ich hab wohl schon als ich noch sehr klein wahr immer den besuch beobachtet, wie der sich verhält und so, später, natürlich auch, als ich allein abends in afterhour schuppen unterwegs war und auch dort gearbeitet. beobachte halt menschen gern aber nicht auf so eine schräge weise. mehr so eine verhaltensbeobachtung zur besseren einschätzung.
Und dann sollen Kinder mithilfe von starren Fotos von Gesichtern lernen Gefühle zu erkennen.
Zumindest hab ich gehört, dass das wohl eine Methode ist, mit der mit autistischen Kindern gearbeitet wird. ![]()
Emotionen und Gefühle umfassen, wie wir gerade feststellen mehr als nur eine steife Mimik.
Das war mein Kommentar am Rande zu diesem Thema. Ich verabschiede mich für heute.
Gibt halt auch noch Prosopagnosie und Hochbegabung, muss nicht immer Autismus und oder ADHS sein, dass mit der Gesichtskirmeserkennungsstörung und Kompensation ist jetzt nicht zusätzlich Entwicklungsstörungsexklusiv.
Danke für das Teilen dieser Anekdote!
Also ich mag Pflanzen und hab beim ersten lesen sofort gedacht „wie schön“ und ich würde bei dem Überlegen, welche Pflanze man selbst oder andere sein könnten sofort mitgehen ![]()
Als dann du dann die wohl eigentlich gemeinte Bedeutung geschrieben hast, war ich irgendwie sehr überrascht (und frage mich jetzt, was das wohl über mich sagt) ![]()
Ich fand das auch schon immer komisch und mein letzter Kenntnisstand ist auch, dass für diese Methode bei Kindern ohne Lernbehinderung keine ausreichende Evidenz nachgewiesen werden konnte. Autisten sind in meistens sehr gut beim Erkennen von Details und zudem können auch sehr viele Autisten gut holistisch denken, also denke ich, hier kann die Ursache für die kommunikativen Unzulänglichkeiten nicht gefunden werden.
machen die, von denen du sprichst trotzdem anders als neurotypische Menschen um das große und ganze zu verstehen, wenn ich das richtig verstanden habe. Holistisches Bild durch System Aufbau. Klappt dann, glaube ich, bei gut behandelter ADHS sogar noch besser. ![]()
Achso, da fällt mir noch ein, so Bilder und Karten, mit Emotionen, geben natürlich auch ein Gesprächsanlass. Vielleicht gar nicht so schlecht, dass Grundlegend damit erstmal zu versuchen. Außerdem könnte ja passieren, dass ein kleiner autistischer Mensch, vor lauter Details, im Gesicht eines vor ihm sitzenden Menschen, direkt überfordert wird beim Kategorisieren mit Stressreaktion als folge. ![]()
edit: Filme gucken soll wohl bei Erwachsenen helfen, ab und an mal Pausetaste drücken, hatte mir meine Thera damals empfohlen. ![]()
edit2: Und da frage ich mich, ob autistische Menschen, vielleicht eher dazu neigen Filmkritik zu üben, wie schlecht geschauspielert wird, dabei verstehen die eigentlich manchmal nicht genau die Situation/ Szene oder so, also kognitiv Empathisch und haben daher Schwierigkeiten an die affektive Empathie, die vermittelt werden soll, ranzukommen? Keine Ahnung.
Kinderzeichentrick etc. funktioniert bei mir zum Beispiel besser, da sind die Situationen auch meist nicht so komplex, die vermittelt werden. Da kommt dann schnell das ein oder andere Tränchen. ![]()
So als Einstieg und zum Heranführen ist das mit den Kärtchen vielleicht schon nicht schlecht, aber eben nicht das Ende der Fahnenstange.
Wir haben früher gerne SpongeBob geschaut und die Erwachsenen hatten sich oft darüber beschwert, wie schnell er die Emotionen im Ausdruck switcht. Musste ich jetzt gerade dran denken, wo es um Gesichtsausdrücke und Emotionserkennung ging.
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Hochbegabung wurde beir im Zuge der ASS-Diagnostik auch getestet und ich bin tatsächlich mit einem Wert von 101 komplett durchschnittlich begabt. Der IQ Test hat allerdings wirklich Spaß gemacht und ich hätte gerne gewusst, wie ich mit ADHS Medikation abgeschnitten hätte.
Klar, es besteht eine deutliche Neigung, alles Mögliche zu systematisieren und noch mehr zu rationalisieren. Bei mir sind das jedoch nur wenige Bereiche, auf die meine Aufmerksamkeit gefallen ist, in denen mir das Systematisieren und Strukturieren wirklich gut gelingt. Der Rest besteht aus vernachlässigten Schmuddelecken und unbekanntem Neuland. Mein ehrliches Eingeständnis ist, dass es bei mir nicht zu einem vollwertigen holistischen Denken reicht.
bei mir siehts aus wie nach einem lawinen unglück in der wohnung, wo die sachen liegen die ich brauch weiß ich aber trotzdem, ich teile den chaos haufen gedanklich in zonen ein und weiss, in welchem haufen was liegt, was tatsächlich sogar funktioniert. wenn aufgeräumt ist bin ich erstmal durcheinander, bzw. wenn meine freundin mal versucht ordnung reinzubringen. dann muss ich mich da erstmal wieder dran gewöhnen… systematisiertes chaos wenn man so will.
irgend zieht sich das durch mein ganzes leben, durch meine ganzen lebensbereiche. was will man machen. ![]()
edit: ich rede sogar teilweise so… ![]()
Ja, genau und trotzdem hat vieles, das nach Chaos aussieht, besteht ein System. Der Fußbogen ist immer extrem sauber, Bücher und Besteck z.B. immer perfekt geordnet, aber dann gibt es halt Sachen in Umzugskisten und so, wo ich einfach nicht weiß, wie ich sie systematisieren bzw. ordnen kann.
ich hab so ein kleines tüchlein da liegen immer sortiert, kleinigkeiten meines momentanen begehrs, erinnerungsstücke drauf, sauber geordnet, das schleif ich vom bett mit zum schreibtisch vice versa, aber auch, noch vor einiger zeit, zum „therapeutischen arbeitsplatz“. der versuch ein wenig ordnung ins chaos zu bringen. dient auch als einschlafritual, routine beim ankommen und verlassen der wohnung, viele der kleinen gegenstände trage ich dann immer bei mir, in diversen täschchen. da hat jeder ich zustand eine vorliebe für etwas oder besser gesagt eine bindung zu. mach ichs nicht, wird mein kleinstes ich stinkig und stampft auf. beruhigt halt.
Du scheinst ja wieder ein wenig überzeugter von deiner Autismus Diagnose zu sein
oder bezieht sich das auf die ADHS?
Das wäre auf jeden Fall spannend - nach 101 klingst du für mich nicht so richtig… keine Ahnung, wieso ich darauf komme, das einschätzen zu können ![]()
Nimmst du eigentlich ADHS-Medikamente? Bei Mensa ist es ja ziemlich unkompliziert, den IQ testen zu lassen. Da hatte ich es mal gemacht, weil ich so unsicher war, was meine ADHS-Diagnose angeht.
Das ist sehr schön ausgedrückt! Geht mir ganz genau so, besonders schlimm natürlich, wenn mehr als 2 Personen anwesend sind.
Wahrscheinlich gibt es auch NTs, denen es so geht
Für mich fühlt es sich nach emotionaler Übererregbarkeit an, vielleicht aufgrund der Reizoffenheit. Mit den Medikamenten wurde es auf jeden Fall viel besser… Auf der anderen Seite mag ich meine starken Emotionen eigentlich sehr gerne. Ich hoffe, mit Hilfe der Meds zu lernen, besser damit umzugehen und sie irgendwann Stück für Stück absetzen zu können.
Oh weia, schon wieder völlig vom Thema abgekommen ![]()
Deine Zitate belegen tatächlich, dass ich für mich grade wieder mehr überzeugt davon bin, dass die ASS stimmt. Allerdings weiß ich auch kein eigenes Wort für diesen Zustand, den man im Autismus als Shutdown bezeichnet, und den es auch aufgrund einer ADHS gibt. Im Endeffekt kann ich so einen Shutdown auch aufgrund der ADHS-Reizüberflutung erleben.
Nein, ich kann aus gesundheitlichen Gründen keine Stimulanzien nehmen. Die Medikamente vertragen sich nicht mit einer Krankheit (MCAS), die ich habe.
Hast du denn weitere Erkenntnisse erlangt in Bezug auf deine ADHS Diagnose durch den IQ Test bei Mensa? Falls du erzählen möchtest.
Ich kann mich schriftlich ganz gut ausdrücken, vielleicht wirke ich deshalb nicht so durchschnittlich begabt auf manche Leute. Aber mündlich rede ich meistens sehr sprunghaft und oft wirr oder mir fallen Worte nicht ein ![]()
Ich weiß nicht, ob ich meine starken Emotionen mag oder nicht. Als ich die Medikamente vor zwei Jahren ausprobiert habe, haben sie die Emotionen bei mir auch auf jeden Fall stark gedämpft, besonders das Medikinet. Gefallen hat mir das nicht immer ehrlich gesagt. Manchmal kam ich mir sogar etwas ZU neutral allem gegenüber vor.
Oh nein, das tut mir leid! Von der Krankheit hatte ich noch nie was gehört und musste erstmal googlen. Und bei den Symptomen musste ich an eine Freundin denken, auf die vieles zutrifft. Und da sie (auch) Autistin ist, musste ich erstmal MCAS + Autismus googlen und war ganz überrascht, dass es da einen Zusammenhang zu geben scheint, aber das wusstest du bestimmt schon… Ist ja jetzt auch alles mehr als vage, keine Ahnung, warum ich überhaupt nachgeguckt habe ![]()
Meine IQ-Theorie war folgende:
Also genauso wirr wie meine MCAS/Autismus-Aussage ![]()
Mein IQ ist schon höher aus mein 3-er Grundschul- und Realschulzeugnis vermuten lassen würde.
Viel aussagekräftiger ist aber, dass in der Detailauswertung das Arbeitsgedächtnis 20% niedriger war als die anderen drei Teile (Logik, Sprache und Mathe glaub ich).
Also für mich fühlt sich die Diagnose dadurch mittlerweile schon irgendwie richtig an ![]()
Die Krankheit MCAS ist (noch) sehr unbekannt, selbst unter medizinischem Fachpersonal. Also fühl dich auf keinem Fall schlecht, weil du Google bemühen musstest
MCAS und Autismus kommen oft zusammen vor, das stimmt. Ich kann mir vorstellen, dass eine ähnliche Häufung auch bei ADHS auftreten könnte, ohne das jetzt beweisen zu können. Viele verwechseln die Krankheit mit einer Histaminintoleranz.
Bei mir entstand die MCAS unter anderem auch aufgrund konstanter Überreizung und Überforderung in der Psysche. Beides kommt bei ADHS und Autismus oft vor.
Ein hoher IQ kann sicherlich dazu führen, dass jemand bestimmte Probleme aus ASS und/oder ADHS gut maskieren oder kompensieren kann. Manchmal beides. Ob es etwas über die Ausprägung aussagt, bezweifle ich aber. Man könnte genauso gut mit einem niedrigeren IQ sehr starkes ADHS haben.
Das Thema Zweifel an der Diagnose scheint uns aber beide zu verfolgen. ![]()
Verzeiht mir den Doppelpost. Mir ist eine Frage eingefallen, die ich euch stellen wollte, und die Diskussion oben ist meiner Ansicht nach erst mal beendet, sodass ich hoffentlich problemlos eine neue Frage zum Thema stellen kann.
Es geht um Routinen bei ADHS und Autismus jeweils. Man sagt so als Klischee - was sicherlich auch oft zutrifft - dass Menschen mit ADHS sich kaum an Routinen halten können und falls doch, sie sie in der Regel sehr schnell gerne wieder loswerden wollen. Sie empfinden sie rasch als Einschränkung oder langweilig, egal ob ihnen die Routinen gut tun oder nicht. Autistische Menschen dagegen haben oft ausgefeilte Routinen, die ihnen im Alltag Sicherheit geben.
Bei einer Routine dachte ich lange an sowas wie das tägliche Zähneputzen oder Mahlzeiten (ungefähr) zur selben Uhrzeit einnehmen. Aber ich glaube, es ist bezogen auf den Autismus mehr als das, oder? Mir ist bewusst geworden wie ich routiniert ganz bestimmte Bedingungen zum Essen schaffe beispielsweise, ohne die ich nicht essen könnte. Oder wie ich morgens dieselbe Seite zum Abtrocknen beim Handtuch benutze und kurz innerlich ganz aufgelöst bin, wenn ich aus Versehen die andere Seite nutze.
Sind das Beispiele für Routinen?
Auf der anderen Seite merke ich aber auch, dass meine ADHS Routinen liebt, weil sie bedeuten, dass ich im Alltag deutlich weniger Entscheidungen treffen muss. Beispielsweise was ich esse, um mal beim Thema oben zu bleiben. Solange ich dasselbe Gericht jeden Tag auf diesselbe Art zubereite, bleibt es bei immer denselben Handlungen und ich brauche wesentlich weniger Aufmerksamkeit. Außerdem muss ich mich wie gesagt erst gar nicht zwischen vielen Optionen von Lebensmitteln entscheiden. Stattdessen habe ich immer dasselbe Essen mit immer demselben Geschmack und bin auf der sicheren Seite in allen relevanten Aspekten.
Kann es sein, dass auch ADHS eigene Routinen entwickelt? Mir erscheint das eine sehr logische und sinnvolle Copingstrategie.
Wir hatten im Thread mal das Thema Routinen vs Zwänge, aber noch nicht auf der Ebene, wenn ich mich richtig erinnere.
Bin gespannt auf eure Gedanken dazu.
also im aspieforum sind jetzt auch nicht so viele routinen/ rituale fans, manche erkennt man aber auch nicht direkt als solche, da sie oftmals auch nicht den tagesablauf erheblich beeinträchtigen. ich habe zB. sehr wenige auffällige die den tagesablauf beeinträchtigen, daher gabs a typisch als diagnose, aber manche dinge wie das mit dem tuch
mach ich schon penibel wenns geht denn sonst wird klein ass schlingel gestresst und stampft auch mal auf und so. sind so kleinigkeiten die ich mache, möglichst gleiche wege gehen, sitzplätze im bus, gleiche stehplätze an der haltestelle usw. je gestresster ich bin, umso mehr nehmen die sachen zu, hilft halt das chaos im kopf besser zu strukturieren.
Ja, die von dir genannten Dinge klingen für mich nach den typischen Autisten-Routinen um es einmal salopp gesagt zu haben ![]()
Ich fand es heute sehr schwierig, als ich nicht an dem gleichen Arbeitsplatz arbeiten konnte, wie in der letzten Woche. Das hat mich kurz rausgeworfen, da es - wie ich es gaaaaanz am Anfang hier schonmal geschrieben habe - nicht zu meinem mentalen Bild bzw. meiner mentalen Schablone gepasst hat.
Durch den Verlauf dieser Konversation würde ich aucj immer mehr davon ausgehen, dass die Autismus Diagnose bei dir gar nicht so falsch ist. Vielleicht passt dazu die These, dass Autismus viel tiefer in der Persönlichkeit „drinsteckt“ und ADHS eher als „Zusatz“ empfunden wird (wie von mir auch).
Deswegen sind Routinen bei Autisten nochmal was ganz anderes, als normale Routinen, die jeder Mensch hat. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ kommt nicht von irgendwo.