällt ihr auch behaupten zu können, dass ich schuld an der ADHS unserer Kinder bin. Wer weiß schon, ob es auch darum geht?
Nicht unbedingt. Wenn ihre Fachrichtung ihren Spezialinteressen entspricht (so wie bei mir z.B. die Bildhauerei), dann kann sie als ADHSlerin darin gerade richtig aufdrehen.
Das klingt jetzt aber sehr hart. Lass deiner Frau ihr Tempo, auch wenn es dir schwer fällt.
An der ADHS eurer Kinder ist niemand von euch schuld!!
Oder wenn doch, dann natürlich der Nicht-ADHS-Elternteil. Der hat sich schließlich den ADHS-ler zum Familie Gründen ausgesucht. ![]()
Ich kann beide Seiten verstehen. Hat deine Mama selbst ADHS? Ist sie selbst überfordert? Ich wünschte, mein Sohn würde so viel unterstützen wie du es machst. Vielleicht ist es aber nicht die Unterstützung die sie braucht. Wenn meiner stolz die Spülmaschine ausräumt, dann ist das für mich keine Entlastung, wenn diverse Dinge nicht oder nicht richtig verräumt sind. Hört sich undankbar an. Mich entlastet jedoch nur was wenn etwas komplett erledigt ist denn sonst muss ich mich wieder reindenken. Auch hilft mir ein Spülmaschinen ausräumen nicht, wenn ich ihm zig Sachen hinterher räumen muss weil er alles überall liegen lässt. Er fühlt sich dann ungerecht behandelt. Ich mich jedoch auch. Ist eine Zwickmühle. Ich kann euch nur raten, emphatisch miteinander zu reden. Alles gute für euch
Du bist NICHT FAUL, lasse dir das nicht einreden. Studieren, nebenbei Job UND Eltern helfen, das ist sehr viel. Lasse deine Eltern erfahren WAS ADHS bedeutet, sie müssen dafür Verständnis haben, notfalls sollen sie mit deinem behandelnden Arzt darüber sprechen, deine Eltern sollten aufgeklärt werden.
Ich habe das auch bei meinem Bruder beobachten können. Er wohnte bis zu seinem 23.Lebenjahr Zuhause und hat kaum mit geholfen im Haushalt, auch wenn meine Mutter uns jeden Morgen kleine liebevolle aber klar formulierte Aufgaben Post-it’s hinterlegt hatte.
Erst als mein Bruder seine eigene Wohnung hatte, hat sich der Reinlichkeitsfokus und die ordnungsliebe so extrem herausgebildet, dass ich ihn nicht wiedererkannt habe. Plötzlich wurden die eigens gekauften Möbel und Klamotten mit einer Heiligkeit belegt, die fast unnatürlich war. Das Zeug wurde gepflegt und ordentlich verräumt - bei jedem Krümel sofort gesaugt…Dinge die man sich selbst gesucht (Wohnung), selbst eingerichtet (Möbel vom eigenen Geld bezahlt), Markenkleidung erstanden, die geplante Küche bestellt und mit den eigenen Händen 2 Tage lang aufgebaut hat, bekommen einen emotionalen Wert zugeschrieben.
Vielleicht fühlt sich auch deine Mutter nicht Wert geschätzt, für das, was sie im Stillen alles noch erledigt, was du nicht mitbekommst und sie auch nicht täglich thematisiert/aufzählt- das ist schließlich selbstverständlich (sarkastischer Unterton), während sie es nicht einmal schafft mal wieder zur Kosmetik oder mit einer Freundin Essen zu gehen.
Und Blumen oder ne Aufmerksamkeit, ein Dankeschön hat sie wahrscheinlich auch schon ewig nicht mehr bekommen.
Hinter so viel Anspannung und Nörgelei deiner Mutter könnte einfach nur ein "Ich will doch auch einfach mal nur mal gesehen, beachtet und entlastet werden stehen.
Sie ist bereits auf 180- absoluter Alarmmodus und möchte einfach mal gefragt werden - „Was brauchst du gerade am nötigsten?!“ -Geh!- Ruhe dich aus!- du bist großartig!.. eine feste Umarmung, eine Tafel Schokolade in die Hand gedrückt und sagen „lch erledige den Rest!“
Moin, hier haben schon sehr viele geantwortet. Ich geb meinen Senf auch noch mal dazu.
- voll coool das du das mit dem Studium und dem Job schaffst.
- Das man sich weder ne eigene Bude, noch WG noch ein Zimmer in einem Wohnheim leisten kann, kann ich verstehen das ist in den Uni Gegenden meist alles unbezahlbar.
- das hier einige die Probleme mit Ihren Partnern beschreiben verstehe ich, aber du bist das Kind das ist was ganz anderes (zumindest in meiner Welt)
- es kann einfach sein das deine Mom ein Problem hat und es an dir auslässt, dann kannst du machen was du willst.
- es kann natürlich auch sein das du die Problemstellen nicht siehst, und vielleicht wirst du das in einer eigenen Wohnung später auch nicht. (ist nicht schlimm)
- Vielleicht hat deine Mom eine ganz eignen Art von Haushaltsordnung, die du nicht sehen kannst.
- Vielleicht macht dein Dad seine hälfte im Haushalt nicht und sie lässt es an dir aus?
- es ist der Haushalt deiner Eltern nicht deiner und manchmal ist das einfach schwierig.
oder oder oder…
ich glaube das ist ein sehr komplexes Problem und wahrscheinlich wird sich das erst lösen wenn du die Möglichkeit hast aus zu ziehen. Das kann wahrscheinlich noch dauern.
Ich kann das mit deiner schlechten Laune verstehen. Anekdotisch: Ich musste noch mal zu Hause einziehen nachdem ich Jahre wo anders gewohnt habe.
Mittlerweile habe einen eigenen Hausstand mit meiner eigenen Familie und werde immer noch schief angemacht, weil etwas nicht so ist, wie meine Eltern es haben wollen würden. Manchmal liegt es einfach nicht an einem selbst.
Ich empfinde dein Nachfragen hier im Forum als unglaublich mitdenkend und reflektiert. Du machst dir Gedanken über dich, was du verbessern kannst und das empfinde ich als sehr groß.
Fühl dich einfach nur gedrückt.
Das wäre aber meiner Meinung nach immer noch die Aufgabe des Partners und nicht die des Sohnes!
Bist du Autist?
Ich kann mich gerne erklären warum ich das frage. Ich bin mit auDHD Diagnostiziert, in der Regel habe ich immer gesehen was gemacht werden müsste, hab es aber Prograstiniert ( Adhs). Von außen betrachtet könnte man natürlich meinen, dass man dann ständig denken würde, „ach das macht doch eh jemand anderes, geht mich nichts an“. Ist bei solchen Haushaltssachen bei mir zumindest eher nicht der fall gewesen. Ich habe ein übelst schlechtes gewissen bekommen wenn dann jemand etwas gemacht hat, was ich eigentlich hätte machen können aber es nicht gemacht habe.
edit: ![]()
Leider habe ich gerade gemerkt als ich meine letzten Beiträge hier in diesem Thema noch mal durchgelesen habe, dass mir in zweierlei Hinsicht Fehler unterlaufen sind.
Und zwar erstens als ich mich in Wahrheit sehr unglücklich ausgedrückt hatte, als ich das Wort Bashing verwendet hatte, und dieser Ausdruck tatsächlich erstens unpassend gewesen ist, da hier wirklich NIEMAND irgendeine Form von bashing gegenüber RuheImKopf betrieben hatte.
Und zweitens da mir ja eigentlich klar sein müsste, dass hier in unserem Adxs Forum höchstwahrscheinlich sowieso niemand zu der Wählerschaft einer vermutlich stark rechts populistischen Parteie angehört, als ich auf einen Beitrag von unserem Lieben Gartenpirat in dem es um das leidige Thema „Wohnheim“ ging, aus irgend einem idiotischen Grund, der mir ehrlich gesagt selber schleierhaft ist, dann plötzlich und aus dem Bauch heraus, jedenfalls total „Birreweich“, wie man auf Zürideutsch sagt, reagiert hatte.
Und selbstverständlich kann ich jetzt im Rückblick, absolut gut verstehen wenn ich mit meinen seltsamen Reaktionen bei anderen eine starke Irritation deshalb ausgelöst habe.
Jedenfalls möchte ich mich sehr gerne dafür entschuldigen, denn wie gesagt, jetzt nachträglich erkenne ich das mein Verhalten „nicht normal“ gewesen ist, und deshalb, und noch einmal, Entschuldigung bitte für meine seltsamen Reaktionen die ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder zeige, und mir das wirklich sehr leid tut.