Werkzeugköfferchen 🧰 bei Prokrastination und Lernhemmung

16. Zeithorizont visualisieren…

Kennt Ihr die Unterscheidung, ob das eigene Zeitgefühl sich eher wie ein Zahlenstrahl aufbaut, z.B. mit Vergangenheit links und Zukunft rechts von sich (Through-Timer), oder ob sich das Gehirn Zeitwahrnehmung eher so codiert, dass man „mittendrin“ eigentlich nur das Jetzt wahrnimmt und vielleicht ein bisschen nahe Zukunft vor sich (In-Timer)?

Hier besser beschrieben: <LINK_TEXT text=„https://www.training-deluxe.de/nlpdocs/ … -der-zeit/“>https://www.training-deluxe.de/nlpdocs/timelinecodierung-der-zeit/</LINK_TEXT>

Schon die Unterscheidung finde ich gut im Werkzeugkasten. Zeitblindheit stelle ich mir vor wie In-Timer mit extremer Kurzsichtigkeit. Manchmal reicht das eigene Zeitempfinden von jetzt bis zum nächsten Termin oder bis zum Einschlafen am Abend oder so.

Vielleicht hat deshalb der Begriff „Zeithorizont“ bei mir ein Leuchtturm-Licht angemacht. Ich bin darauf kürzlich in einem Buch gestoßen, das u.a. mit der „Wichtig“ und „Dringend“-Abgrenzung aus der Eisenhower-Matrix arbeitet, die aber zu Impact und Deadline, usw. aufrüscht. Alles etwas aufgeblasen trotz guter Ansagen wie „Was wichtig ist, ist selten dringend“. Ich habe daher nur den Zeithorizont-Begriff in meinen Werkzeugkasten mitgenommen. Und zwar so:

Im Grunde funktionieren bei mir die von Kaan unter 8. vorgestellten Vision Boards ganz gut. Ein Foto meiner aufgeräumten Wohnung (aus dem Jahr 2010 :oops: ) motiviert mich zB. immer, den Zustand wiederherzustellen. Aber wen wundert es: Als ich mal in einem Seminar ein Vision Board gemacht habe, war mein Flipchart komplett und teils überlappend vollgeklebt mit Bildern. Ungewöhnlich kam mir das erst vor, als ich gesehen habe, wie viel freie Fläche die anderen noch hatten. Nicht wenige hatten eher so 3, 4 Bilder von Themen, auf die sie gerade fokussiert sind.

Und was für ein Zufall: Auf meinem Vision Board war sogar ein Zitatschnipsel „Jede Blume in einem Strauß braucht Platz zum Atmen.“ Die Bilder meines Vision Boards hatten aber alle eher Schnappatmung. Abreißen wollte ich trotzdem nichts.

Dabei hilft mir jetzt mein Zeithorizont-Flipchart-Papier: Visualisierung trifft auf Zeitplanung. Ein Zeitstrahl von unten nach oben, zunächst mal bis zum Ende meiner Fortbildung im Januar 2021. Als Zwischenstopps sind einige wenige - wichtige, aber noch nicht dringende - Bilder aufgeklebt. Als ich das von links nach rechts angeordnet habe, war das noch nicht stimmig. Das hängt evtl. mit der oben beschriebenen Zeitcodierung zusammen. Ich muss auf den Leuchtturm zulaufen. Und vor allem muss ich zeitlich mitkriegen, wenn ich versacke und wie Pacman an den Wunschbildern vorbeirase, ohne die aufzufressen / zu realisieren.

(Ich hatte leider keine Zeit, mich kürzer zu fassen. So granular ist das Konzept noch nicht.)

Kommentare und Diskussion drüben unter: <LINK_TEXT text=„viewtopic.php?f=19&t=1476&p=18978#p18978“>https://adhs-forum.adxs.org/viewtopic.php?f=19&t=1476&p=18978#p18978</LINK_TEXT>