ADHS - Gute Intelligenz trotz schlechter Noten? Brauche eure Erfahrungen :)

Achso, ich dachte du hättest einen Test beim Psychologen gemacht.
Danke für das Teilen des Links, da werde ich mich in einer ruhigen Minute auch mal mit befassen :grin: Bin neugierig​:sweat_smile:

Ich habe auch kein Geld zur Zeit um mir leisten zu können den Test bei Mensa zu machen. Beziehe zur Zeit Grundsicherung ( keine Rente da ich bisher weder eine Ausbildung noch einer Arbeit nachgehen konnte) Habe aber seit Juli einen Minijob, drei Tage a 2,5 Stunden.
Dadurch hab ich wenigstens etwas mehr Geld😅

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Übrigens, entschuldigt bitte dass ich jetzt erst wieder antworte.
An dem Abend wo ich das Thema hier geöffnet habe wollte ich wieder antworten aber da ich neu bin war mein Antwortlimit an dem Tag erreicht weshalb ich 20 Stunden warten sollte.
Am nächsten Tag dann hab ich erst spät Abends wieder dran gedacht dass ich doch antworten wollte, war aber zu müde und wollte es dann am nächsten Tag, also gestern, machen. Wieder das gleiche Spiel.
Aber jetzt dann endlich :sweat_smile:

Das stimmt, das ist natürlich ein Problem. Wenn die Grundlagen fehlen auf denen der weitere Stoff aufbaut kommt man nicht mehr wirklich mit. Irgendwann geht’s dann nicht mehr egal wie intelligent man ist.

@Falschparker

Vielen Dank für deine Antwort. Ja, da hast du bestimmt Recht. Sollte ich mich entschließen doch mal einen IQ Test machen zu wollen sollte ich abwarten bis ich die Diagnostik gemacht habe und weiß ob ich ADHS habe oder nicht.
Ob ich allerdings dann Medikamente nehmen will weiß ich nicht, aber ausprobieren ob es hilft kann man ja.

@Beefcake

Wenn du dich aber so bis zum Master, wie du es nennst, „durchgemogelt“ hast, bist du dann sicher dass du nicht hochbegabt bist?
Aber ich schätze dass du dann zumindest einen IQ im überdurchschnittlichen Bereich hast?

Weil das würde mit einem durchschnittlichen IQ doch gar nicht so funktionieren. Oder doch?
Und ein 2er Abi so kurz an einem 1,… Abi vorbei mit nur den paar Stunden lernen pro Fach einen Tag vorher ist doch eine Überfliegerleistung oder nicht?
Auf jeden Fall hast du dafür meine Bewunderung :slightly_smiling_face:

Darf ich fragen wie denn vor der Oberstufe, weil du ja erst ab dieser etwas gelernt hast, deine Noten komplett ohne lernen waren?

Also, keine Ahnung. Ich konnte mir halt irgendwie gefühlt nix merken😅
Ich hab auch öfters gefehlt.

@ulschke

Hihi, das war bei mir auch so :smile: Mehr gelb als weiß.

Dann bin ich ja nicht allein damit :sob: Irgendwie erleichtert mich das gerade.
Aber kann das ein ADHS Symptom sein? Wurde bei dir ADHS auch diagnostiziert?

Hast du diesen Teil noch? :grin:

Danke. Ich schaue da jetzt rein :smiling_face:

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Da findest du bestimmt einen Arzt in deiner nähe. Ich drück dir die Daumen

Ja, ich bin auch nicht weit weg von ner Hochbegabung, zumindest in dem einen Intelligenztest. Aber per Definition habe ich keine Hochbegabung.

Wir waren was Noten angeht ein ziemlich „krasser“ Jahrgang. Glaube 60% der Absolventen hatten bei uns 1,x im Jahrgang, da war 2,1 einfach nicht sooo gut :see_no_evil: (aber rückblickend bin ich ziemlich zufrieden damit)

Immer mittelmaß, in technischen Fächern & Mathe immer besser als in den Sprachen oder Geschichte etc.
Also
Sprachen, Geschichte etc. → 3er
Naturwissenschaften → 2er

Kein Überflieger, aber musste auch nie wiederholen.
Nur für mein Verhalten musste ich mir immer wieder mal was anhören, aber hab auch nur einen Verweis (obwohl mir mit so vielen mehr gedroht wurde :joy:)

Und wenn ich sage nicht gelernt: Also so in der früh noch das Heft anschauen oder so, das habe ich schon gemacht und Vokabeln konnte ich nicht aufs erste mal. Und wenn ich wusste, dass eine Schulaufgabe am nächsten Tag ist, dann hab ich mich natürlich auch ein wenig vorbereitet.
Vielleicht habe ich es auch zu überspitzt dargestellt mit dem „nichts lernen“.
Aber das Meiste wusste ich eigentlich immer noch aus dem Unterricht bzw. was ich da aufgeschnappt habe, hat oft gereicht.
Aber damit hier keine Illusion entsteht: Ich habe eher sehr wenig und auch nicht konstant und ohne Hilfe gelernt, und nicht „nichts gelernt“. Das wäre eine Lüge, die ich gern etwas begradigen würde :see_no_evil:

Aber ich hatte auch immer ein gutes Gespür dafür, was ich mir anschauen muss und was nicht um mit dem minimalen Aufwand durchzukommen.

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Hallo @Tasana

Ich bin gerade auf das Thema gestoßen, da ich mich auch für so etwas interessiere.

Hintergrund: Ich bin diagnostizierte Asperger-Autistin und habe nun den Verdacht auf ADHS massiv im Raum stehen.

Bei der Autismus-Diagnostik wurde ein IQ Test gemacht. Ich erreichte im CFT 20-R einen IQ von 106. Dazu wurde der KAI-N gemacht, Kurztest der allgemeinen Intelligenz. Den KAI-N kann man aber validierend in Korrelation zu IQ-Werten setzen. Ich habe eine Arbeit der Universität Bochum gefunden, wo diese Korrelationen bezüglich IQ und KAI-N aufgeführt werden. Es ist absolut valide, diese Tabelle zu benutzen. Meine Werte lagen im hohen und überdurchschnittlichen Bereich beim KAI-N (zwischen IQ 125 und 128). Anbei ist die Arbeit im .pdf-Format.

Mein Mann hat dieselbe Diagnostik durchlaufen und hatte in dem CFT 20-R einen IQ von 127, dafür im KAI-N „nur“ durchschnittlich, also um und bei einem IQ von 100. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen der fluiden Intelligenz (KAI-N misst Arbeitsgeschwindigkeit, Gedächtnisspanne und die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses. Die kristalline Intelligenz wird größtenteils erworben und kann durch den CFT 20-R wie in unserem Fall abgebildet werden). Vielleicht kann man hier einen geschlechterspezifischen Unterschied herleiten? Dazu bedarf es noch weiterer Forschung, denke ich.

Ich hatte durch die Bank schlechte Noten, Mathematik = Dyskalkulie und einen Abiturdurchschnitt von 3,4 - ich habe aber auch alle ADHS-Kriterien in den Zeugnissen stehen, somit wundert es mich nicht. Hinzu kam Mobbing massivster Art in der Schule und zuhause. Ich wurde unterdrückt und die Leistung sank zusehends. Das heißt aber nicht, dass ich dumm wäre. In meinen Arbeitszeugnissen (und davon habe ich viele) steht immer, dass ich wahnsinnig schnell und effizient arbeiten würde, eine schnelle und gute Auffassungsgabe hätte - Probleme hat ASS gemacht, mein Hyperfokus war auf das System ausgerichtet und definitiv nicht auf soziale Interaktion mit Kollegen und Kunden. Das brach mir bei jedem Job das Genick. Und nun arbeite ich nicht mehr, ADHS wird bald getestet.

Ich habe dir die Erläuterungen geschrieben, um dich zusätzlich zu bestärken, dass du keine Angst haben musst. Allein deine Ausdrucksweise zeigt, dass du nicht dumm bist: „…ich bin noch dabei, mich selbst zu reflektieren.“ Wenn ich das jetzt so richtig wiedergegeben habe, ist das eine sehr gewählte Ausdrucksweise und diese lässt auf eine höhere Intelligenz schließen. Lernen und auswendig lernen sowie wiedergeben hat mit „richtiger“ Intelligenz nichts zu tun.

Alles andere wurde schon gut aufgeführt. :point_up:

2b155309-dda0-4bf8-b232-cbd0e22b8e0c.pdf (287,4 KB)

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Hallo erstmal!
Ich kann dich beruhigen, du bist nicht dumm :smile:
Eine Eigenschaft, die Intelligenz ausmacht, zumindest emotionale Intelligenz, ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Quasi ganz einfach gesagt: Wenn darüber nachdenkt, ob er dumm sein könnte, zeigt damit, das er das nicht ist.
Es spielen aber natürlich wesentlich mehr Faktoren rein.
IQ Tests zeigen eine Tendenz, aber die wahre Intelligenz können sie meiner Meinung nach nicht abbilden. Auch ist der IQ schwimmend, verändert sich.

Ich habe ADHS-C und einen IQ von 126.
meine Noten waren gut bis zur 6 Klasse, danach ging es steil bergab.
Bei ADHS gibt es eine Diskrepanz zwischen einer z.B schnellen Auffassungsgabe, aber einer zu langsamen Verarbeitungsgeschwindigkeit einfach ausgedrückt.
ich bin irgendwann einfach nicht mehr hinterhergekommen mit dem Kopf, weil ich halt länger gebraucht habe, Dinge zu „lernen“, also zu verinnerlichen, als die anderen. Gerade, wenn es um Sachen ging, die für mich nicht greifbar waren, wie Matheformeln. Die habe ich auswendig gelernt, am nächsten Tag konnte ich mich nicht erinnern.
Und somit fing ich in Mathe quasi jeden Tag von vorne an, die Formeln zu lernen gleichzeitig zum anderen Lehrstoff.
ich mochte aber z.B gerne die binomischen Formeln, weil die für mich Sinn machten.
Wenn man sich auf die Schulnoten bezieht, spielen aber auch noch andere Sachen spielen mit rein.
Motivation, Interessen etc.
Ich bin am Gymnasium gescheitert, weil die Lernstrukturen für mich einfach nicht gepasst haben.
Das ist auch völlig ok.
Ich bin schulisch und beruflich hinter meinen Möglichkeiten zurückgeblieben, durch verschiedene Ursachen, u.a. ADHS.
Das Schlimmste was wir Menschen uns selber antun ist das Vergleichen mit anderen und aus den Ergebnissen Schlüsse zu ziehen.
Das fängt ja schon damit an, das man Säuglinge in ihrer Entwicklung vergleicht, pervers.
So, ich ufere aus :stuck_out_tongue_winking_eye:
ich musste für meine Diagnostik auch keinen IQ Test machen, auch halte ich diesen Reaktionstest für wenig aussagekräftig.
Vielmehr halte ich die Beobachtung des zu Diagnostizierenden in seinem gewohnten Lebensraum :wink:, für sehr wichtig, sowie Befragungen des Umfelds, Einschätzungen usw. und das nicht nur in der Momentaufnahme.
Und natürlich die Anamnese, Verlauf der Kindheit ,Selbsteinschätzung.

Meine vielleicht vorhandene emotionale Intelligenz hat mir geholfen, mein ADHS und das, was damit verbunden ist, gut zu kompensieren.
Bis zu einem gewissen Punkt, bei mir der Moment, als meine Kinder zur Welt kamen und ich plötzlich fremdbestimmt war, wo alles zusammengebrochen ist, weil meine Strategien plötzlich versagt haben.

Jeder ist, wie er ist. Tu dir einen Gefallen, vergleiche dich bitte nicht mit anderen und nehme andere nicht als Maßstab für dein Leben.

Du passt schon ganz gut rein hier :rofl:
Mich kurzfassen kann ich schwer, Inhaltsangaben waren ein Graus, weil ich alles immer wichtig fand.
Bei Textinterpretationen fand ich mich gut, obwohl meine Lehrer oft meine Gedankengänge nicht nachvollziehen konnten :sweat_smile:

Übrigens sind Selbstzweifel und auch Selbstwertprobleme typisch.

Diese Überlegungen zeigen, das du intelligenter bist, als du glaubst.

Und das du zuviel überdenkst :smiling_face:, auch typisch.

melde dich mal zur Diagnostik an, du bist hier schon richtig :smiling_face_with_three_hearts:

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Hier ADHS, IQ an der Grenze zur Hochbegabung und früher schlechte Schulnoten.
Eine frühere Diagnose hätte vielleicht viele Weichen anders stellen können - aber zumindest schon früher mehr Selbstakzeptanz und bewußten Abstand zu inkompatible Mitmenschen und deren Lebensweisen schaffen können…

Mach einen Intelligenztest, ich selbst habe das mit 40Jahren viel zu spät gemacht.
Dieser hat mich erst zur ADHS - Diagnostik bewogen. Es kam ein IQ von 124 dabei heraus, mit noch deutlich mehr Potential - aber z.B. mit schlechtem Kurzzeitgedächtnis und Leistungsabfall über die Testdauer. (schlechtere Dauerkonzentration). Das waren dann starke Indizien für ADHS,
Beim, im Vergleich zu überlaufenen Medizinern, relativ schnell verfügbaren und verhältnismäßig preiswerten Mensa-Test habe ich mir für einen Aufpreis von ca 75Euro eine Detailauswertung eines Psychologen zuschicken lassen - worin die Teiltests zusätzlich zu einem Gesamtergebnis beleuchtet werden .

Zur schulischen Vita:
Mäßige Noten, aber auf dem Gymnasium trotzdem immer so durchgekommen. Selbsteinschätzung als eher mittelmäßiger Schüler. Als Grundschüler wäre ich nicht zum Gymnasium gekommen, erst auf der Orientierungsstufe hatte ich gottseidank einen, mein technisches Talent fördernden Lehrer. Im Unterricht auch später am Gymnasium regelmäßig Tagträume, Block mit anderen technischen Ideen oder allgemeinen Skizzen bis Stilleben bemalen - anstatt dem Unterricht zu folgen. Das konnte ich mit der wohl hohen Intelligenz aber kompensieren. Hausaufgaben am Schreibtisch immer vor mir-her-prokrastiniert, abgelenkt. Zunächst wurde versucht meinen Unwillen - insbesonders in Mathematik und Englisch - mit Nachhilfestunden zu kurieren. Mäßig. Das war auch wieder eine Frage der Motiviation - bei einer Sprachreise nach England selbst festgestellt - was man mit der Sprache alles für einen Unfug anstellen kann - und schon lief das. Hausaufgaben und Termine waren aber auch in der Oberstufe weiter ein schwieriges Feld.

Später ein technisches Studium aus starkem persönlichen Antrieb. Der ADHS-Hyperfokus half da ungemein. Aber auch alles immer auf den letzen Drücker. Abgabefristen, Studiendauer - überall Nachschlag. Aber gute bis sehr gute Noten. Eine Motivationsfrage.

Und irgendwann mit 40 dann eine depressive Episode, zuerst nur mit etwas Zweifeln und leichten Ängsten. Die Coronarestriktionen fielen grade - aber ich hatte mir viel zu viele Projekte und Ungewissheiten aufgeladen, es wurde nichts fertig und ich suchte nach den Gründen für das viele Chaos, das ich verbreite.
(Nicht fertigwerdendende Hausbaustelle, angefangene weitere Projekte vom Camperausbau bis zum Beruf…)
Da machte ich erstmal den Intelligenztest - weil mir viele Menschen in technischen Dingen nicht folgen konnten - und ob ich - oder die Unverständigen in Beruf und Teile des Umfelds das Problem sind. Das löste der Intelligenztest - und ich bemühe mich in technischen Belangen nachsichtiger mit meinen Mitmenschen zu sein. Schon früher hatte mir ein wohlmeinender Professor während meines Studiums mit auf den Weg gegeben „Sie haben (sehr) hohe Ansprüche an sich selbst und an Andere“
Das konnte der Intelligenztest zumindest teilweise auflösen.

Im Winter darauf dann ein kompletter Absturz durch Verlust eines geliebten Menschens und eine schlimme Entzündung mit Dauerschmerzen und Berufsstress obendrauf. Dann so richtige Depressionen - und ab zur Psychologin auf den Sessel. Dort in den drei Sitzungen starker Verdacht auf ADHS und ein Burnout obendrauf.

Die ADHS Diagnostik habe ich mir dann durch hartnäckiges aber charmantes Abtelefonieren aller Praxen und Kliniken als Selbstzahler innerhalb von 2Monaten abklären lassen können. so dass es mir mit dem Wissen um Begabung mit etwas Chaos nun deutlich besser geht.

Dazu lebe ich meine Begabung, suche mir ab und an neue fordernde Projekte.

Auch dafür ist eine Hochbegabungsdiagnostik sinnvoll : um festzustellen das man auch Menschen zum Austausch auf gleichem intellektuellem Niveau benötigt. Sonst ist ein Teil Deines Gehirns quasi einsam - allein. Als Schüler hatte ich oft einen um 1…4 Jahre älteren Freundeskreis. Ein Wissen um hohe Begabung hätte das auch schon früher erklären können. Genauso schätze ich aber Menschen mit kompatiblem Weltbild und gutem Herzen - mit denen ich dann aber nicht über Politik oder Technik im Übermaß diskutieren muss…

vg

Maik

Vieles von dem, was du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor! :point_up:

Sorry wenn ich mich hier in das Thema reinkrätsche ohne bis jetzt jeden Beitrag gelesen zu haben, was absolut nichts damit zu tun hat das ich die Beiträge hier nicht wertschätze, sondern einzig und allein damit, dass mir zum Thema gerade etwas eingefallen ist was ich gerne loswerden möchte.
Jedenfalls „glaube“ ich persönlich nicht das schlechte Schulnoten generell als ein Mangel an Intelligenz gewertet werden können.
Ich kann jetzt hier in meinem Post auch nur für mich selbst sprechen, und deshalb bitte ich das auch zu berücksichtigen.
Meine Erinnerung an meine Schulzeit besteht tatsächlich darin das wir seinerzeit tatsächlich den Lernstoff im Prinzip auswendig lernen mussten, und darin war ich von Anfang an „Grotten schlecht“.
Dafür war ich trotz meiner relativen"Abgelenktheit" dazu „fähig“ im „aktiven Unterricht“ aufzupassen und sogar mitzumachen, wenn der Unterricht so gestaltet war das mich der Lehrer:in „mitreissen“ konnte.
Das war meistens NUR der Fall, wenn die Lehrkraft eine „ehr lockere Persönlichkeit“ war, heisst fast schon ein bisschen ein „Show Master“ war.
Zum Beispiel mag ich Terra X, Warum?, weil der Herr Doktor/Professor Harald Lesch kein langweiger Pauker ist, dieser Mann versteht es, obwohl er inzwischen auch nicht mehr der jüngste ist, sowohl alt wie jung für verschiedenste Themen zu begeistern, und ausserdem weil er ein Mensch ist, der bereit dazu ist um einen Blick über den herkömmlichen Tellerrand zu wagen, der sehr viel weiss, aber auch anderen ihr Wissen nicht abspricht, der weiss das grosse Entdeckungen auch Fantasie benötigen, und DAS hatte ja auch Albert Einstein schon erkannt, kurz gesagt er ist ein aufgeschlossener und hochintelligenter Mensch, eigentlich so ein Typ Mensch wie man ihn sich als Lehrer eigentlich nur wünschen kann.
Wie auch immer, hätte ich in meiner Kindheit und Jugend andere Lebensumstände gehabt, und dann vielleicht auch noch andere Schulbedingungen, wer weiss ob dann vielleicht nicht etwas ganz anderes aus mir geworden wäre als das wie es heutzutage in meinem der Fall ist.
Aber Sorry ich bin wieder einmal abgeschweift, was ich persönlich glaube ist, dass sich schlechte Schulnoten trotz hoher Intelligenz nicht generell ausschliessen müssen.

Ich habe seit letztem Jahr diagnostiziert ADHS und bin hochbegabt (ca. IQ von 136). Einige würden jetzt davon ausgehen, dass ich in allem so ein richtig krasser Überflieger bin. Nein, bin ich nicht. Meine Hochbegabung bezieht sich auf Sprachen und Soziales. Heißt, solche Dinge wie Mathe oder Geschichte waren immer mindestens eine 3. Warum? Weil ich vieles nicht verstanden habe und nicht gut auswendig lernen kann. In Mathe sagt man ja immer, dass man sich vieles mit Logik erschließen kann, aber das konnte ich zum Beispiel einfach gar nicht. Das bedeutet aber nicht, dass meine Fähigkeit, logisch zu denken, nicht existiert. Im Gegenteil, mittlerweile habe ich einen Beruf gefunden, in dem ich ziemlich gut klarkomme und in dem meine Beeinträchtigungen auch nicht so sehr auffallen, weil ich meistens Dinge mache, in denen ich sowieso gut bin.
Abitur war by the way auch nur 3,4. Ich weiß, dass ich hätte besser sein können. Dazu hätte ich aber früher wissen müssen, dass ich ADHS habe und hätte damals schon ganz anders lernen können als jetzt in meiner zweiten Ausbildung. Die allgemeinbildende Schule ist für viele einfach eine komplette Überforderung, so wie bei mir. Es gab Dinge, in denen ich richtig gut war und es gab Dinge, in denen ich im Vergleich einfach total schlecht war und damit musste ich einfach leben. Heute weiß ich, was ich gut kann und was nicht und nutze das einfach für mich.
Intelligenz bedeutet in diesem Zusammenhang meistens auch einfach, dass man gut verstecken kann, dass man eigentlich grade super viele Probleme hat mit Aufmerksamkeit, Konzentration, Interesse usw. Ich maskiere immer noch super viel, trotz eines Umfelds, in dem ich 90 % nicht maskieren müsste.

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Hi @Tasana,

aus meiner Sicht gibt es nur
2 wichtige Fragen
nach
der Bestätigung deines Verdachtes?

  1. Welche Symptome deiner ADHS führ(t)en zu den Leistungen?
  2. Sind andere Störungen vorhanden und abgeklärt?
    Welche anderen Entwicklungsstörungen und/oder weiteren (neurodivergenten „Besonderheiten“) und/oder andere psychische und/oder reaktiv affektive (also aufgrund der nicht behandelten ADHS) Störungen und/oder fehlende Methodiken (organisieren, lernen etc.) sind vorhanden?

Habe mein Abi mit 3,6 bestanden. Die Oberstufe war notenmäßig wesentlich heterogener als die Unterstufe. Mit meinem heutigen Wissen wäre eine Onlineschule das Beste für mich gewesen.

Wenn es dich beruhigt: Herr Heitzmann hatte ebenfalls nur einen 3er Schnitt, er ist aktueller Chef der TripleNiner, also nicht unintelligent.

Der Mythos das Potenzial gleich Leistung ist, müsste eigentlich seit den 80ern des vorigen Jahrhunderts ausgeräumt sein.

Dein gefühlt langer Text ist für mich gar nicht so lang.
Das Nicht-auf-den-Punkt-kommen bzw. das Oversharing ist natürlich schon ein Symptom.

VG

Hi @Tasana,

der IQ von 1,0lern war vor 2007 bei 117, seitdem hat sich das Abitur als der höchste deutsche Abschluss immer weiter vereinfacht. Heutzutage stehen die Abschlussnoten in keinem Verhältnis zur Leistung oder zum Wissen oder zum Können.

Wenn du dich ein wenig mit der „optimalen“ Lernumgebung für Intelligente auseinandersetzt, würde ich wetten, dass bei dir noch „Luft nach oben“ ist.

Intelligente Menschen benötigen genauso wie Nicht-Intelligente eine förderliche Umgebung, beim Durchschnitt scheint es egal zu sein, wie sie „beschult“ werden.

Eine geeignete Förderung ist aber nur einer der Punkte, was man gut bei Herrn Sidis beobachten kann.

VG

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Hallo Tasana,

ich bin frisch dabei und bin beim Stöbern durch das Forum auf deinen Beitrag gestoßen. Und weil mir die Konstellation, nach der du fragst dann doch sehr bekannt vorkam, wollte ich dir kurz erzählen wie es bei mir war und vielleicht hilft es. Auch wenn inzwischen ja auch schon viel hierzu geschrieben wurde.

Also ich bin inzwischen seit drei Jahren in Therapie primär wegen meiner belastenden Prokrastination und habe mir selber öfter die Frage gestellt, ob das denn geht „intelligent“ zu sein und trotzdem durchschnittliche Noten zu haben.
Meist hatte ich einen 3er Schnitt, in der Weiterführenden je nach Phase mal auch ein paar 2en, aber ansonsten um die 3en und 4en herum. In einem Jahr in einem Fach meine Leidenschaft gefunden und stand da auf einer 1, aber ein Jahr später bei ner 5 im selben Fach. In der 8ten Klasse versetzungsgefährdet. Mit viel Arbeit und Mühe konnte ich meinen Schnitt verbessern. (Und wie das mit Unaufmerksamkeit möglich war? In der Nacht vor Prüfungen durchgelernt oder dann über Bücher o.ä. Den Stoff selber gelernt. Ging meist gut bis es in die Uni ging und der Stoff zu umfangreich wurde)
Meine theoretische Führerscheinprüfung hatte ich mit dem Maximum an Fehlerpunkten gerade so geschafft…denke so objektiv betrachtet ja nichts, was man von einer „intelligenten“ Person erwarten würde. Das hat immer wieder an meinem Selbstbewusstsein geknabbert. Also jetzt nicht, dass ich super überzeugt war intelligent zu sein, aber ich hatte mich mit meinen Mitschülern verglichen und quasi immer in diesem Vergleich „verloren“.
Aber mit der ADHS-Diagnose ergibt alles plötzlich Sinn wenn ich jetzt zurück blicke.

Und es klingt einwenig danach, dass für dich aktuell die erste zu beantwortende Frage wäre, wie es mit der ADHS aussieht . (Weniger die nach der Intelligenz. Ohne Test lässt sich das nicht wirklich am Lebenslauf o.ä. Festmachen und dann ist es auch erst mal fraglich, was einem ein Ergebnis bringen würde) btw: in der Diagnostik ist der IQ eigentlich kein Standard und wenn das jemand anbietet, müsstest du auch mit abgelehntem IQ-Test auf ADHS getestet werden können.
Oft kann es helfen, sich therapeutische Hilfe zu suchen oder auch mal Beratungsstellen anzufragen, falls Wartezeit aufkommt. In eine Therapie eingebettet kann dann auch eine ADHS-Diagnostik gemacht werden, was dann nochmal etwas angenehmer sein kann als „trocken“ die Diagnostik zu durchlaufen und am Ende genauso wie vorher dazustehen, nur dann mit einem Zettel mehr in der Hand und noch mehr Ratlosigkeit.

Ich hoffe, es hilft einwenig. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute auf diesem Weg!

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IQ Tests bilden nur einen Teil der Intelligenz ab und auch nur eine Momentaufnahme. Ich kann allerdings absolut verstehen, dass du so einen Test nicht machen möchtest. Denn sehr oft hört/liest man, dass Tests nicht sachgemäß durchgeführt wurden, somit der Wert ohnehin schlechter ausgefallen ist. Nicht jeder Diagnostiker ist zudem in der Lage, die Werte korrekt zu interpretieren (nur weil jemand diagnostizieren darf, bedeutet dies nicht, dass er es auch gut kann). Denn gerade als ADHSler kann es durchaus passieren, dass man Aufgabenstellungen missinterpretiert oder Lösungen sieht, die zwar korrekt sind, vom Ersteller aber nicht vorgesehen waren. Damit muss ein Diagnostiker angemessen umgehen können und -zugegeben- würde ich erstmal nicht davon ausgehen, dass dies geschehen wird.

Es ist möglich, ADHS auch ohne IQ-Test zu diagnostizieren. Natürlich kann er ein Puzzleteil von vielen sein, aber wenn man Nutzen und Risiken gegeneinander abwägt, wird klar, dass damit nicht jedem ein Gefallen getan wird (je nach Vergangenheit/Vorgeschichte des Patienten - wie eben bei dir).

Statt deine Sorgen herunterzureden, möchte ich dich eher dazu ermutigen, dir einen Diagnostiker zu suchen, der keinen IQ-Test durchführt.

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Irgendwie denke ich so auch. Hab panische Angst davor einen IQ Test zu machen

Was verändert ein positiver bzw. negativer IQ Test?
Nachdem zwei, meiner Kinder, als Hochbegabt getestet wurden und mir gesagt wurde das Hochbegabung teilweise genetisch ist, stimmte ich einem Test zu. Mir war allerdings klar, dass ich nicht die genetische Basis sein konnte, weil ich eher ein mittelmäßiger Schüler war. Ich konnte mich schlecht konzentrieren, ließ mich von Kleinigkeiten ablenken und langweilte mich schrecklich in der Schule. Nur bei Themen, die mich interessierten war ich mit Feuereifer dabei.
Allgemeinwissen fehlt mir oft und so stufe ich mich als Mittelmäßig ein.
Der Test ergab „Hochbegabung“ , ich bin echt aus allen Wolken gefallen, weil ich mich eher als dumm sah.
Was hat es verändert? Ich hielt mich für noch dämlicher, weil ein Hochbegabter doch viel wissen muss.
Damals hat mich das verunsichert, heute ist es mir egal.

Meine Stärken lagen eher in der Logik, Naturwissenschaften, Psychologie, Musik und noch einiges mehr.

Was sind deine Stärken? Manchmal ist es besser seine Stärken zu suchen, anstatt seine Schwächen beherrschend werden zu lassen.
Ich kann natürlich gut reden, ich bin 63 Jahre und habe vieles lernen dürfen.

Du bist jung, suche das was du brauchst, was dir liegt, was Spaß und Freude bringt. Da ist ein IQ völlig unwichtig.

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