Hallo ich bin hier noch nicht ganz so fit im Forum. Ich freue mich über diesen Beitrag und Euren Austausch. Ich fühle mich sehr angesprochen und finde diesen Austausch sehr interessant. Vielen Dank. Ich werde auch gerade eindosiert mit Elvanse, jetzt bei 40mg angekommen und auch ich denke es tut sich nichts. Ich esse teilweise zu wenig, habe immer Durst, ich trinke Kaffee, schlafe zu wenig. Ich habe einen Magenbypass und esse weniger Kohlenhydrate, muss aufpassen genug Eiweiß zu mir zu nehmen. Vor kurzem hatte ich hier gelesen, wenn man zu “sauer” ist, das dann die Aufnahme der Medikamente nicht funktioniert. Habe mir gleich Tests geholt und ja ich bin zu sauer. Kaffee und Proteinshakes ist nicht das Optimum. Es fällt mir sehr schwer die Ernährung umzustellen, gerade weil der Appetit auch weg ist. Ich komme da aber scheinbar nicht drum herum. Sehr schwierig wenn man eh schon so im Kaos ist. Ich hoffe ich kriege die Kurve. Ich denke schon so oft, vielleicht hilft bei mir gar nichts. Deswegen habe ich vor über 20 Jahren die Einstellungen auch schon mal abgebrochen mit Medikinet. Hab viel geweint damit. Jetzt zweifel ich wieder. ABER ich lese ich bin nicht alleine. Schön das es dies Forum gibt. Dankeschön
Guten Morgen, ![]()
also bei mir ist es ziemlich egal.
Alles was ein bisschen höher geht was ich manchmal brauche um die Gänge zu kommen. Löst das Problem nach ca. 4-5 Stunden aus. Dabei egal ob 30mg medikenet , oder 50mg Elvenase. De geht soweit das ich alle Termine Familientreffen versuche auf morgens zu legen. Mittlerweile ist es so stark wenn ich abends einen Termin habe ich den ganzen Tag keine Medikamente nehme, nur vor mich her dümpel um dann abends für den Termin Fit zu sein.
Ich habe schon länger mich mit Thema befasst und bin darauf gestoßen dass das Leuten mit autistischen Anteilen vermehrt so geht. Sie vermuten erklären es so, dass wenn das ADHS in den Hintergrund rückt , der Autistische Anteil überwiegt.
Eigentlich bin ich soweit die Medikamente abzusetzen. Sobald ich das als mache, geht es schlagartig besser. Nur gehe ich dann jedem auf den Sack.
Aber ich habe lange alles probiert und kann dir nur empfehlen mit einer höheren Dosis wird es nicht besser, egal wann. Bleib niedrig da hält es sich in grenzen. Es ist echt so ausgeprägt, wenn ich die Medikamente nicht nehme ich den Raum unterhalte und wenn ich sie genommen haben nach 5 Stunden selbst mit vertrauten Persone fast kein Wort mehr wechsle. Aber wie oben erwähnt verstärkt bei elvanse oder bei medikenet ab 30-40 mg. Wie läuft es bei euch ab, habt ihr sowas festgestellt? Ich gehe auch davon aus das ich wirklich beides habe, weil ich extrem Switche zwischen ich steige 3 Wochen über den Karton im Flur, zu sobald ein Kissen schief hängt ich alles wieder gerade stellen muss.
Das beschreibt so ziemlich das, wie ich bin.
Ich nehme aktuell 20 mg Elvanse, da hält sich meine Wesensveränderung halbwegs in Grenzen. Der Appetit ist natürlich trotzdem deutlich reduziert und kommt erst abends wieder, sodass ich tagsüber einfach nichts esse und es nicht mal bemerke.
Ich hatte ein paar Monate Pause von den Medis, da fing das Chaos in meinem Leben wieder an. Ständig Termine verpeilt, zu spät kommen, tagsüber müde - abends/nachts hellwach, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, impulsives Handeln, sprunghafte Gedanken, ständig neue Ideen, Stimmungsschwankungen, etc.
Diese ganze Eindosierung ist ein einziger Graus. Es ist anstrengend und dauert ewig, bis man tatsächlich die richtige Dosierung mit dem richtigen Medikament gefunden hat. Mit zu hoher Dosierung verhalte ich mich wie ein typischer Autist und die Reizüberflutungen nehmen gar nicht mehr ab.
Da hast du definitiv recht, mir fallen sogar einige spontan ein. Und dann ist natürlich auch die weitere Schlussfolgerung logisch ![]()
Einerseits natürlich schade zu wissen, dass es anderen auch so geht, andererseits aber gut zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin.
Respekt, dass du drangeblieben bist und nicht aufgegeben hast - mach weiter so!
Ich hatte bisher ja immer das Gefühl, dass andere meine Situation nicht nachvollziehen können, aber seitdem ich hier im Forum bin, fühle ich mich endlich mal nicht mehr so alleine ![]()
Dont!!!
Hier ein paar allgemeine Infos zur Eindosierung von Stimulanzien bei ADHS.
1. Koffein komplett vermeiden
Wirklich wichtig: kein Koffein bei der Eindosierung von Stimulanzien. Nicht nur weniger, sondern ganz konsequent: Gar keines.
Koffein ist ein Adenosinantagonist, d.h. es hemmt Adenosin. Und Adenosin hemmt Dopamin. Im Ergebnis fördert Koffein Dopamin.
Oft werden Koffein und Stimulanzien jeweils allein gut vertragen, führen aber bei gemeinsamer Einnahme zu Kreuzwirkungen (z.B. einer Zittrigkeit wie bei einer Stimulanzienüberdosierung und/oder anderen gravierenden Nebenwirkungen).
Nach der Stimulanzien-Eindosierung, also wenn das passende Medikament und die passende Dosis gefunden wurden, kannst du bei neuem Koffeinkonsum problemlos erkennen, falls Nebenwirkungen aus diesem resultieren und nicht aus den Medikamenten.
Koffein findet sich in Kaffee, Schwarztee, Grüntee, Cola, Energydrinks; verwandte Stoffe finden sich in dunklem Kakao.
2. Eindosierungsleitfaden lesen
3. Eindosierungshilfetabelle verwenden
Besonders wichtig für Frauen aufgrund des Monatszyklus.
Download hier:
https://adhs-forum.adxs.org/t/ein-dosierungshilfetabelle/7270
Dokumentiere deine Einnahme, Symptome und Nebenwirkungen täglich.
Bewerte immer nur den Durchschnitt von 3 Tagen und frühestens ab dem 5. Tag auf derselben Dosishöhe.
Bitte sieh von Anfragen im Forum zur Wirkung von Medikamenten ab, wenn du die aktuelle Dosis noch keine 5 Tage nimmst.
4. Arzt ist der Maßstab
Und klar: Alle Hinweise und Informationen hier im Forum und bei ADxS.org dürfen nie dazu führen, ärztliche Anweisungen zu missachten, sondern dienen stets nur dazu, mit dem Arzt besser kommunizieren zu können.
Eigentlich gibt es nur zwei kleine Menschen die mir dieses durchhalten ermöglichen. Wenn ich sie nicht hätte, wüsste ich nicht wie alt ich geworden wäre.
Es ist kein leichter Weg, vor allen wenn man sich im laufe der Jahre schon viele andere Süchte als Ausgleich angewöhnt hat.
Ich z.B. werd auch niemals vom Kaffee los kommen. Ich brauch meine 2-3 Tassen am Tag zum klar kommen und oft ist sogar noch 1 Redbull dabei.
Ich weiß das dies bei der Eingewöhnung schlecht ist aber was soll man denn machen? Rauchen ist auch schlecht und man kann es nicht einfach mal von einem Tag zum anderen weg lassen! Vor allen wenn man es eh schon über eine viel zu lange Zeit Konsumiert hat.
Sich mit dem Thema ADHS zu befassen und eine Besserung zu erzielen ist für mich wie genau das Thema was ich nie konnte. Ergeizig sein, stark und Durchhaltevermögen brauchen, alte Gewohnheiten absetzten und und und.
Das sind alles Sachen die ich nie konnte und mittlerweile mich auch damit abgefunden habe. Trotzdem versuche ich eine Medikamentöse Einstellung zu machen in der Hoffnung das es irgendwie doch alles später irgendwie besser wird.
Man kann nur versuchen, versuchen und weiter versuchen. Die einen schaffen es schneller, die anderen brauchen länger aber am ende werden doch fast alle das selbe Ergebnis haben.
Ja das Forum ist wirklich hilfreich. Es gibt auch ein ordnen Tagebuch, das würde ich dir empfehlen.
Versuch jeden Abend wenn du Ruhe hast, reinzuschreiben wie dein Tag lief, was sich geändert hat, welche Nebenwirkungen, Gefühle, was dich gestresst hat und und und. Das ist erstens für dich gut um zu schauen wie sich alles entwickelt und du kannst bei der Einstellung der Medikamente bessere aufzeigen wie so dein Tag war.
Klar man schafft es aus Kraftlosigkeit nicht jeden Tag aber das ist auch nicht schlimm denn es spiegelt ja nir etwas wieder was dir helfen soll.
Wenn die ADHS-Medikamente wirken, wie sie sollen, brauchen viele kein Koffein mehr.
Solange du keine komischen Nebenwirkungen hast, ist es aber auch ok.
Nur wenn du mit der Mediwirkung nicht voll zufrieden bist, solltest du als allererstes daran denken, das Kaffeeabo zu kündigen.
Vielen lieben Dank. Das ich gar keinen Kaffee trinken sollte wusste ich nicht. Dokumentieren ist ne gute Idee. Das schaue ich mir mal an.
Dass du schon deinen kompletten Tag danach richten musst ist heftig.
Genau das hat mir mein Arzt vor ein paar Wochen auch gesagt. Ich hatte ihm von meinen Problemen in sozialen Situationen erzählt:
Ich fühle mich dann z.B. ständig beobachtet/bewertet und kann keinen Blickkontakt halten. Zudem fühle ich mich dann sehr unwohl und bin ständig von der Anwesenheit anderer genervt. Dadurch werde ich nervös und kann mich schlechter konzentrieren.
Vor der Medikamenteneinnahme war das glaube ich noch nicht so schlimm. Er hat dann auch gesagt, man müsse evtl. die Dosis reduzieren.
Ich hatte vlt noch eine Sozialphobie im Verdacht. Ich weiß nicht, ob das eine getrennte Thematik ist, ob es an den Medikamenten liegt oder ob es schlichtweg “normal” mit ADS" ist.
Das ist dann ja eigentlich ein Beweis, dass das Medikament funktioniert - die “Gegenprobe” sozusagen. Vielleicht sollte ich in einer ruhigeren Phase auch mal eine Pause machen um das zu überprüfen.
Da kann ich nur zustimmen, ich hoffe ich bin damit bald fertig. Lange sollte das so nicht mehr weitergehen.
Das scheint wohl keine Seltenheit zu sein, gerade bei Elvanse (falls du das auch nimmst). Wusste ich bis vor kurzem noch gar nicht.
Danke für den Tipp, ich schaus mir mal an ![]()
Naja ich glaube der Koffein ist auch nicht mein Problem .
Sondern eher das ich Kaffee liebe ![]()
Ich falle sehr schnell in Gewohnheiten und diese ab zu legen ist für mich sehr sehr schwer. So ist es auch mit dem Kaffee z.b. Zuhause gibt es morgens 1 Tasse und abends 1 Tasse. Auf der Arbeit wird gerne mal ne Kanne getrunken denn wenn der Kollege fragt, kann man doch nicht Nein sagen. ![]()
Bei Redbull ist es eher eine Sucht würde ich sagen. Da gibt es keine bestimmte Zeit wann ich es trinken muss.
Nebenwirkungen, naja sagen wir mal so, wenn ich die Tablette nach meinem Frühstück mit Kaffee genommen haben ist es etwas nach ungefähr 1 Stunde so, als wenn mein Körper nicht mehr auf 70% läuft sondern eher auf 210%. Ich renne, alles muss schnell schnell, mein Körper fühlt sich an wie ein hochdruck Kessel der etwas machen muss bevor er explodiert. Der Blutdruck ist dabei aber völlig normal.
Ansonsten was konzentriert arbeiten betrifft merke ich überhaupt keinen Unterschied. Eher das ich noch vergesslicher werde irgendwie.
Du darfst dir gerne selbst schaden, aber du bist nicht dazu verpflichtet.
Mit Kollegen kann man auch koffeinfreien Kaffee trinken, wenn es darum ginge.
Aber egal - sei nur bitte so lieb und berichte hier nicht von deinen Nebenwirkungen so, als seien es solche der Medikamente. Du führst sonst andere in die Irre.
Bei dir sind es Kreuzwirkung mehrerer Stimulanzien, und davon kann ich nur abraten bzw. warnen.
Wüsste nicht wo das stehen sollte aber du hast recht, manche lesen nur das was sie wollen und könnten schnell etwas falsch verstehen ![]()
Ich achte mehr darauf nicht zu sehr auf eigene Erfahrungen im Bezug der Medikamente mit anderen Sachen zu nehmen und versuche auf standardisierte Google antworten über zu gehen.
Was ich meinte - schreib bitte dazu, dass du nicht auf Koffein verzichtest, dund dass xyz auch daher kommen kann. Danke ![]()
Da ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass ein Zusammenhang mit dem Kaffee besteht… Versuchs doch mal einen Morgen ohne, und schau ob das einen Unterschied macht.
Das Problem ist halt einfach, dass du mit Koffein vielleicht gar nie deine passende Dosis finden wirst. Du hast nämlich zwei Stimulanzien im Blut, das ADHS-Medi und Koffein. Vom Koffein mal mehr und mal weniger. Wie sollst du da die richtige Dosis des Medis rausfinden?
Dass ist Einstellungssache. Mit Aussagen “ich werd ….” “ ich “brauch …” zementierst du deine falsche Einstellung. Es sind nur unbewiesene Glaubenssätze, die sich selbst erfüllen. Mit dieser Einstellung wirst du wohl kaum eine vernünftige Eindosierung hinbekommen. Wenn du entgegen deinem besseren Wissen so handelst, was erwartest du hier für Ratschläge oder Hinweise?
“ …aber was soll man denn machen?”
“Man” soll gar nichts tun. DU solltest alte Glaubenssätze über Bord werfen und das tun, was richtig ist.
Wenn du richtig eindosiert bist, dann kannst du es vielleicht nochmal mit Kaffee probieren, wenn du ihn überhaupt noch brauchst.
Das finde ich tatsächlich merkwürdig. Auch, wenn du noch in der Eingewöhnungsphase bist. In der Regel führen die Medikamente ja eher zu innerer Ruhe. Bei manchen auch zu einer inneren Distanz.
Also mit Kaffee allein oder Eingewöhnung lässt sich das meiner Meinung nach nicht erklären.
Weil ich den Anfang des Strangs schon wieder vergessen habe: seit wann nimmst du MPH und in welcher Dosierung?
Ich möchte an dieser Stelle klarstellen, dass meine vorherige Aussage offenbar missverstanden wurde. Es war nie meine Absicht, die Wirkung von Kaffee oder Koffein im Zusammenhang mit ADHS-Medikamenten zu verharmlosen oder in Frage zu stellen. Im Gegenteil: Mir ist sehr bewusst, dass Koffein in Verbindung mit solchen Medikamenten Einfluss auf den Körper und die Psyche haben kann.
Mein Anliegen war vielmehr, offen darzulegen, dass ich aufgrund meiner über 35 Jahre nicht diagnostizierten ADHS eine besondere Anfälligkeit für Süchte entwickelt habe. Was ursprünglich harmlose Gewohnheiten waren, hat sich über die Jahre zu einem schwierigen Muster entwickelt, das sich nicht so leicht durchbrechen lässt. Genau das wollte ich beschreiben – nicht rechtfertigen.
Ich empfinde es daher als schade, dass meine Aussagen so schnell verurteilt wurden, ohne nachzufragen oder den Hintergrund zu verstehen. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte und seine eigenen Herausforderungen mit. Ein offener und respektvoller Austausch ist gerade bei solchen Themen wichtig, damit wir gegenseitig voneinander lernen können.
Moya z.B. hat dies genau so beschrieben und erklärt wie man respektvoll solche Sachen ansprechen kann ohne direkt persönlich zu werden oder jemand zu verurteilen bzw. direkt in eine Ecke zu drängen was mir bei den zwei anderen Aussagen hier fehlt.
Zu Iwan noch: Ich möchte hier garnichts beantwortet bekommen denn es ist nicht meine Fragestellung die hier aufgemacht wurde sondern nur das gleiche Thema was mich genau so gerade in dieser Situation betrifft und ich gerne versuche anderen dabei zu helfen und auch gerne meine Situation dazu Schilder um Personen die dieses Thema auch haben und hier mit diskutieren aufzuzeigen wie meine Situation ist um vergleichen zu können.
Ich finde es schade das man hier direkt so behandelt wird denn jeder Mensch ist anders und jeder Mensch hat auch andere zusätzliche Probleme oder wenn er Glück hat auch weniger.
Mir hat es nur gezeigt das ich nun raus bin aus dem Thema da ich mich hier nicht wohl fühle wenn man mich direkt versucht in eine Ecke zu drängen.
Genau - ich finde das auch merkwürdig. Und wenn es nicht an den Medikamenten liegt, müsste es meiner Vermutung nach entweder bedeuten, dass die Medikamente bei mir nicht wie gewünscht wirken oder dass noch etwas ganz anderes dazugekommen ist (z.B. eine Sozialphobie oder so).
Ich trinke gar keinen Kaffee o.Ä., daher fällt die Option bei mir sowieso weg.
Ich nehme seit etwa 5 Wochen jeden Morgen 50 mg Elvanse (Lisdexamfetamin). Davor habe ich Medikinet genommen. Bei beiden Medikamenten hatte ich leider nicht das Gefühl, dass sie einen spürbaren positiven Einfluss haben - aber ich könnte mich auch täuschen.