Wirklich erholen mit ADHS? Wie macht ihr das?

@Nelumba_Nucifera,
uups, danke, so ein positives Feedback hatte ich (mir zwar irgendwie erhofft) nicht erwartet.
Danke, ist mutmachend. Vielleicht hole ich doch mal meine Webseite aus der Palliativstation heraus. Da liegen ja noch drei solche Phantasiereisen.
Knacken hast du gehört? Ist mir noch nicht aufgefallen. Ich hab mir selbst auch schon gelegentlich zugehört, um runterzukommen aus hüpfenden Gedanken.

@Jules777 ,
darf ich fragen, auf welche Aussage von @Nelumba_Nucifera sich dein “Mich auch” in deiner Antwort bezieht? Darf ich noch etwas fragen? Was genau meinst du mit “sowas”?
Pauschale Behauptungen finde ich nicht okay. Je nach dem, wie sie formuliert sind, können si aggro-Gefühle triggern. Jeder Mensch sollte die Freiheit haben, für sich zu entscheiden, was gut passt und was nicht.
Wenn du in meine oben verlinkte Fantasiereise rein gehört hast, würde es mich brennend interessieren, was zu dazu bitte kritisch anzumerken hast.

@Iwan das bezog sich auf meine Aussage zu Jacobsen :sweat_smile:

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Bei mir ist PMR auch das Einzige aus dem ganzen “Entspannungsgedöns”, das ich ertragen kann und das mir wirklich hilft etwas runterzukommen. Wahrscheinlich weil man dabei mit dem Körper ja auch wirklich was tun muss und es gar nicht so einfach ist, nur eine ganz bestimmte Muskelgruppe anzuspannen (um sie dann wieder loszulassen).

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Ja, es gibt viele wo Jacobsen genau passend ist, weil so klar vorgegeben.

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Und ich finde deine Behauptung, ich würde etwas pauschal behaupten, nicht okay. Meine Antwort bezog sich definitiv auf eine andere Aussage und ich habe nur über meine Erfahrungen gesprochen. So wie immer.

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Hallo @Jules777

Uups. Es tut mir leid, dass wir uns ziemlich falsch verstanden haben. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich dir durch ungenaue Formulierungen Anlass zu Ärger gegeben habe.

Dass deine Antwort an nelumba-nucifera sich auf einen anderen älteren und weiter oben stehenden Eintrag von ihr bezog und nicht auf den Eintrag direkt davor, konnte ich nicht erkennen und war verwirrt. Deswegen habe ich noch mal bei dir nachgefragt. (Glücklicherweise hat nelumba-nucifera das gleich richtig gestellt.) Ich möchte ungern noch mal in so ein Fettnäpfchen treten; deswegen bitte ich dich, mir auf die Sprünge zu helfen, wie ich mir zukünftig den Kontext von nicht in Reihenfolge befindlichen Einträgen erschließen kann.

Du schriebst

Mein Satz: “Pauschale Behauptungen finde ich nicht okay. Je nach dem, wie sie formuliert sind, können si aggro-Gefühle triggern.”

bezog sich genau darauf und war als Zustimmung (!) gemeint. Wie hätte ich es anders formulieren sollen?

Ich hoffe, du bist mir wieder gut.

Liebe Grüße

Iwan

Ich hab für mich erkannt, daß ich mir mit dem Enspannen - also dem Nichts-Tun-Entspannen - aka Temporäres Nicht-Funktionieren schwer tue, nicht aufgrund des primären reinen ADHS, sondern aufgrund der damit verbunden gewesenen sekundären Traumata samt RSD.

Wie kann ich mir erlauben, mich inmitten ungetaner Tasks auf die faule Haut zu legen? Wo ich doch sowieso nicht genüge und jeder über mich mit den Augen rollt.

Die Angst vor Zurückweisung aufgrund von Mangelhaftigkeit war in Ur ur ur Zeiten ein Todesurteil - verstoßen vom Clan.

Seit ich weiß, daß mein Chaos und meine Unzulänglichkeiten mir nicht gefährlich werden, lebt es sich absolut entspannter.

Das, was weiter oben als Entspannung diskutiert wurde, hat nichts mit fauler Haut zu tun. Es dabei um Priorisierung und Aufmerksamkeitfokussierung und Selbstfürsorge. Du bist natürlich völlig frei für dich Entspannen als faul sein zu definieren. Könnte es sein, dass du mit wirksamer Entspannung noch keine Erfahrung gemacht hast?

Ich wünsche dir, dass du mal eine solche Erfahrung machst.

Wer, warum auch immer, ständig und viel Leistung bringen will oder/und für andere da sein will, hat nicht nur das Recht sondern sogar die Pflicht seine Akkus aufzuladen - meine Meinung. Mit leergefahrenem Akku kommst du noch nicht einmal zur Ladestation.

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Weil du das Recht dazu hast.
Weil es dir zusteht.

Isso.

hallo liebe Großstadtkatze, leider hab ich keine Entspannungstipps für dich, ich habe damit auch Probleme. Aber darf ich fragen, welche Klinik sich auf ADHS spezialisiert?

Hi….

das Problem kenne ich bestens, insbesondere mit dem “H” in Kopf und Körper, schon seit über ein 1/2 Jahrhundert.
Heute kann ich gesichert sagen, was ich sehr lange vermutet habe, dass es keine Gesundheit beim Arzt gibt!

Die Bewegung ist für mich essentiell, da diese auf das gesamte Hormonsystem wirkt! Etwas Zufriedenheit dank Dopaminmangel. Darüber hinaus auf die Mitochondrien und die ATP Produktion. Dadurch werden die Zellen und der Stoffwechsel für die Genesung aktiviert. Wichtig.

Klar zwingt mich eine Grippe, Erkältung, Corona auch erst mal zu Ruhe, aber je eher ich mich aufraffe um so schneller gelingt die Genesung mit raus an die Luft. Insbesondere mit Blick auf die eigene Laune. Sprich der Depression davon laufen.

Die Tipps des Medicus und die meiner Umwelt waren deren Strategie zur Bewältigung. Die können aber dank der Dopamingenerierten Zufriedenheit es besser in Ruhe aushalten. Es sind in der Mehrheit keine Neurodivergenten Menschen um mich herum, einschließlich in der gesamten Versorgung.

Man muss lernen auf seinen eigenen Körper und dessen Signale zu reagieren.

Heute habe ich es fast verstanden: “Ich bin ich und die anderen sind die anderen”

Aus meiner Sicht gibt es nur eine gesundheitsschädliche Bewegung: “Keine Bewegung”.

Da ist der Medicus fast bei mir. Hüftgelenk versorgte werden nicht wie früher 14 Tage ins Bett gesteckt sondern am nächsten Tag auf den Flur gejagt und die meisten wollen nicht laufen.

ich hoffe ich konnte für dein eigenes Verständnis motivieren LG

PS.: ich habe kein ADHS, ich bin`s.

mir wurden die Schön-Kliniken empfohlen.

@IvyDancer:

das spielt bei mir sicher auch mit rein. Ich habe z.B. bei der Arbeit immer das Gefühl, auch deswegen, weil ich „komisch“/„verpeilt“/whatver bin (hat sich in jahrelanger leidvoller Erfahrung im Kopf einfach so festgesetzt…. komplexe Traumatisierungen habe ich sicherlich auch, ob die Kriterien einer cPTBS erfüllt sind, muss sich zeigen), immer ein bisschen mehr leisten, mich ein bisschen mehr anstrengen, halt auch mal ein (oder zwei oder viele) Wochenenden arbeiten, um ein aufwändiges Projekt zu Ende zu bringen….ich hatte und habe innerlich immer noch sehr stark das Gefühl, mich für meine bloße Existenz und dafür, dass ich nicht perfekt bin, entschuldigen bzw das irgendwie kompensieren, z.B. indem ich mir alles mögliche noch mit draufpacken lasse . Ich sage ganz selten nein (dass ich das überhaupt mache, ist schon ein Fortschritt), aber wenn, dann geht wirklich gar nichts mehr.

Auch zu Hause…. solange noch etwas unerledigt ist, komme ich nicht wirklich zur Ruhe. Das muss gemacht werden, und jemand muss es ja machen. Auch hier ist das einerseits eine „Kopfsache“. Andererseits weiß ich aber auch sehr genau, dass es immer anstrengender wird, je mehr Aufgaben sich anhäufen.

Es ist halt leider nicht nur „Perfektionismus“ (der bei mir aus der Erfahrung resultiert, mich sowieso mehr anstrengen zu müssen, z. B. alles kontrollieren zu müssen, weil ich halt mehr Flüchtigkeitsfehler mache… und solche Erfahrungen, „unzulänglich“ zu sein, nicht zu genügen…. sitzen bei mir einfach sehr tief. Das zu bearbeiten und zu ändern - sehen zu können, was ich eigentlich alles leiste, Wertschätzung annehmen zu können, mir selbst nicht ganz so viel Druck machen usw) wird hoffentlich auch in der Therapie Thema sein können), sondern auch das Wissen/die Erfahrung (auch nach 8 Jahren Beziehung mit einem Mann, der ebenfalls ADHS hat), dass viele Dinge nicht erledigt werden, wenn ich sie nicht mache.

Aktuell warte ich noch auf die Kostenzusage für den Klinikaufenthalt, alles andere (Krankengeld usw) ist soweit organisiert, und ganz langsam komme ich ein bisschen runter. Ich schaffe es inzwischen, nichts zu erzwingen, wenn es grade nicht geht. Dann mache ich halt Pause, oder Dinge, die nicht lebenswichtig sind, bleiben liegen, und ich mache etwas, das mir gut tut.

Naja, mal sehen, wie sich das alles weiter entwickelt…

Wo ich mich gut erholen kann , ist ein ganzen Tag in der Sauna inc . Einer 50min Massage und lecker Essen und irgendwelche Zeitschriften lesen , die ich mir niemals kaufen würde . :sweat_smile:

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ja, stimmt… das wollten mein Mann und ich eigentlich schon lange mal wieder machen (wir haben es aber tatsächlich vergessen :face_with_peeking_eye::scream::flushed_face:). Grade in dieser Jahreszeit ist das einfach angenehm.

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Ich habe nicht alle 55 Beiträge bis hier gelesen, und bitte daher um Entschuldigung, sollte schon was vorher erwähnt worden sein.

Ich denke wie viele hier, dass die Entspannung im Gehirn starten muss, aber mir helfen doch recht klassische Dinge wie Bewegung, tanzen, Yoga und Singen und Ähnliches - bei Grippe ist weder richtige Bewegung noch Sauna und Eisbad drin, aber Selbstmassage und Yin Yoga könnte klappen. Davor schreibe alles was dir gerade durch den Kopf geht und dich beschäftigt auf und beende das Schreiben bewusst mit einem “für jetzt ist genug gedacht”

Versuche deinen sehsinn soweit wie möglich auszuschalten und idealerweise deine internetfähigen Geräte außer Sichtweite zu haben. Mach’s dunkel und ein zwei Kerzen vor dir an, dann hast du einen Fixpunkt, wenn Augen zu nicht klappt. Gib deinem Gehirn trotzdem was zu erfahren, zb durch gute entspannende Musik, evtl. auch was psy/Trance artiges (zb. Martin roth - an analog guy in a digital world, oder nicht elektronisch das Album Hymns of Spirit von Beautiful chorus ), zünde ein Räucherstäbchen an. Suche dir vorher entweder ein paar yin Positionen aus (5 reichen) oder fange an deinen Körper selbst zu massieren. Damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe, weil meine Hände was zu tun und ertasten haben und meine anderen Muskeln einen Entspannungs/bewegungsimpuls spüren. Meine Favoriten sind Kiefer (mit sauberen Fingern von innen gegen die Kiefermuskeln drücken), Waden, Füße Nacken und Kopf . Wenn du quasi deinen Körper zwingst, zu entspannen, kannst du darauf hoffen, dass dein Gehirn bald folgt.

Ich wünsche dir viel Erfolg liebe GroSstadtkatze!

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Ich mache seit ein paar Tagen nun die Achtsamkeitsmeditation in ORIKO. Da erinnere ich mich jedes Mal wieder an eine Zeit vor einigen Jahren, als ich auf dem täglichen Weg zur U-Bahn mit solchen Sachen (Meditation, Achtsamkeit) anfing. Ich lauschte über Kopfhörer beim Gehen der Stimme, die meine Aufmerksamkeit auf meinen Atem lenkte und immer mal wieder sagte (wie in ORIKO): „Wichtig: Nichts verändern!“ Krampfhaft versuchte ich also, den Atem genau so beizubehalten und auf gar keinen Fall zu ändern! :grinning_face_with_smiling_eyes: Und dabei soll man entspannen? :grinning_face_with_smiling_eyes::wink:

Kennt ihr das auch? Habt ihr das auch so verstanden?

Bei progressiver Muskelrelaxation bin ich auch immer eingeschlafen.

Ich bin hier im Thread gelandet, weil ich mich auch extrem schwer damit tue, einfach mal nichts zu tun. Selbst wenn ich krank bin, fällt es mir schwer, viel zu schlafen oder überhaupt mich auf dem Sofa oder im Bett auszuruhen…

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Indem man seine Atmung zählt nicht diese Kontrolliert, ist sie zum Beispiel sehr schnell, passt man die Zählweise an.

Bsp.
Aus einem „Ich atme ein eins, ich atme aus eins…“ wird dann ein „ein eins, aus eins…“ wenn Panik aufkommt und die Atmung dementsprechend schnell ist.

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Hallo Alien

Wenns dir schwerfällt, auf dem Sofa auszuruhen, dann schlag ich vor. Nimm dir ein paar Kopfhörer und hör mal in den Link.

Horchmal

Wenn dir die Musik am Anfang zu lang ist, go to Minute2:20

Danke! Hatte ich schon hier im Thread gesehen, inzwischen aber auch endlich heruntergeladen. Heute Morgen, als ich zu früh wach war, habe ich es mir im Bett komplett angehört. Wirklich angenehm zu hören!
Du sprichst die Endungen der Wörter deutlich aus, was man im normalen Redefluss nicht machen würde. Am Anfang hat es mich etwas irritiert, aber dann nicht mehr.
Ich werde es mir auf jeden Fall noch mal anhören! Auch die Inhalte fand ich sehr gut.