YNAB - You Need A Budget // Finanzen in den Griff kriegen mit ADHS

Ja, ist lustig, welche Umwege man eben da manchmal gehen muss.
Immerhin ist mir jetzt viel klarer, WARUM bestimmte Sachen bei mir nicht funktionieren, was es einfacher macht nach Alternativen zu suchen.

Die „Bargeld“ Methode ist bei mir daran gescheitert, dass ich
A) 90% meiner Ausgaben mittlerweile Online tätige. Das war auch schon vor Corona der Trend. Nach Corona und mit 100% homeoffice sind meine Barausgaben sehr überschaubar geworden.
B) Ich bei der Postbank bin und jedesmal so empört bin, wenn ich an nem fremden Geldautomaten 5 EUR (!) Gebühr bezahlen muss, dass ich immer nach nem passenden Automaten suchen will erstmal, aber dann schon im Auto sitze und letzten Endes einfach genervt aufgebe…

Simplicity is key though…
Das Interface von Ynab muss man zwar erstmal durchschauen, ist aber dann eigentlich alles sehr logisch und leicht zu automatisieren.
Mir ist es generell wichtiger, dass man Sachen automatisieren kann, als dass es super easy ist reinzukommen, da ich mich eben auch im Hyperfokus da EINMAL richtig reinfuchsen kann, aber es nicht hinkriege irgendwas regelmässig manuell und ohne „besondere Belohnung“ durchzuziehen…

Aber gibt eben auch viele, für die das sofort abschreckend ist, wenn es ERST mal etwas mehr Aufwand ist.

Da hilft es find ich sehr, sich gar nicht so viel mit der App selbst zu beschäftigen erstmal, sondern sich da Stück für Stück mit der Philosophie vertraut zu machen:
Die 4 Regeln hat man in 5 Minuten gelesen und nach paar Tagen sickert dann auch der Rest langsam durch…:slight_smile:

Ich bin da immer wieder zurück gegangen und hab mir einzelne Guides durchgelesen, weil ich nicht wusste wie ich das alles aufbauen soll.

Die WebApp hat eine Online-Banking-Anbindung. Was auch immer das heißt.

Ich habe mich aber auch nie mehr damit befasst, ob es eine bessere Alternative gibt.

Nope, grad nochmal gecheckt, gibt sogar nen Post im Forum dazu, warum die das für unnötig halten.
Unter anderem weil die Bank ja nur weiss DASS bei Aldi eingekauft wurde, aber nicht WAS…was hier ja auch schon besprochen wurde…

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pfff… da bin ich jetzt aber platt… habe das auf der Website gelesen…

grade nochmal gelesen „Geplant sind“

klassische Selbstverarschung :crazy_face:
:woman_facepalming:t2:

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Jup. Ich mein, ich find Ynab insgesamt wirklich super, aber grad schmerzt der Gedanke an das Jahresabo schon noch…und wundert mich einfach, dass es so gar keine vernünftige Alternative gibt:
Entweder ist die Bankanbindung nicht gegeben und dann stellt sich die Frage, was der Vorteil gegenüber einer Exceltabelle ist, oder es steckt halt so gar keine Philisophie dahinter und es wird erwartet, dass jeder das gleich benutzt: Feste Kategorien oder Zeiträume, die sich nicht ändern lassen etc (Bekommt ja jeder hier das Gehalt am exakt gleichen Tag und in gleicher höhe, richtig?).

Die hälfte der apps wird auch nicht wirklich gepflegt…
Meine Freundin braucht ja evtl. noch was separates, möglichst gratis, nur um IHRE expenses zu tracken, die nicht bei mir auftauchen sollen und da gibts teilweise schon beim signup probleme.

Ich hatte lange gesucht als der Preis angehoben wurde - dachte sowas eigentlich simples müssten doch auch andere anbieten.

Hab dann nur Lamonee gefunden. Ohne Bankanbindung.

Am Ende wollte ich aber nicht mehr auf ynab verzichten und dachte - für Spotify zahle ich letztendlich mehr - und YNAB hat wirklich mein Leben nachhaltig verändert.

Sowas zu entwickeln, vielleicht auch auf deutsch wäre jedenfalls ne Geschäftsidee.

Ist mir schleierhaft, warum bei den ersten 10 Blogposts zum Thema „diese 5 Budgeting apps sollten sie kennen oder so“ KEINER ynab erwähnt.
Liegt nicht nur am englischsprachigen der App, Mint hab ich zum Beispiel schon erwähnt gesehen.
Aber genug der Lobhudelei.
Wenn ich in zwei Monaten hier rumheule, dass alles nicht klappt, weil meine Freundin nicht mitmacht, dann blamier ich mich ja noch…:slight_smile:

Ich glaube, mich zu erinnern, dass genau das letztendlich mein Kriterium war.

Was ich noch getestet habe war „Starmoney“.
Von allen Apps war das vom Umfang her noch am nächsten an YNAB dran UND hat auch Bankanbindung UND is auch auf Deutsch verfügbar.

ich hab mir nur die Windows App angesehen und die sieht eben insgesamt etwas…altbackener aus.
Eben wie so ne richtige Finanzsoftware…:slight_smile:

Habs mir gestern dann nochmal angesehen, weils eben auch nicht mal die Hälfte monatlich kostet.
Was ich da allerdings tatsächlich vermisse, ist die Flexibilität/Automatisierung mit der man in Ynab Budgets verwalten und anpassen kann.

Starmoney KANN zwar auch Budgets, aber dass man direkt sieht, wieviel fehlt oder zuviel drin ist je Budget UND dann direkt was mit zwei Mousclicks verschieben kann, geht nicht.
Und da alles was manuell zu tun ist ein ADHS-Stolperstein ist, bleib ich wahrscheinlich trotzdem erstmal bei Ynab.

Dafür find ich bei Starmoney die Vorschau auf den nächsten Monat tatsächlich etwas gelungener, da dann nicht nur der aktuelle Stand an Zahlungen und Budgets gezeigt wird, sondern was tatsächlich erwartet wird und wie dann der Kontstand aussehen würde nach jeder Zahlung.
Wie gesagt, vermutlich irgendwann Gewöhnungssache, momentan irritiert mich das noch, wenn im nächsten monat scheinbar viel zu viel Geld zur Verfügung steht, nur weil einige Rechnungen von DIESEM Monat noch nicht gebucht wurden.

Ausserdem hat es eben auch direkt Multibanking als Funktion.

Von Starmoney gibts auch eine Trialversion, also vielleicht einfach mal anschauen, wenn Interesse besteht.

Gewöhnungssache ist es auf jeden Fall. Wenn ich mir überlege, wie lange ich hin und her überlegt habe, wie sich das am einfachsten handhaben lässt und trotzdem alles im Blick bleibt.

Ich weiß ja nicht, was YNAB kann, aber ich kann bei mir jede Buchung auch vordatieren… Ich kann die Buchungen Monat für Monat nehmen oder kann die Differenz auf den Folgemonat mitnehmen. Ich mache das meistens mit dem Folgemonat und lass die App ein Jahr vorausberechnen. Da werden die festgelegten Budgets als voraussichtliche Buchung gerechnet. Also wenn ich sage, mein Budget für Kleidung ist 100 Euro/Monat, kaufe mir aber nur was für dreißig, gehen die siebzig in das Budget für nächsten Monat, es erhöht sich also… Und im Forecast werden die 100 Euro eingerechnet, wenn ich das so festlege.

Eine Zeit lang, als die App diese Budget-Funktion noch nicht so ausgereift hatte, habe ich das als Fix-Buchung angelegt, die ich dann manuell korrigiert habe. Das war etwas knifflig, aber ging auch, weil die App alles auswerten kann.

Was ich jetzt noch nicht ganz verstanden habe, was du genau meinst mit Automatisierung… hast du mal ein zwei Beispiele für mich?

Ehrlich gesagt hakts heute bei mir wieder etwas mit dem Verständnis…

Aber in der Theorie funktioniert das beispielsweise so:

Ich hab mehr ausgegeben in einer Kategorie, also hab ich ein minus im gesamt budget und kann mit ein paar Mausclicks auswählen, wie ich damit umgehen will: Umschichten aus einer anderen Kategorie zum Beispiel, oder einfach weniger zuweisen.
Andersrum genauso: Wenn ich in einer Kategorie nichts zugewiesen habe, kann ich auswählen zwischen Kategorien wie „im Durchschnitt ausgegeben“ oder „im letzten Monat zugewiesen“.
Oder ich weiss, dass ich ne Rechnung im Dezember bezahlen muss, also schlägt ynab mir automatisch vor, wieviel ich dafür ab JETZT zurücklegen sollte monatlich.

Wo es bei mir grad immer noch am meisten hakt…
Bei der Vorschau für den nächsten Monat.

Da kommt mir die Automatisierung irgendwie in die Quere.
FÜr die ganzen flexiblen Budgets ist auf MEINEM Konto grad eh keine Luft, das muss alles separat mit meiner Freundin die nächste Zeit ausbaldovert werden.

ICH will grad nur wissen, wieviel Geld ich im Supermarkt und beim Tanken lassen kann, damit ich on Track bleibe mit allen monatlichen Fixkosten und den leidigen Quartals und Jahresrechnungen, die ich nie aufm Schirm habe…

Meinen Dispo hab ich ja erstmal als Extra-Konto angelegt, mit dem Verfügungsrahmen als Guthaben, damit überhaupt was zum zuweisen übrig ist im Budget.

Aber wenn ich jetzt in den nächsten Monat gehe, seh ich:
A) Ein rotes MINUS im Bereich des „Ready to assign“, weil das nächste Gehalt nicht auftaucht als EInkommen (is ja noch nicht aufm Konto).
B) Ein PLUS in allen Kategorien für die fixkosten, wo die in diesem Monat noch NICHT abgebucht wurden (weil sie beispielsweise erst am 30. gebucht werden oder am 1., mein Gehalt aber erst am 3. kommt)
C) Wenn ich in den Fixkosten zum Beispiel sage „Assigned last month“, dann hab ich im „available“ Bereich jetzt das doppelte stehen, weil ja angeblich vom letzten Monat noch was „Übrig“ ist…

Gibts da irgendne schlauere Art, das anzulegen, oder versteh ich da immer was noch nicht?
Oder klärt sich das einfach im nächsten Monat dann, wenn das einmal „durchgelaufen“ ist von selbst?

Ich hab halt jetzt gerade den Stress überhaupt erstmal ein Budget zu erarbeiten, was funktionieren könnte, da wäre es sehr hilfreich, wenn ich das auch tatsächlich als Vorschau hätte, insbesondere mit den ganzen nicht-monatlichen Rechnungen.

So bleibts wieder sehr theoretisch, wieviel wirklich übrig bleibt für flexible Posten (inklusive Lebenshaltung).
Zwei Schritte vor und ein zurück…

@Justine Wie gibst du denn deine fixkosten genau ein?
Ich hab jetzt halt für jedes ein Target erstellt, mit Zieldatum und wie oft es sich wiederholt (also monatlich, zwei/dreimonatlich etc.).

Dann hast du definitiv was falsch gemacht. Hast du schon Geld in die Kategorien verteilt, was noch gar nicht da ist?

Das geht natürlich nicht. Das machst du erst wenn dein Gehalt kommt.

Hast du die schon alle aufgeschrieben?

Alle Fixkosten vom ganzen Jahr, auch alle unregelmäßigen mal aufschreiben.

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Hab ich alle mal aufgeschrieben separat in ner Exceltabelle und eben in YNAB auch schon eingetragen.

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Genau das ist ja mein Problem…
Wenn das Geld akut so knapp ist, kann ich mich grad nicht entspannen, wenn ich nicht weiss, wieviel ich nächsten Monat verteilen kann, basierend auf dem was ich jetzt noch ausgebe/ausgeben muss an Rechungen:
Ist es jetzt schon knapp und wenn ja in welchen Kategorien?
Kann ich mich jetzt noch irgendwo einschränken, damit ich im nächsten Monat auf 0 lande, oder muss ich eben monatliche Beiträge zu jährlichen Posten streichen, bis wieder was Extra reinkommt?
Das sind eben die Planspiele jetzt, die ich brauch um eine Idee zu bekommen, was mir ggf. fehlt (weils eigentlich meine Freundin zahlen müsste) oder wo man ggf, umverteilen könnte.

Ich hab jetzt nen Workaround gefunden, wie ich das erstmal durchspielen kann:

  1. Ich geb im August als Extra Kategorie „Gehalt“ an und assigne da mein Gehalt als Minusbetrag.
  2. Dann assigne ich alle Fixkosten nochmal den korrekten Betrag zu (entweder den monatlichen, oder den benötigten bis zum Jahresende als monatlichen Anteil).
  3. Was dann übrig bleibt, ist was für die flexiblen Posten da ist.

Wie gesagt, momentan ist es mega irritierend, dass eben alles was noch nicht abgebucht ist, als „plus“ auftaucht.
Ich versteh schon irgendwie, wies gedacht ist:
Also eben wirklich direkt nach Gehaltseingang und Abgang aller Rechnung bis dahin sich hinsetzen und dann verteilen, was wirklich DA ist.
Allerdings ist mir da immer noch unklar, wie ich da mit den Buchungen umgehe, die eben beispielsweise NICHT am 1. abgebucht werden.

Was wie gesagt zur PLANUNG nicht so optimal ist, wenn man erst noch versucht rauszufinden, wieviel man überhaupt wofür einplanen muss/kann/will.

Ich habs ja teilweise auch schon gemacht und vermutlich ist die App eben DAFÜR nicht gedacht, also für die Planspiele, bevor man rausgefunden hat was funktionieren könnte, das sollte man vielleicht doch erstmal separat machen.
Die Funktion „rechne mir aus wieviel ich monatlich ab JETZT zurücklegen muss“ kann man ja trotzdem mit fiktiven kategorien nutzen.

Ich geb zu, das ist vielleicht so beim Lesen alles etwas schwierig nachzuvollziehen, wenn ich mal weiss, wie ich das alles umsetze, mach ich auch mal was mit Bildern, für zukünftige Generationen…

Dazu kommt ja auch noch, dass ich versuch mir vorzustellen, wie das mit verschiedenen Konten verknüpft aussehen soll dann.
Ich denk jetzt nochmal laut:
Ich glaub am meisten Sinn macht wirklich EIN gemeinsames Konto für alle gemeinsamen flexiblen Kosten.
Also sowohl gemeinsame jährliche Fixkosten (KFZ Versicherung, Reparaturen etc), als auch die monatliche Haushaltskasse für Benzin und Supermarkt.
Das ist der Teil, den wir gemeinsam wuppen müssen und wo wir gemeinsam einen Überblick brauchen.
Dann müssen da beide einen monatlichen Betrag für die Haushaltskasse einzahlen und vom Extra einkommen wird dann nach Budgetsitzung ein Teil darauf überwiesen und ein Teil geht auf separate Revolut konten zum Beispiel, wo dann die persönlichen Wants/Needs bedient werden.

Dann brauch ich gar nicht mehr auf den Kontostand vom Gehaltskonto schielen ständig und muss keine Angst haben, versehentlich das Budget für die Fixkosten anzurühren.

Für die Übergangsphase könnte es sinnvoll sein, wenn man da trotzdem die Kategorien für die Haushaltskasse drin lässt: Bis sich das eingeschossen hat mit den monatlichen Überweisungen und dem tracking, bis ggf. überhaupt erst ein gemeinsames Konto+Karten da sind, kann man dann da noch die Posten sammeln und dann als Ausgleichszahlung oder so auf das gemeinsame Konto übertragen, sobald das bereit ist.

Zuerst die Fixkosten die auch in dem Monat bezahlt werden. Den Rest auf die wichtigsten Kategorien verteilen.

Lebensmittel usw.

Wie habt ihr es denn bisher mit dem Geld gemacht? Hast du ihr was überwiesen wenn du mehr hast? Wer hat bisher welche Fixkosten gezahlt?
Vielleicht kann man das erstmal so lassen und du machst dein Budget für deine Sachen. :thinking:
Getrennt kann manchmal einfacher sein.

Am Anfang hab ich bei den Kategorien immer den Tag dazu geschrieben.

Zum Beispiel so:

Miete am 1.
Strom am 10.

Du hast doch eine ungefähre Idee, wieviel ihr so an der Supermarktkasse bezahlt. Bei uns sind die Beträge immer ähnlich, also ein normaler Wocheneinkauf ist so bei 100 Euro - mein Budget ist wöchentlich 120 Euro, ich gehe einkaufen und bezahle plötzlich 130 Euro, weil Kaffee im Angebot ist… das sind zwar momentan 10 Euro drüber, aber dafür brauche ich die nächsten drei Wochen keinen Kaffee und bezahle dann nur 80 oder 90 Euro… so gleicht sich das aus…

Ich denke inzwischen, dass dieser tagesaktuelle Status, den du dir wünschst, das ganze unnötig verkompliziert.

Auf jeden Fall ist es nicht damit getan, eine App (welche auch immer) perfekt einzurichten. Es gehört eben auch dazu, dass man bewusst kauft. Besonders dann, wenn das Geld knapp ist, sollte jede Ausgabe geplant sein.

Ich meinte eher, wie du das eingibst in Ynab, ich nehme an das machst du ja nicht jeden Monat neu.
Da kann man ja „Targets“ eingeben, wo man den Betrag und den Tag einträgt, an dem es fällig ist.
Aber man kann ja auch noch wählen zwischen „Needed for spending“ und „Savings balance“ und noch zwei mehr. Und da war ich mir eben nicht sicher, ob ich da vielleicht was falsch mache, weil die Beträge eben in der Vorschau für den nächsten Monat dann doppelt drin waren, wenn sie in diesem Monat noch nicht abgebucht wurden.
Das macht vielleicht Sinn bei flexiblen Budgets: Wenn ich jeden Monat 50 EUR als Target für „Freizeit“ eingebe, dann motivierts mich ja, nichts auszugeben diesen Monat und dann direkt im nächsten Monat sehen zu können, „hurra, schon 100 EUR für Freizeit da!“.
Aber fixkosten sind ja fixkosten, die gehn ab ob ich spare oder nicht, daher würd ich das eben auch gern so anlegen.
Wenn das nicht geht, gehts halt nicht und wie gesagt, vielleicht gewöhnt man sich auch dran, aber grad hab ich damit noch schwierigkeiten.