Was nervt euch am meisten an ADHS?

Hast du das Verlangen / Sucht auch , wenn du Adhs Medikamente nimmst? Wenn nicht, ist das auf jeden fall eine Option, gerade langfristig und wenn du bereits Atemproblreme hast.

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Nehme sie zur Zeit nicht,weil sie den Tremor verstärken.

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Oh wow, meine Vergesslichkeit auch mit Medikamenten…

Ich hab mich so sehr auf andere Themen fokussiert (weil ich es jetzt auch endlich kann), dass ich meinen BTM-Termin bei meiner Ärztin verpasst habe :scream:

Weiß jemand von euch, ob das ein Problem ist? :sweat_smile:

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Andere verpassen auch mal einen Termin.

Moin früh anrufen, entschuldigen und um einen neuen Termin bitten und den gleich ins Handy kloppen mit 5-fach Erinnerung? :smile:

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@SneedleDeeDoo

Das wird dann wohl hoffentlich auch einfach so hingenommen. Ich meine, wenn man in einer ADHS-Ambulanz arbeitet sollte man sowas ja schon irgendwie gewohnt sein, oder? :woozy_face:

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Wenn sie selber betroffen ist, hat sie es sicher schon vergessen (oder war selber nicht anwesend) :laughing:

*puff … alles futsch

„Hm? Wer bin ich. Wer sollte 15:00 kommen? Piep piep… süßes Vögelchen auf der Fensterbank… erstmal Kaffee machen… oh, ein neues Insta Video… ich muss neue Schuhe kaufen… Feierabend *huiii“

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  • Meine häufige Langweile.
  • Dass ich manchmal pausenlos reden muss und andere dadurch von mir genervt sind.
  • Dass ich oft provoziere.
  • Dass ich meine Finanzen nicht im Griff habe, da ich viel Geld für unnötige Dinge ausgebe.

Langeweile:
Jo, ich pendele manchmal nahtlos von Langeweile in überforderung und zurück.
Wobei ich mich eigentlich nur auf der Arbeit langweile, oder wenn ich sonst was machen muss, worauf ich keinen Bock habe. Aber das wird wohl bei dir/euch ähnlich sein?

Finanzen:
ich bin zwar kein impulsiver geldausgeber, aber den Überblick zu behalten ist für mich auch echt ne Herausforderung. Und wenn das Geld aufgrund von Familie und reduzierter Stundenzahl Mal nicht mehr so locker sitzt, ist die Frage, wo das ganze Geld geblieben ist, leider doch Recht akut.

Oh mano. :pleading_face: Ganz viel Liebe für dich - und alle anderen, die gerade aus eigener Erfahrung mitfühlen! :mending_heart:

Dieses nicht ernst genommen werden oder Kleinreden deiner Empfindungen und Anstrengungen, das macht halt echt was mit einem.
Das tut mir von Herzen leid!! Es reicht eben auch nicht (immer), wenn man selbst weiß, wie sehr man sich bemüht und anstrengt - auch wenn es das Umfeld oft so vermittelt: „Ja, aber DU weißt doch, was du alles machst und erreicht hast. DU musst dich doch schätzen. DU musst dir selbst genug sein.“

Entschuldigung, aber psychologisch betrachtet ist das Quatsch. Also, ja natürlich ist es das Ziel, dass wir uns selbst wertschätzen und dass wir anerkennen können, was wir tagtäglich so leisten (btw: Schlimm genug, dass wir so sozialisiert sind, dass wir glauben, wir müssen erst was leisten und beweisen, um einen Wert zu haben).
Aber Menschen sind nun mal soziale Wesen und als solche auf die Rückversicherung und Wertschätzung von außen angewiesen. :purple_heart:

Nach aktuellen Erkenntnissen der Resilienzforschung ist wohl sogar der wichtigste Faktor für die Resilienz eines Menschen, wie sehr wir uns von unserem Umfeld verstanden fühlen. Das finde ich einen ganz bemerkenswerten Faktor - ein bisschen tröstlich schon fast. Weil mir immer gesagt wurde, dass es falsch wäre, Bestätigung von außen zu brauchen … und dass ich noch mehr an mir selbst/meinem Selbstwert arbeiten soll, damit ich es NICHT mehr brauche - ich vermute, diese Aussage kennen hier die allermeisten?!

Dabei ist es kein „Fehler“, und nichts an uns ist falsch. Gesehen und ernstgenommen zu werden, ist so, so wichtig!! Nein, das ist überhaupt kein Mimimi von dir @Hypoborea!

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Trifft es für mich ziemlich gut :adxs_daumen: bin ich doch nicht wegen Lobhudelei auf der Suche nach Bestätigung, oder verstehe ich da jetzt etwas falsch?

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Ja ich kenne diese Sprüche rund um Anerkennung vs sich selbst genügen müssen auch .

ADHS bedeutet auch dass einem oft die Orientierung fehlt , weil einem oft das Maß für viele Dinge fehlt und Rückmeldung und Anerkennung gibt Halt und Orientierung , es ist nicht immer mit mangelnden Selbstwert gleichzusetzen.

Seit dem ich das erkannt habe geht es mir damit besser .

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Was mich am meisten an meinem ADHS stresst ist meine Impulsivität und die Stimmungsschwankungen. Vor allem weil das seit je her meine Beziehungen belastet.

Mir kann es richtig gut gehen und dann passiert irgend was kleines und die Welt geht unter, ich werde laut, energisch, wütend und habe einen richtigen hass. Ein paar Minuten später ist alles wieder gut und ich denke mir wieder:“ Das bin doch nicht ich, ich bin doch eigentlich ein lieber Mensch“.

Dazu kommt, dass ich 1.86 gross bin und 100kg schwer und eine tiefe Stimme habe. Und ich teilweise den Menschen richtig Angst mache.

Ich habe aber das unglaubliche Glück eine sehr verständnisvolle Frau zu haben, welche immer mein wahres ich gesehen hat.

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Mich nervt zur Zeit mein zwanghafter Perfektionismus als Überkompensation zu meiner Latschigkeit.
Nix mit ‚eines nach dem anderen‘ und ‚ganz gezielt auf eine Tätigkeit konzentrieren‘.
Ich brauche den Kick, wenn alles läuft. Bloss nicht zur Ruhe kommen.
Das werde ich wohl nie ablegen können. Höchstens nur mit einem strengen Plan.

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Was nervt mich an ADHS?, ehrlich gesagt eigentlich so ziemlich alles.

Und trotzdem habe ich inzwischen gelernt das es okay ist so wie ich bin.

Ich habe keine Lust mehr mich für andere verbiegen zu müssen, ich stehe zu mir, so wie ich bin.

Wer mich nicht leiden kann, kann sich verpissen, und dann?, ich kann ja auch nicht „jeden“ Menschen leiden, und das „muss“ ich auch nicht, und ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht wieso?.

Miteinander auskommen, ja das müssen wir schlussendlich alle irgendwie, und das ist auch okay für mich, denn jeder Mensch hat das Recht dazu so zu sein wie er eben ist.

Aber deshalb mit jedem dicke Freund zu sein?, dass ist meiner Meinung nach einfach schlicht unmöglich.

Man muss nicht jeden mögen, und auch mich muss nicht jeder mögen, so ist es nun mal im Leben.

Aber jeder hat das Recht sich selbst zu sein, auch dann wenn es manchmal Stress gibt, der Haussegen mal schief hängt.

Das wichtigste im Leben ist und bleibt das Menschen miteinander reden, Brücken bauen, nicht Brücken sprengen.

Was weiss ich, jedenfalls bin ich es leid mich für andere verbiegen zu sollen, genauso wenig erwarte ich das von anderen Menschen.

Ich habe ADHS?, ja und?, so bin ich halt.

Andere wollen mich verbiegen?, wollen aus mir etwas machen was ich einfach nicht bin?, dazu fällt mir nur ein F*** O** dann hau doch ab, niemand zwingt dich dazu dich mit mir abgeben zu müssen, wenn du das nicht kannst, oder willst, dann gehe.

Das ist es was ich Leuten oft entgegen schleudern möchte, die anscheinend immer irgendwas an mir rum zu mäkeln haben, nur um dadurch in Wahrheit ihre eigenen Makel zu überdecken.

Leider macht mich manches oft einfach wütend, all das Getue wie man „sein soll“ oder „sein muss“ damit man in das Weltbild von irgendwelchen Leuten rein passt, in deren oft kleinkarierte Welt.

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Am meisten „nervt“ mich, dass es anscheinend Menschen gibt, die sich gelegentlich anscheinend daran „stören“ das ich bin wie ich bin.

Oder in der Vergangenheitsform gesprochen, war wie ich war.

Von Menschen die meinen sie müssten andere irgendwie zu ihren Gunsten zurecht biegen wollen, halte ich persönlich eh nicht viel.

Sondern sobald ich so was bei einem anderen Menschen erkannt hatte, war ich weg, und zwar meistens schneller als solche Leute überhaupt bis drei zählen konnten.

Allerdings leider auch nicht immer, da auch ich so mancher Täuschung auferlegen bin.

Aber spätestens dann, wenn ich dann letztendlich doch erkannt hatte das ich mich in jemand getäuscht hatte, dann war ich aber so schnell wie möglich weg, und dann aber auch für immer.

On-Off Beziehungen hatte ich z.B. so gut wie nie, jedenfalls nicht sobald sich sowas abgezeichnet hatte, normalerweise habe ich dann sofort die Flucht ergriffen, und alle Brücken restlos abgebrochen.

Denn entweder steht jemand zu mir, oder nicht, aber verarschen lasse ich mich nicht, jedenfalls nie länger als bis ich dann endgültig gecheckt habe was da in Wirklichkeit mit einer Person anscheinend abgeht, die ich da je nach dem so verschiedentlich in meinem Leben leider kennengelernt hatte.

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Mich nervt eine Kleinigkeit seit ich denken kann ganz ungemein: ich kann keine Telefonnummern fehlerfrei eintippen.
Egal, wie sehr ich mich konzentriere, es fehlen Ziffern, es sind zu viele Ziffern, es sind ganz andere Ziffern als ich drücken wollte…

Fast genauso lang begleitet mich der dazugehörige Alptraum: ich will jemanden anrufen und kann die Nummer nicht eintippen. Es gibt dabei verschiedene Eskalationsstufen, von „einfach mal anrufen“ bis „Notfall“, der Frust ist aber immer der gleiche.

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Mich nervt meine Vergesslichheit sehr.

Die bringt soviel Stress (F#€K, schnell, Zahnarzt vergessen)
Soviel Ärger (auch finanziell)
Soviel Unmut (z.b. Geburtstage vergessen, oder Aufgabe auf Arbeit)

(Schon alt, aber tolle Frage)

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Momentan stört mich am meisten, mein geringes Selbstvertrauen. Wie kann ich mir selbst vertrauen, wenn mein Gehirn ständig auf Abwegen geht? Kann mich eben nicht auf mich verlassen.

Und ein riesengroßes Schamgefühl.
Darüber schreibe ich vielleicht mal in meinem eigenen Fred. Weil ich finde, dieses Schamgefühl kommt einfach zu kurz.

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Das mit dem Selbstvertrauen ist momentan auch mein größtes Thema :confused:

Aber auch ganz wörtlich:
Ich vertraue mir und meinen Entscheidungen nicht mehr und das lähmt mich gerade

Und das hat sich aber mit der Diagnose stark verändert:
Früher dachte ich ja immer, mein neuestes Lieblingshobby und die aktuellen Entscheidung wäre jetzt aber wirklich die richtige.
Und jetzt weiß ich nicht mehr, ist das wirklich richtig, nur weil es sich jetzt gut anfühlt oder ist das bloß der Dopaminkick und in vier Wochen sehe ich das wieder alles ganz anders :exploding_head:

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@Minzli

Ja, es ist diese Flüchtigkeit, dieses Unbeständige, sich nicht festlegen können (wollen). In allen belangen.

Ich kann zum Beispiel Abends nicht sagen, was mein Hirn am nächsten morgen so vor hat. Bist du Abends voll entschlossen zu etwas, sieht es morgens schon wieder ganz anders aus. Langfristig Prioritäten zu halten fällt mir schwer.
Da wird man sich selbst fremd. Ich denke, ich habe keinen festen Kern. Etwas stabiles, was mich ausmacht. Wer ich bin.

Und es ist auch das miese Gefühl, dass mir alles schwerer fällt, was Konstanz voraussetzt. Wie ein Blatt im Wind. Impressionistisch. Alles könnte auch immer ganz anders sein. Das Rad neu erfinden müssen, alles hinterfragen. Da s bindet so viele Ressourcen.

Die Welt ist ein Chaos für mich, das ich nicht überschaue.
Auch andere Menschen wissen oft nicht, woran sie bei mir sind.

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