Zimmer aufräumen Teenager

Gesteigert wurde weil sie schon mal 54 mg genommen hatte. Das war aber definitiv Zuviel. Die 36 mg waren die Dosis die die am längsten genommen hatte. Nachdem sie dann lange gar nichts nahm und Versuch mit Elvanse nicht geklappt hat wollten wir nochmal ganz langsam anfangen. Das hat sie 1 Woche genommen in den Ferien und dann nach 2 Tagen mit 27 mg als die Schule anfing wieder verweigert. Jetzt will sie aktuell gar keine Tabletten mehr nehmen und lässt sich da auch nicht überreden.Das überreden mit unretardiertem war am Nachmittag jeden Tag eine Diskussion, ja wir hatten es versucht und ich empfand es auch vom Rebound her angenehmer aber sie wollte keine Tabletten mehr am Nachmittag auch noch schlucken.

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Tatsächlich war es einfach nur ein Waschlappen den sie im Zimmer hatte vom abschminken.

Ja sie sagt sie bekommt Panik wenn sie nur aufräumen hört. Sie weiß nicht wo sie anfangen soll, auch wenn ich vorschlage es gemeinsam zu machen oder Musik dazu oder nur mal 5 min für den Anfang täglich am Abend. Es funktioniert nur irgendwie leider nichts was ich vorschlage.

Würde es vielleicht helfen, wenn sie dir für den Anfang nur zuschauen würde beim aufräumen? Also dass du nicht in ihrer Abwesenheit aufräumst, sondern eben zB 5 Minuten jeden Abend, aber wenn sie auch im Zimmer ist.

Mit der Zeit könntest du vielleicht kurz kommentieren, wie du vorgehst, „so, jetzt sammle ich mal alle Wäsche zusammen“ / „ich versuch jetzt mal, die Tischplatte freizukriegen“ - einfach so, dass sie einerseits mitbekommt, was in 5min so zu schaffen ist (einiges!) und andererseits sich ein bisschen bei dir abschauen kann, wie man so vorgehen könnte?

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Ein paar Ideen dazu, was du ihr sagen könntest: Bring ein paar Teile, die nicht in dein Zimmer gehören, zurück (eine beliebige Zahl, vielleicht erstmal fünf - ich habe die zwölf für mich entdeckt). Räum ein Regalfach (Schublade geht auch) einfach leer und lege nur das zurück, was da hin soll, den Rest in eine Kiste/Körbchen. Finde fünf Kleidungsstücke, die du nicht mehr anziehst - raus damit. Mach dein Bett (einfach Decke glatt hinlegen, nichts Dolles) - das sind zwei Quadratmeter Frieden.

„Jeden“ Tag eine Miniaufgabe dieser Art. So verliert das Aufräumen vielleicht seinen Schrecken.

Edit: Eine solche Aufgabe ist dann aus der Kiste fünf Dinge an ihren Platz zu legen oder loszuwerden.

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Wurde schon mal Ergotherapie in Erwägung gezogen für solche ausführenden Alltagdingen. Die Ergotherapie soll ja helfen ins tun zu kommen aber ich würde drauf achten das nicht nur gemalt wird sondern wirklich Konzentration, Strategien und Systeme angeleitet/vermittelt werden die auf Dauer helfen und erleichtern. i ch habe aber auch selbst 4 Ergotherapeuten durch die sich nicht gut an mich und meine Bedürfnisse anpassen konnten sondern immer nur mal bzw die eine Stereotypen für Kinder für Ordnung aufzwingen wollte. Ich kann Ordnung aber kam mit Medikamenten nicht aus dem Prokrastinieren raus

Vielleicht in Kleinstschritte aufteilen. Also: “Mach mal alle Schubladen und Schränke zu” dann “Heb mal alle Unterwäsche am Boden auf und bring sie zum Wäschesammler”. Also einzelne kurze Anweisungen geben. Ich weiss nicht, ob das funktionieren würde. Bei uns klappt das gut, wenn Tochter (13) nicht selbst darüber nachdenken muss, WAS der nächste Schritt ist, sondern ihn vordiktiert bekommt. Ist in der Pubertät aber nicht selbverständlich, dass keine Gegenwehr kommt.

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Das Thema muss man etwas auftrennen:

Das eine ist momentan aufräumen. Dazu helfen die Tipps hier sehr gut.

Der wichtigere Schritt ist aber Ordnung zu schaffen. Sprich, Dinge müssen ihren Platz haben. Was gehört zusammen etc.
Da muss man etwas finden, was deine Tochter anspricht. Mit 13 kann die evt. dazu angeleitet durch dich (dass es nicht ausufert) im Netz Tipss suchen. Es gibt ja allerhand Ideen dazu. Gut wäre, wenn du das etwas vorselektierst.

Ein Tipp von mir wäre: Rein in’s Zimmer gehen und überlegen, was aktuell die größte erste Baustelle ist.
z.B. Müll irgendwo - wo sammelt sich dieser. An diesen Orten soll ein Mistkübel stehen. Und ja, es kann sinnvoll sein, dass es mehrere Mistkübel gibt. Denn je weniger Aufwand, desto eher Ordnung - vermutlich einer am Bett und einer beim Schreibtisch z.B.
Dann noch überlegen, ob etwas vom Müll getrennt werden soll - Am Schreibtisch also Papier und Restmüll evt.

Dann nächster Schritt: Wäsche - wo fällt diese an und wo soll eine/die Wäschetonne im Zimmer stehen? (in meinem Kinderzimmer gab’s nie eine Wäschetonne - Schwachsinn, kein Teenager rennt in’s Bad und wirft dort Wäsche rein).
Vielleicht noch ein definierter Ort für Sachen, die man nochmal anzieht → schwierig, wird sicher immer chaotisch sein, aber Hauptsache, das hat mal seinen Platz.

Dann nächstes Chaoseck - z.B. Schulsachen - wo liegen die wiederum, wie sollen sie dort verstaut werden.

So einfach durchgehen schrittweise. Das wäre mein Ansatz für den Anfang.

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Und eine Grundbedingung für Ordnung generell ist für mich: Ausmisten

Je weniger Zeug man hat, desto einfacher ist es einfach Ordnung auch zu halten.

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Ich habe keinen Tipp, aber vielleicht hilft es dir zu hören, dass ihr damit nicht allein seid. Unsere Tochter, auch 13, hat kein Medikament gefunden, bei dem sie bereit wäre, die Nebenwirkungen (mal Mundgeruch, mal Kreislaufprobleme, mal emotionale Themen) während der Wirkzeit zu tolerieren. Sie lebt ebenfalls im Chaos, wobei es sie wenig belastet, bis Besuch kommt.

Lebensmittel oder Geschirr hole ich ohne Kommentar aus dem Zimmer, wenn ich es sehe, manchmal räume ich Müll in den Mülleimer, ansonsten ist es ihr Zimmer. Ich biete ihr hin und wieder an zu helfen und lasse sie, wenn sie nicht möchte.

Genauso wenn es um Schule geht. Sie weiß, dass wir ihr helfen würden und könnten, aber sie hat die Verantwortung dafür, und wenn sie gerade keine Hilfe annehmen will, ist das ok.

Mal sitzt sie beim Essen dabei, mal nicht.

Wir sind da über die Jahre recht entspannt geworden und haben viele Glaubenssätze oder gesellschaftliche Erwartungen hinterfragt und losgelassen.

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Hast du sie schon mal gefragt, was sie bräuchte, um Ordnung zu halten? Eine andere Art Unterstützung oder dass ihr zusammen ein System erarbeitet? Vielleicht hilft es Wirklich, dass sie ein wenig Verantwortung bekommt wie zum Beispiel mit der Wäsche.

Ich weiß noch, dass ich als Jugendliche immer Ärger bekommen habe, wenn mein Schreibtisch oder mein Zimmer unordentlich waren. Ich selbst bin aber zurecht gekommen. Hat mich nicht weiter gestört. Manchmal hat meine Mutter aufgeräumt, das war zwar an sich nett und auch irgendwie schön Das aufgeräumte Zimmer zu sehen Aber es war auch nicht mehr meine Ordnung, das hat mir dann nicht so gut gefallen. Vielleicht braucht sie auch einfach nur den richtigen Impuls beziehungsweise die Motivation um aufzuräumen. Die ist halt nicht jeden Tag gleich bei ADHS.

Vielleicht hilft es auch, ihr zu sagen, dass das ihr Bereich ist und du für Sie da bist, wenn sie Hilfe braucht, und du dich dann wirklich davon abgrenzt, etwas den Druck rausnehmen sozusagen.

Lebensmittel würde ich im Kinderzimmer nicht erlauben.

Bezüglich Lebensmittel. Vielleicht würde eine Wanne helfen wo sie von weiten alles immer reinpfeffern kann ?

Lebensmittel sind ja immer so ein besonderer Knackpunkt wo man so schwer drüber hinweg sehen oder riechen kann. Vielleicht hilft da etwas Druck z.B. Handy erst im Tausch gegen „Entsorgtes“ und zurück gebrachtes. Oder gegen eine Belohnung.

Wenn ich nicht aufräumen kann weil es voller Chaos hilft es mir manchmal ein Foto davon zu machen und dann ab auf den Balkon und in Ruhe einen Tee trinken und dann auf das Foto schauen. Aus der Metaebene/Draufsicht kann ich irgdwie besser erfassen wo ich anfangen könnte . Zur besonderen Motivation streiche ich dann auf dem Foto durch was schon weg ist .

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Ergotherapie hatte sie bis das neue Schuljahr kam aber mit nachmittags Unterricht, Verhaltenstherapie und Nachhilfe geht gar nichts mehr in der Woche. Wäre alles zu spät am Abend da bringt es nach einem langen Tag gar nichts mehr. Also haben wir das erstmal auf Eis gelegt.

Hab ich auch schon probiert aber sie macht sofort zu und legt sich schreiend aufs Bett und sagt sie kann das nicht. Hätte ja kein Problem damit es gemeinsam zu machen, aber meistens mach ich und sie schaut nur zu. Versuche es mit dem Geschirr so zu machen das ich ihr sage das ich gerne die Spülmaschine anmachen möchte und sie bitte noch schauen soll was sie mir bringen kann. Das klappt manchmal

Wenn ich aufgeräumt habe, hat alles seinen Platz. Nachdem ich auch immer wieder ausmiste hat sie jetzt nicht allzuviel Krempl sag ich jetzt mal. Es müsste alles nur wieder an seinen Ort zurück.

Wäschekorb hat sie im Zimmer da liegt mit viel Glück mal 1-2 Sachen drin. Was zum anziehen ist soll über den Stuhl und Mülleimer steht zwischen Schreibtisch und schminktisch. Ja evtl wäre einer am Bett noch sinnvoll.

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Ich wär gern auch entspannter aber es treibt mich schon sehr in den Wahnsinn vorallem weil ich ja da wäre und helfen würde. Schritt für Schritt alleine oder zusammen machen.

Ich hätte auch Ideen und finde viel von dem was hier geschrieben wurde super aber es hilft nichts.

Wohl fühlt sie sich nicht das sagt sie und ist dann auch erleichtert wenn ich es wiedermal gemacht habe. Wenn ich frage was sie braucht dann kommt aber halt so gar nichts.

Einmal hab ich für 2 Wochen nichts gemacht und das war die größte Katastrophe ich hätte am liebsten den „blauen Sack“ :sweat_smile: geholt. Aber sie lebte darin vor sich hin. Sie hat so einen langen Atem was das angeht.

Dann denke ich mir wieder das es ohne Medikamente wohl auch nicht gehen wird. Aber wenn sie auch weiterhin keine nehmen möchte dann hab ich Angst wo das endet.

Ja und Schule auch hier ähnlich, sie lässt sich nicht helfen. Es ist frustrierend, andere würden sich vielleicht wünschen das sie Hilfe bekommen und sie könnte alles haben aber nutzt es nicht.

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Hey Siri

Hast du meine Nachricht bekommen.

Ja ich denke auch dass es ohne Medis nicht geht.

Und Hilfe bekommen können und nicht annehmen kenne ich auch von neiner Tochter.

Hilft die Therapie bei euch?

Immerhin geht deine Tochter hin meine leider nicht

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Das denke ich eben auch. Da können die Tipps und Tricks noch so gut sein. Sie kann wohl wirklich nicht.

Da müssten wir ansetzen. Welche Strategien gibt es, dass sie sich nochmals auf Medis einlässt?

Und vor allem müsste es jetzt ein guter Arzt sein, damit es nicht nochmal schief geht.

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Ich würde bei einer 13-jährigen nicht mehr hinterherräumen.

Im Zimmer soll jetzt kein unhygienischer, nicht mehr begehbarer Chaoten Alptraum herrschen. Aber ansonsten arrangiere dich eben mit der Unordnung.

Ja ich hatte dir auch darauf geantwortet per Nachricht. :smiling_face: ja sie geht zum Glück hin aber ob es was bringt… weiß nicht genau. Sie hat mit extremer Wut zu kämpfen und das ist jetzt dadurch nicht wirklich besser geworden. Vielleicht waren meine Erwartungen daran auch zu hoch. Sie hat aber jemandem dem sie sich anvertraut und redet dort sehr offen und will am liebsten wöchentlich gehen. Aktuell ist nur Kapazität vom Therapeuten alle 2 Wochen.

Ja das hab ich bei meiner Großen auch nicht gemacht und das Chaos war mir egal. Türe zu und gut ist. Hat da gut geklappt und irgendwann hat sie schon aufgeräumt. Bei der kleinen funktioniert das aber halt gar nicht und wenn ich nichts machen würde dann würde auch nichts passieren. Da kann ich mich auf dem Kopf stellen. Das Chaos wird immer mehr und dann weiß sie selbst noch weniger wo sie anfangen soll und ihre Taktik ist es dann halt gar nichts zu machen.