Das klingt nach einem guten Plan! Ausführung vermutlich schwieriger, man kennt es.
Alle den ganzen Tag seltsam unruhig, weil am Abend im Kalender (gern versehentlich am falschen Tag) Kellerkindertreffen steht. Fast niemand pünktlich, obwohl alle irre darum bemüht. (Da passt das „irre“ mal).
In der Hektik des Einparkens der ein oder andere Blechschaden, ab und an. Zwei andere überlegen beim Anblick der Waschmaschine die ganze Zeit, ob das Bügeleisen daheim wirklich ausgestöpselt ist. Eine Dritte fragt, etwas zu laut: „Wie, Ihr bügelt noch? Habe ich zuletzt 1998. Beugt Ihr Euch da nicht neurotypischen Normen der Glattheit?“
In Sachen Kellersportspaß bietet sich vielleicht Wikinger-Rudern an, wie es die Norweger bei der WM gemacht haben. Hier stehen ja auch noch ein paar ältere Maschinen anderer Mieter, deren Abtransport prokrastiniert wurde. Eine lange Reihe Sitzgelegenheiten also, hintereinander (oder wahlweise mit etwas Abstand), als ob wir im gleichen Boot sitzen.
„Zu spät“ gibt es deshalb eigentlich nicht. Irgendwo auf der Welt ist es immer 23:15. Wer an Bord kommt, kann einfach die Reihe verlängern. Auch Turnbeutelvergesser und Immer-Zuletzt-Gewählte müssen nicht auf der Bank mit den nassen Waschkörben rumsitzen. Es sei denn, die Rejection Sensitivity verlangt das gerade ganz dringend und wedelt dazu mit einem nassen Waschlappen aus dem Wäschekorb.
Mit etwas Glück und Hyperfokus sind wir aber gerade faszinierter von den Mäusen unter der Bank, die den urigen Käse zum Glück so schnell essen, dass er fast nicht riecht. (Ca. zwei der kleinen Mäuse haben noch viel kleinere Läuse und Flöhe. Aber einige von uns können sich in sie hineinversetzen, so dass wir - oft - an friedliche Koexistenz im Keller glauben.)
Die Socken haben evtl. PDA, jedenfalls Pandas drauf (also auf dem linken, der rechte passt gerade nicht dazu). Diagnose- und Stopftermin im Juli 2028. Die lassen sich von mir jedenfalls gar nichts sagen. Die mischen und verstecken sich selbst! Aber ich kann beim Anziehen ja jetzt vielleicht vom Ende her denken, also vom Trockner-Knäuel her, damit Ende der Woche alle Farben im Flusensieb auftauchen. Riecht zart nach etwas Lavendel. Dagegen schreiben die Motten aus dem Altkleidersack hinten links zwar gerade eine Petition, aber sie bekommen sich nicht richtig organisiert, weil sie immer gegeneinander stoßen, während sie ums Licht fliegen. Unverständlich eigentlich. Sie nisten doch alle in demselben Kaschmir-Pullover, wie wir im selben Ruderboot sitzen.
Fast zum Lachen. Im Rückblick jedenfalls. Hier schießt sich der Kreis zur Poesie. Soll ja dieser Blaise Pascal mal beim Rudern zu seinem Vordermann gesagt haben: „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, mach einen Plan“. Wenn Gott zum Lachen in den Keller kommen soll, lass den Plan von Neurodiversen machen.