Zu Elvanse / Attentin noch Clonidin?

So, jetzt nochmal mit etwas mehr Ruhe: je höher ich dosiert habe, desto krasser war die innerliche Unruhe und das Gefühl, irgendwie ferngesteuert zu sein. Mit weniger als 30mg war ich aber total weinerlich und irgendwie innerlich taub, das ging auch nicht.

Da ich dann einiges dazu gelesen habe, dass Clonidin auch dazu führen kann, dass man deutlich weniger Stimulanzien braucht, wollte ich lieber nochmal ganz langsam von unten anfangen.

Bis jetzt lässt es sich gut an. Ich bin noch bei weitem nicht an dem Punkt, dass ich die positiven Benefits von elvanse wieder so spüre wie mit 30mg. Aber ich spüre Benefits und hab momentan keinerlei negative Auswirkungen. Das Clonidin alleine genommen hat meine Stimmung vorher auch schon deutlich stabilisiert. Bin momentan recht optimistisch, dass ich mit der Kombi vielleicht auch langfristig auf einen grünen Zweig komme, das wäre schön :slightly_smiling_face:

Update für etwaige Mitleser: aktuell 10mg Elvanse morgens, 5mg mittags. Clonidin habe ich reduziert auf 0,0375mcg jeweils später vormittag und spät abends. Hatte kurzfristig den Effekt, dass ich mitten in der Nacht aufgewacht bin und nicht mehr einschlafen konnte. Da das Einschlafen am Abend aber kein Thema war, war ich relativ sicher, dass es nicht am Elvanse liegt. Habe dann nachgelesen und bin auf das Phänomen gestoßen, dass Clonidin in höheren Dosen uU anders wirkt als in niedrigen Dosen. Also nicht einfach nur stärker, sondern gänzlich anders. Offenbar hat das irgendwas damit zu tun, dass es in höherer Dosierung vermehrt präsynaptisch wirkt (niedrige Dosierung postsynaptisch) und das dann uU in eine vermehrte Aktivierung umschlagen kann (u. a. weil sich das Verhältnis REM/NREM-Schlaf verschiebt. Mit der geringeren Dosierung schlafe ich wieder durch.