ICh bin ja noch nicht diagnostiziert, und habe jetzt den Test von ADxS.org gemacht. Der war schon mal recht eindeutig. Vielleicht bekomme ich irgendwann Hilfe, wenn ich dran bleiben kann. Das ist nämlich immer ein Thema wenn etwas „kompliziert“ wird. Vor 20 Jahren hatte ich schon mal eine schwierige Zeit mit starken Depressionen. Da hat mit Sertralin sehr geholfen. Es war wirklich ein irres Gefühl als die Gefühle nach fast 6 Monaten der Einnahme zurück kamen. Hab es dann nach 4 Jahren ausgeschlichen und mir ging es gut. Jetzt bringt mich das ADHS (von dem ich gern eher gewusst hätte) an Grenzen. Mein Gerechtigkeitsempfinden, Perfektionismus und Chaos im Gehirn passen nicht so recht in die Zeit grade.
Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage bzw. zum „Problem“
Bei mir wirken mache Stoffe/Medikamente paradox. Bei der Vorbereitung auf OPs raste ich nach der Gabe von Beruhigungsmedikamenten regelmäßig aus. z.B. Bei einer Magenspiegelung vor 35 Jahren habe ich den Schlauch 7x wieder rausgezogen und die „Praxis“ saß mit 4 Leuten auf mir drauf bis ich irgendwann bewusstlos wurde (waren noch andere Zeiten). Ich hatte das (ohne Detaills und als Vermutung)angegeben als ich jetzt zur Darmspiegelung sollte. Ich habe keinen Arzt gefunden der die Spiegelung durchführen wollte und dann aufgegeben.
Ich reagiere auch auf Cannabis gar nicht. Daher brauch ich das nicht nehmen
allerdings spüre ich ein wenig Wirkung des Cannabis wenn ich 2 Bier getrunken habe. Ist aber eher frustend.
Nun aber die Frage
kann es sein, dass auch hier das ADHS beteiligt ist? Stimmt da irgendwas mit der Körperchemie nicht?
Weißt du was: Mache erst mal die Diagnostik und dann kannst du deine Gedanken weiterverfolgen. ![]()
Oder wie willst du sonst das ganze gedankelich richtig durchspielen?
Dass Medikamente nicht wirken, wie sie sollen kann ja zig Möglichkeiten haben. Das muss jetzt nicht ADHS sein…
Wegen Beruhigungsmitteln vor Eingriffen: Naja, dann müssten die vorab probiert werden.
Ich bekam ein Beruhigungsmittel vor einem MRT wegen Platzangst und musste das auch vorab mal nehmen, um zu wissen, ob und wie es wirkt… So müsste das halt gemacht werden.
Nachtrag: Eventuell wäre es wegen der Beruhigungsmittel eine Idee, das beim Psychiater/Nervenarzt mal abklären zu lassen, was dir dann helfen kann.
Wenn das mal so einfach wäre mit dem Weiterverfolgen…
Es ist nicht so einfach einen Arzt zu finden zur Zeit. Auf eine ADHS Diagnostik wartet man über ein Jahr. Das werde ich dann wohl selbst bezahlen um zeitnah an einen Termin zu kommen. Ausprobieren tut da kein Arzt mit den Medis. Ärgere mich schon, dass ich überhaupt etwas gesagt habe.
Ich dachte nur, dass hier vielleicht andere auch diese Erfahrungen gemacht hätten. Danke für deine Antworten ![]()
Guten Tag,
vielleicht hilft dir das weiter?
Drücke dir fest die Doppeldaumen
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Ob vom ADHS kommend oder nicht, ist wie schon geschrieben wurde hier noch nicht eindeutig zu sagen, wäre eine Möglichkeit. Kann deinen Wunsch verstehen das einordnen zu wollen, die Sache mit der Darmspiegelung ist ja blöd.
Was außer ADHS noch möglich ist, ist dass dein Körper den Wirkstoff entweder nicht verträgt oder umbaut zu was anderen unerwünschtem, das dann ganz anders wirkt. Noch eine Möglichkeit wäre, dass du sehr dosissensibel bist, vllt nur ganz geringe Mengen bräuchtest und dich die normale Menge eben völlig über das gewünschte Ziel hinauschießen lässt (und dann vllt ins Gegenteil umschlägt). Bestimmt gibt es noch ein paar mehr Möglichkeiten. Hast du bisher auf bestimmte Medikamentengruppen reagiert, dass es da evtl ein Muster gibt? Mein Rat wäre das mal abklären zu lassen, es beeinträchtigt dich ja.
Bei mir haben die beruhigenden Pillen vor OP jedenfalls gar nix gebracht, also wirklich null Wirkung gehabt. Nach OP wirken bei mir Novamintropfen gar nicht, die Tabletten schon. ![]()
Cannabiswirkung hat bei mir mehrere Male rauchen gebraucht, bis ich den Unterschied überhaupt wahrnehmen konnte, die ersten Male hatte ich keine gefühlte Wirkung. Ich weiß ja nicht, wie oft du schon geraucht hast, kann aber sein, dass du es deswegen nicht richtig merkst, wenn es noch nicht so häufig war (das habe ich auch schon von einigen Leuten gehört, die ich kenne, kommt wohl öfter vor).
Dass das Bier die Wirkung verstärkt ist vllt mit dem Entourage-Effekt zu erklären (Theorie, dass sich Cannabinoide gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken, denn der Hopfen im Bier gehört in die Familie der Cannabisgewächse) und der Wechselwirkung mit dem Alkohol an sich.
Cannabis wirkt nicht immer als „Gleichgültigmacher“, es kann auch gefühlsverstärkend wirken. Wenn es einem also grad nicht so gut geht und man keine längere Erfahrung hat, sollte man besser die Finger davon lassen.
An meinem Bsp siehst du zumindest, dass du nicht allein mit komischen Wirkungen bist
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Ich hoffe du findest für dich deinen Weg und drück die Daumen, dass du ganz fix einen Diagnostiktermin bekommst! ![]()
Vor meiner Zahnop habe ich dem Chirugen gesagt, dass ich ADHS habe und auf Betäubung sehr empfindlich reagiere.
Dazu hatte meine Zahnärztin, die auch Heilpraktikerin ist ausgetestet auf welche Mittel ich empfindlich reagiere.
Der Kieferchirurg hat dass alles sehr ernst genommen. Er hat sein Mittel angepasst, ist mit der Kinderdosis gestartet und hat noch einmal nachgespritzt. Bis zur Erwachsenendosis waren noch einige Schritte Abstand. Insgesamt hatte ich sogar, dass Gefühl dass er sich während der OP auf mich eingestellt hat. Irgendwie hat er mich sehr ADHS freundlich durch die OP geführt , so dass ich alles gut überstanden habe.
Mein Heilpraktiker Zahnarzt, den ich davor hatte, der hat vorher auch immer durchgetestet was ich vertrage und da hatte ich nach den Behandlungen auch keine Probleme.
Bei mir in der Familie haben alle Probleme mit herkömmlichen Betäubungen und Narkosen.
Bei einem Bruder zu wenig Wirkung, deswegen traumatisiert bei meiner Mutter zu viel und benötigt ewig um aus einer Narkose wieder wach zu werden .
Der Zahnarzt bei meinem Vater plant immer länger ein, weil mein Vater länger benötigt bis es wirkt und dann wiederum länger benötigt bis er wieder „hochkommt“
Will mit den „positiven“ Beispielen sagen , dass es Ärzte gibt , die wissen , dass es Über- oder Unterreaktionen gibt und die dass dann ernst nehmen.
Ob es nun an ADHS liegt oder nicht , man muss ja grundsätzlich Ärzte finden , die sowas ernst nehmen.
Mir hilft eine kleine Dosis Methylphenidat zum schlafen , wo andere wiederum das Gegenteil erleben.
Schau auch mal hier
Und gib mal in der Suche Anästhesie ein, vielleicht findest du da noch mehr.
https://adhs-forum.adxs.org/t/adhs-medikamente-und-anaesthesie/15200
https://adhs-forum.adxs.org/t/anaesthesie-wirkung-bei-adhs/28206
Leider habe ich da keinen Zugriff drauf
Und schau mal hier
Ist lange her dass ich Cannabis probiert habe. Und ich brauch das nicht wie ich auch Alkohol nicht brauche. Dafür Qualme ich
und komme davon nicht los. Danke für deine Ausführungen, jetzt verstehe ich die (nicht-)Wirkweise besser
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Vielen Dank für die Links. Das bringt mich doch weiter genau wie die Erfahrungsberichte. Das „Valium“ vor Op´s ruft sowas wie Angstzustände und milde Halluzinationen bei mir hervor. Ich mach jetzt aber nochmal nen Anlauf und hoffe ich bekomme einen Internisten…