Ich bin eine Mama von einem 10-Jährigen Junge mit ADHS und wollte mal fragen, wie ihr das so handhabt mit Adventskalender und Geschenke zu Weihnachten.
Unser Sohn ist, wie wahrscheinliche viele, extrem aufgeregt in der Adventszeit. Jeden Tag ein Adventspäckli aufmachen, was ist da wohl drin…und dann nach der riesen Vorfreude / Nervosität, kann auch die extreme Entäuschung herrschen. Wie macht ihr das? Was hat gut funktioniert oder nicht
Und dann kommt ja noch Weihnachten…hab mir überlegt ob wir unserem Sohn vorab schon seine Wünsche die er hat, natürlich Personen zuweisen (also Verwandte natürlich) und ihm dann sagen sollen „hey du bekommst von Oma…das Geschenk“. Die Überraschung ist dann natürlich futsch, aber dafür die Entäuschung nicht da und evt. auch nicht die extreme Nervosität.
Ich mache beim Adventskalenderwettkampf nicht mit.
Seit ich Kinder habe, hängen für jeden Tag der Adventszeit (zwischen 21 und 27) durchnummerierte Säckchen in der Wohnung. In jedem Säckchen steckt eines unserer Krippenfiguren. Die bauen sich also durch die Adventszeit langsam zu einer vollständigen Krippenszene auf.
Geöffnet werden die Säckchen am Nachmittag. Da sitzen wir zusammen, singen ein Lied, zünden passend zur Woche die richtige Anzahl an Kerzen auf dem Adventskranz an und dazu gibt es eine Geschichte vorgelesen. Sehr gemütlich.
Seit ein paar Jahren gibt es tatsächlich eine Süßigkeit für jedes Kind im Säckchen. Und die Geschichten sind inzwischen modern. Der 15jährige mag nicht mehr. Das ist ok.
Und dieser sich jedes Jahr wiederholende Brauch reicht als Aufregung vollkommen! Jeden Tag ein Geschenk ist Wahnsinn!
Das aufgeregteste ungeduldigste Kind hat auch noch in der Adventszeit Geburtstag und der Nikolaus kommt auch noch! Aber die Schnur mit den Säckchen hilft die Zeit zu überblicken. Die Säckchen werden sichtbar weniger, irgendwann sind es nur noch 8 und dann 5 und dann zwei und ENDLICH!
Mein kleiner ist damals immer sehr aufgedreht gewesen zu solchen Geschenkevents. So eine ungewisse Vorfreude kann je nach Divergenz schon ordentlich Chaos im Kopf verursachen. Ich hatte mal gelesen, dass man in solchem Falle den Sprössling behutsam darauf vorbereitet um die mögliche Stressreaktion abzufedern.
Adventskalender ist doch heute so einfach… Jede Figur, jedes Anime, jede Spielzeugmarke bietet etwas an… Mein Sohn hatte immer so einen… Lego, Playmobil, Revell, Kosmos… ich hatte letztes Jahr selbst einen von Gravitrax…
Was spricht denn dagegen, dass du dir das damit einfach machst?
Wir haben dafür andere Traditionen gepflegt. Zum Beispiel am Samstag vor dem ersten Advent werden bei uns Plätzchen gebacken. Mein Sohn bäckt so gern, dass er mal wenigstens zehn verschiedene macht.
Bei Weihnachtsgeschenken bin ich ganz klar der Meinung, dass sie eine Überraschung sein müssen. Und dass man nicht jeden Wusch erfüllt bekommt, gehört dazu. Und dass man was bekommt, was man sich gar nicht gewünscht hat, auch.