Verstärkt sich AD(H)S, wenn man davon weiß?

Guten Tag,

ich habe vor kurzem einen Thread eröffnet, in dem viele tolle Antworten zu einer Frage von mir kamen, deshalb versuche ich es jetzt noch einmal mit einer anderen Frage. Das ist ein „Follow Up“ auf diesen Thread: Anzeichen auf ADHS oder doch nur überstarke Faulheit?

Ich habe in ein paar Tagen endlich den Termin auf den ich Wochenlang gewartet habe, deshalb: Ja, ich weiß das ich hier keine Diagnose bekomme und die will ich auch nicht. Ich konnte leider ein flotten Termin beim Hausarzt aus privaten Gründen nicht wahrnehmen, das ist aber nicht wichtig. Da dies geklärt ist, kommen wir zur Frage:

Kann es sein, dass AD(H)S sich verstärkt, wenn man weiß / davon ausgeht, das man es hat?

Warum frage ich?
Als ich den ersten Thread hier im Forum gestellt habe, waren die Symptome noch relativ harmlos. Ich konnte mich zwar oft nicht konzentrieren, aber ich hatte irgendwie noch alles unter Kontrolle (so gut wie ich konnte). Jetzt ist es aber sehr schlimm geworden. Jetzt funktioniert überhaupt nichts mehr. Ich kann nicht mehr spielen (Videospiele), ich kann nicht mehr programmieren, ich kann gar nichts mehr. Es funktioniert nicht. Es ist fast schon unmöglich. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, woran das liegt, aber es wird mit jedem Tag schlimmer. Es ist so schlimm, dass ich eigentlich nur noch Videos schaue und ständig zwischen PC und Bett wechsle. Ich bin irgendwie im Standby Modus und komme nicht mehr raus. Ich habe mich sehr oft versucht zu überwinden, aber es funktioniert wirklich nicht. Ich habe z.B RICHTIG Lust zu spielen, aber nach ca. 5 - 10 Minuten ist die Lust KOMPLETT weg. Ich hab es auf das Spiel geschoben und mir gesagt, es spricht mich einfach nicht an, aber dieses Gefühl ist repetitiv, beim selben Spiel. Das heißt, ich mache das Spiel aus, bekomme aber später wieder Lust und dann passiert das exakt selbe. Und genau dieses Verhalten zeigt sich auch bei der Arbeit und eigentlich bei allem, was ich mache.

Ich fühle mich wie ein Roboter, der nicht weiß was er tun soll. Die Zeit vergeht verdammt langsam. Ich wandere im Haus rum und wackle viel stärker und öfter mit den Beinen. Ich brauche laute Musik um mich abzulenken. Ich habe mal dieses White Noise auf YouTube versucht, aber es hilft irgendwie nicht und ich fühle mich bekloppt dabei, es zu hören. Ich singe viel öfters laut und mache Summe auch sehr viel. Summen und Singen (irgendwas, kann was kontextloses sein) beruhigt mich.

Ist hier vielleicht jemand aktiv, der genaustens erklären könnte, warum das passiert und ob das mit AD(H)S zutun hat? Oder habe ich hier vielleicht etwas anderes, womit ich kämpfe? Ich habe seit 2013 diagnostizierte Depressionen und die sind es definitiv nicht. Ich weiß wie sich Depressionen anfühlen, dass sind keine Depressionen.

Vielen Dank für eure Interaktion im letzten Thread!

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Guten morgen @Thobeck
Nein, bei mir haben sich die Symptome dadurch nicht verstärkt.

Ich war immer und täglich mein ganzes Leben lang confused, maximal verwirrt, zappelig und vergesslich. Immer. Ohne Ausnahme.
Erst seid der Medikation bin ich ruhiger geworden.

Meine Theorie ist, dass du ängstlich/nervös bist aufgrund des nahenden Termins, was ja verständlich ist. Bei der Testung war ich auch extrem hibbelig und aufgeregt. Aber die Symptome sonst waren die selben.

Muss schon bald los, daher hier nur kurz :wink:

Ich wünsche dir viel Glück für deinen Arzttermin und dass dir die Hilfe zuteil wird die du brauchst und dir wünschst :hugs:

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@Thobeck
Es verstärkt sich nicht.
Aber das sogenannte Coping (also deine unbewusst genutzten Strategien zur Bewältigung und Verschleierung der Defizite) hat aufgehört zu funktionieren.
Fängt an einer Ecke an und dann bricht das ganze Kartenhaus ein.
War bei mir auch so. erst auf der Arbeit, dann im Privaten…

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Bei mir sind haben sich subjektiv auch Symptome „verstärkt“ als ich mich mehr mit dem Thema Adhs beschäftigt habe. War aber nicht so das sie sich tatsächlich verstärkt haben sondern das sie mir erstmal zum einen mehr bewusst geworden sind, und ich mich auch mehr damit beschäftigt habe ob das was ich tue gerade wirklich dem entspricht was ich kann und möchte, und wie es mir dabei wirklich geht.
Außerdem ist mir aufgefallen wie anders ich mich fühle, wie anders ich an Dinge herangehe. Durch (hoffentlich unauffällige) Fragen an meinen Umfeld ist mir klar geworden, das die meisten Menschen eben nicht jeden Tag so hart mit sich kämpfen müssen und dabei 173782 Gedanken Gleichheit im Kopf haben.

Ich habe, gerade im Studium und in der Schule, immer gut „funktioniert“. Ich habe versucht zu tun was verlangt wird, und habe wenig darauf geachtet wie der Weg dahin eigentlich aussieht. Ich habe einfach immer von mir selbst geglaubt ich sei halt nicht stress resistent und kann mit dem Druck eben nicht so gut umgehen wie andere.
Seit ich mich mehr mit dem Thema beschäftige ist mir aber aufgefallen, wie chaotisch mein inneres und mein Leben eigentlich ist. Und das dieser Zustand so ein unerträgliche Gefühl ausgelöst hat. Ich habe eigentlich mein Leben lang versucht „normal“ zu wirken und hatte aber immer das Gefühl das funktioniert alles nicht. Dieses Gefühl nicht richtig zu sein und das mit mir irgendwas nicht stimmt, habe ich schon seit ich denken kann. Das hat wohl zu vielen nach außen hin funktionierenden Anpassungen geführt, die mich aber echt zerfressen haben.
Diese Erkenntnisse haben bei mir zu einer kleinen Existenzkrise geführt, ich habe alles hinterfragt was in meinem Leben passiert ist. Die Diagnose, bzw. auch einfach die Vermutung von Adhs hat erstmal alles auf dem Kopf gestellt. Ich habe mich dann auch dazu entschieden, einfach mit meinen Beinen zu wippen wenn ich mich unruhig fühle anstatt das zu unterdrücken um mein Umfeld nicht zu irritieren.
Das ist dann aber ja keine „Verstärkung“, sondern nur ein Weg der für mich persönlich angenehmer ist.
Liebe Grüße :relaxed:

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Hmmmm… die Frage ist berechtigt und ich selbst habe auch oft daran gedacht. Besonders im Hinblick auf meine anstehende Erstdiagnostik. „Vielleicht sind meine Symptome ja gar nicht ausgeprägt. Vielleicht überbewerte ich auch alles und suche selektiv nach Merkmalen die eine ADS Diagnose stützen würden.“

Im schlimmsten Fall würde ich ja dann Probleme verstärken um meinem neuen Selbstbild gerecht zu werden. Im besten Fall habe ich diese Phasen starker Symptomatik schon vorher gezeig, aber erst jetzt Worte dafür gefunden um Sie wahrzunehmen.

Die Diagnose und Behandlung soll ja dein Leben verbessern. Wenn Sie das nicht tut, hättest du auch zum Wahrsager gehen können.

Wie also testen wir diese Hypothesen???
Bin für Kommentare offen. Eigentlich müsste ich nämlich an meiner Praktikumsarbeit schreiben und prokrastiniere schon wieder :smiling_face_with_tear:

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Selbsterfüllende Prophezeiung, dass war das Wort das mir nicht einfallen wollte :skull:

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@Thobeck ich glaube ich verstehe sehr gut was Du meinst. Ab dem Moment wo man weiss was man hat, also die Diagnose Adhs, fängt es natürlich im Hirn an zu rattern, vieles aus der Vergangenheit kommt in Dir hoch und in Deinem Kopf aber auch Herzen kann das reinste Chaos losbrechen.
Bei mir war es so, dass mir Quasi mein gesamtes vergangenes Leben nochmals Revue lief, plötzlich kamen Erinnerungen in mir hoch die ich vor langer Zeit verdrängt hatte, die ich eigentlich für immer vergessen wollte.
Und naja, wenn solche Erinnerungen wieder hoch kommen, fühlt sich das ziemlich Scheisse an.
Bei mir wirkte sich das ganze halt noch schlimmer aus, weil ich ja in einem Burnout steckte, also sowieso ziemlich am A*sch war.
Jedenfalls hörte mein Gedankenkreisen nicht mehr auf, ständig dachte ich „warum war das so“, „was hätte ich anders oder besser machen sollen“, „warum habe ich nicht das gemacht“, „hätte ich doch dies gemacht“.
Es kamen sehr starke Emotionen in mir hoch, wie zum Beispiel Wut, Trauer oder Zorn, ziemlich beschissene Wechselbäder der Gefühle halt.
Und ja, insofern empfand ich es durchaus so, als hätte sich mein Adhs durch die Diagnose verschlimmert.
Aber eben, was sich in Wahrheit verschlimmert hatte, waren die Gedankenspiralen, nicht das Adhs an sich, aber anstrengend und unangenehm war es trotzdem, und wie.
Jedenfalls würde ich an Deiner Stelle unbedingt mit Deinem Arzt/ Ärztin Kontakt aufnehmen.

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Hypothese : ADxS Diagnose ruft Symptome hervor. a)Intesiviert Alte b) Erzeugt Neue

Test I : Tagebuch führen, insbesondere täglich den Schweregrad von ADxS typischen Merkmalen angeben.
Ergebnis I : Wenn mit der Zeit die Intesität zunimmt oder neue Symptome auftreten, dann wäre es ein leichter Beweis für Hypothese I a und/oder b. Wenn nichts dergleichen geschieht ein leichter Gegenbeweis für Hypothese I a und/oder b.

passt so, oder?

@DaltonsDuo interessante Gedanken, also zumindest bei mir war es ja so, dass ich direkt nach meiner Diagnose zuerst mal sowas wie Erleichterung, man könnte fast sagen Freude erlebt hatte, da ich endlich etwas hatte das mir erklären konnte warum ich so bin wie ich bin, ausserdem war es ein wahnsinnig tröstliches Gefühl zu wissen, dass ich nicht allein bin, dass es da draussen noch andere Menschen gibt die mit den gleichen, oder sehr ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Aber diese Freude hielt nur sehr kurz an, danach folgte ein regelrechter Absturz.
Ich fühlte mich „krank“ und „minderwertig“ und mein gesamtes Leben brach entgültig über mir zusammen.

Auch hatte ich das Gefühl jetzt erst Recht nichts mehr auf die Reihe zu kriegen, hatte noch schlimmere Versagensängste als jemals zuvor.
Es war als würde ich von dort an in einen endlosen Abwärtsstrudel von negativen Gefühlen und Versagensängsten ohne Ende hinunter gezogen, als hätte sich ein Schlund aufgetan aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.

Insofern ist die Diagnose für mich persönlich zu einem zweischneidigen Schwert geworden, schwierig für mich das in die richtigen Worte zu fassen, aber ja ich glaube ich könnte es auch so beschreiben, dass ich mir seit her kaum noch etwas zutraue, lieber vorher schon aufgebe.

Und das war vorher, trotz aller Schwierigkeiten die ich im Leben hatte, nicht so bei mir.
Bei mir war es vorher noch so, dass wenn etwas so nicht funktioniert hat, dann habe ich es halt anders versucht, gegenüber heute fast mit einer gewissen Leichtigkeit, weil ich mir halt garnicht so den Kopf zerbrochen hatte, wie ich es heute andauernd mache.

Und aus dieser Negativspirale wieder raus zu kommen, ist einfach saumässig schwer für mich.
Jedenfalls sind das persönliche Eindrücke von mir, was ja aber bei anderen wieder ganz anders sein kann.

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P.s. das Adhs hat ja sozusagen immer in mir geschlummert, die Schulzeit war ja schon nicht einfach, aber als es dann mit der Berufswelt losging, wo ich logischerweise auch einen holperigen Weg voller Steinbrocken vor mir hatte, nichts was ich davon anfing jemals beenden konnte, dann immer mehr Beziehungsprobleme in der Ehe und schlussendlich die Scheidung, dann kam mit dem Burnout sozusagen der entgültige Zusammenbruch.

Dieses ganze schwere Leben lastet auf mir wie ein tonnenschwerer Mühlstein der mich Tag und Nacht niederdrückt, und heute fehlt mir entgültig die Kraft um den Mühlstein beiseite drücken zu können, alles kostet mich so unendlich viel Kraft die ich nicht mehr habe.

Und die Diagnose, ja klar ich weiss jetzt was ich „habe“ und doch, ich bin froh darüber, und doch hasse ich es manchmal, wünsche mir es wäre nie soweit gekommen das ich einen Burnout bekommen habe und ich dann wahrscheinlich nie erfahren hätte, dass ich Adhs hätte.

An manchen Tagen hasse ich dieses beschissene Adhs, dann sage ich „das ist doch alles Bullshit, ich kann das alles nicht mehr hören“.

Aber nützen tut alles nichts, also klammere ich mich an jeden beschissen Strohhalm der mir irgendwie wieder ein bisschen Hoffnung gibt, mich aus meinen Depressionen hochzieht.

Zwinge mich meine To Do’s so gut als möglich einzuhalten, sauge positive Kalendersprüche á la Dalai Lama und solche Sachen wie ein Schwamm in mir auf, probiere mich so oft als möglich geistig zu entspannen, fahre so oft als möglich mit dem Rad, achte auf meine Ernährung und bla bla bla, was es halt alles so gibt, und probiere so viel wie möglich posives in mein Leben einzubauen, weil das der einzige Weg ist worüber ich noch so etwas wie Kraft auftanken kann oder mir ein bisschen Lebensqualität erhalten kann.

Und ich bin ich unendlich dankbar dafür das ich Menschen um mich habe die mich lieben und die ich liebe, dafür danke ich unserem Schöpfer jeden Tag.
Und das muss reichen, mehr kann ich nicht mehr erreichen, auch wenn ich noch so gerne würde.

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Ich habe solche Phasen manchmal auch. Laufe rum wie ein kopfloses Huhn und weiß nicht wohin mit mir.
Ich habe mich da sehr in der agitierten Depression wiedergefunden.

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Liebe @Irrlicht entschuldige bitte meine Unwissenheit, aber was heisst eigentlich agitiert?.

P.s. habe schnell nachgesehen, klingt ganz danach das ich diese Art von Depression auch haben könnte, obwohl ich aber vor allem eine Erschöpfungs Depression habe.

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Moin,

AD(H)S-Symptome verstärken sich nicht durch die Erkenntnis, dass es AD(H)S ist.
Was sich verstärken kann, ist deren Wahrnehmung, weil sie ja jetzt eine Existenzgrundlage haben.

Eine verstärkte Wahrnehmung und ein verstärktes darunter-leiden könnte ich mir bei Hypochondrie ganz gut vorstellen.

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Ja. Wenn man sich ADHS eingesteht, hört man auf die Symptome krampfhaft zu verdrängen.

Und was man nicht verdrängt ist - da.

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Ja ziemlich gut in kurze Worte gefasst @UlBre und @Falschparker , nicht das Adhs verstärkt sich, vielmehr die eigene Selbstwahrnehmung.

Und zusätzlich zu dem von @UlBre und @Falschparker gesagtem:

Dein ganzes Umfeld ist plötzlichvoller unbehandelter Mit-ADXSler. Und teilweise sind die noch schlimmer betroffen als man selbst…

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Jau, die 10 %, die man vorher nicht erkannte, sind auf einmal ganz schön eindrücklich ;-)))

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Vielen Dank für all eure Antworten! Leider brauche ich immer etwas Zeit um zu antworten, aber dafür gehe ich diesmal auf alle ein :slight_smile:

@Dokma
Das könnte es sogar sein. Jetzt, wo ich denke das ich AD(H)S haben könnte, macht es sich stark bemerkbar. Mir fällt jede Kleinigkeit auf die ich tue und ich kriege es nicht mehr aus meinem Kopf. Zum ersten mal in den letzten 30 Tagen bin ich mir auch sicher, dass ich Hyperaktiv bin. Und mir ist auch was anderes, seltsames aufgefallen: Wenn ich den Drang habe etwas lautet zu sein und dem Drang nachgebe, fühlt es sich tatsächlich gut an. Als würde ich ein Ventil öffnen. Ich habe mich leider überhaupt nicht mit dem Hyperaktivitäts-Aspekt dieses Syndroms auseinander gesetzt, aber dass wäre so einer meiner Auffälligkeiten. An alle: Ist das was normales? Fühlt es sich für euch gut an, wenn ihr lauter seit? Wenn ihr singt? Das habe ich sehr verstärkt. Danke, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst!

@Stormygrey
Ich habe tatsächlich auch eine Existenzkrise, welche mich ziemlich depressiv macht. Seit Tagen weiß ich nicht mehr, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Anfangs habe ich mich super auf eine potentielle Medikation gefreut, aber inzwischen… jetzt, wo mir aufgefallen ist, wie stark es bei mir ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass eine Medikation das wieder geradebiegen kann. Es wäre ein Wunder in meinen Augen. Ich habe gelesen, dass die Medikation nicht die Leistungsfähigkeit, sondern die Motivation steigt. Ich hoffe, dass ist wahr. Ich bin im inneren so motiviert, Dinge zu tun… aber ich tue sie nicht, weil ich… irgendwie auch unmotiviert bin. Es ist irgendwie beides. Es ist so, als hätte ich riesige Motivation, aber als würde sich über diese Schicht Motivation, noch eine Schicht Unmotivation schlängeln. Ich hoffe, das macht Sinn. Das macht mich verrückt. Danke, dass du deine Erfahrung mit mir teilst.

@DaltonsDuo
Ich hoffe tatsächlich nicht, dass die Diagnose mein Leben verändert. Ich hoffe, dass sie mir die Möglichkeit gibt, endlich mal mein Leben zu beginnen. Ich habe Jahrelang gedacht, ich bin einfach nur ein fauler Mensch. Ich habe es Jahrelang auf die Depressionen geschoben. Ich dachte immer, so ist das Leben nun mal und ich bin halt das schwarze Scharf. Jetzt, wo ich weiß, dass ich zurückgehalten werde… fühlt sich mein bisheriges „Leben“ sehr leer an. Auch dir danke ich, dass du deine Erfahrung mit uns teilst!

@AbrissBirne
Ich verstehe vollkommen, von was du sprichst. In mir kamen meine früheren Beziehungen auf. Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, aber anscheinend war ich das Problem, weshalb diese Beziehungen nie lange gehalten haben (1 - 3 Jahre). Und jetzt, wo ich drüber nachdenke: Ja. Ich war das Problem. Ich habe zu viel erwartet und nie selbst Arbeit in die Beziehungen gesteckt. Ich dachte einfach, ich sei ein simpler Mensch (und das bin ich irgendwo auch), aber so simple? Ich habe nie an sowas wie Blumen gedacht und hielt mich einfach für ein Arsc*hloch. Ich wollte öfters Blumen kaufen, oft habe ich mich auch richtig vorbereitet, aber dann hörte ich einfach auf drüber nachzudenken. Danke für das Teilen deiner Erfahrungen :slight_smile:

@Irrlicht
Mir ist aufgefallen, dass ich oft in die Küche und wieder ins Wohnzimmer gehe. Als Kind dachte ich, ich war einfach nur auf der Suche nach essen, aber alle 40 - 60 Minuten nach Essen suchen ist ein sehr seltsames Verhalten.

@UlBre, @Falschparker, @AbrissBirne, @Dokma
Ich glaube, dass wird es sein. Mir fällt einfach viel stärker auf, dass ich diese Auffälligkeiten habe und unterdrücke diese nicht mehr.

Vielen Dank für eure ganzen Antworten, ihr helft mir in dieser Zeit sehr, mich selbst zu verstehen!

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@Thobeck am Ende ist man wie man ist, es muss einen nicht jeder mögen und selbst muss man auch nicht jeden mögen, und sowieso sei einfach Du selbst, alles andere ergibt sich dann in der Regel eh meistens wie von selbst.

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@Thobeck
Das wichtigste was Du Dir im Vorfeld klarmachen musst ist, dass ein Medikament bei ADXS ein Werkzeug, aber nicht die Heilung ist.
Es hilft Dir dein Leben „besser“ in den Griff zu bekommen. Und wenn es „nur“ dabei hilft in einer Unterhaltung den Fokus zu halten oder eine begonnene Tätigkeit bis zum Ende zu führen.
Es hilft Dir nicht dabei Dich mit Dir und der „Krankheit“ auseinandersetzen.
Auch wenn ich mir Auszeiten vom Ritalin nehme, möchte ich nicht mehr darauf verzichten!